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Berufsbeistandschaft



Die Berufsbeistandschaft der Sozialen Dienste ist für die Führung der durch die Kindes- und Erwachsenschutzbehörde angeordneten Mandate zuständig, ausser in den Fällen, wo eine Privatperson als Mandatsführerin ernannt wurde. Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Beistandschaften:

Beistandschaften für Erwachsene:


Begleitbeistandschaft: Diese Beistandschaft wird nur mit Zustimmung der hilfsbedürftigen Person errichtet. Die Handlungsfähigkeit wird nicht eingeschränkt, die Beiständin oder der Beistand hilft der betroffenen Person durch Beratung und Unterstützung soweit nötig und unterstützt sie in der Hilfe zur Selbsthilfe.

Vertretungsbeistandschaft: Eine solche Beistandschaft wird dann errichtet, wenn eine Person wichtige Angelegenheiten nicht mehr selbständig erledigen kann. Das kann z.B. die Verwaltung des Einkommens, die Zusammenarbeit mit Sozialversicherungen oder die Führung des eigenen Haushaltes betreffen. Die Beiständin oder der Beistand kann in den Angelegenheiten, wo dies der Fall ist, die betroffene Person vertreten. Die Handlungsfähigkeit kann durch die Erwachsenenschutzbehörde entsprechend eingeschränkt werden.

Mitwirkungsbeistandschaft: Diese Beistandschaft ist für Personen gedacht, die zwar grundsätzlich selber handlungsfähig sind, sich aber mit ihrem Handeln selber schaden könnten. Die Erwachsenenschutzbehörde bezeichnet die Geschäfte, die im Einzelfall die Mitwirkung der Beiständin / des Beistandes erfordern. Dies kann z.B. der Abschluss eines Erbvertrages, der Verkauf eines Grundstückes oder die Aufnahme eines Darlehens sein. Die betroffene Person kann ein solches Geschäft nur mit Zustimmung der Beiständin oder des Beistandes tätigen.

Umfassende Beistandschaft: Dies ist die weitreichendste Form der Beistandschaft und lässt sich mit der Vormundschaft nach altem Recht vergleichen. Die Beiständin oder der Beistand vertritt die Interessen der betroffenen Person in praktisch allen Bereichen, deren Handlungsfähigkeit ist fast vollständig entzogen. Diese Form der Beistandschaft betrifft meist stark geistig behinderte Menschen oder solche, die aufgrund einer psychischen Krankheit nicht mehr in der Lage sind, die Realität wahrzunehmen.

Beistandschaften und Vormundschaft für Kinder:


Beistandschaften: Eine Beistandschaft für ein Kind wird errichtet, wenn sein Wohl stark gefährdet ist oder es in einer Angelegenheit eine Vertretung braucht. Je nach Situation wird die Beiständin oder der Beistand beauftragt, die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen, das Besuchsrecht der Kinder bei getrennt lebenden Eltern zu ermöglichen und zu überwachen, das Kind in der Wahrung des Unterhaltsanspruches oder bei der Abklärung der Vaterschaft zu vertreten. Bei Kindern, die aus irgendeinem Grund nicht bei den Eltern leben können, kann die Beiständin oder der Beistand damit betraut werden, für die geeignete Obhut zu sorgen.

Vormundschaft: Kinder, deren Eltern verstorben oder nicht in der Lage sind, das Sorgerecht wahrzunehmen, erhalten eine Vormundin oder einen Vormund. Diese/dieser vertritt die Interessen des Kindes vollumfänglich anstelle der Eltern und sorgt für die geeignete Obhut.
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