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Kontakte, Austausch und Unterstützung


Parlament und Stadtrat haben sich zum Ziel gesetzt, mit der polnischen Gemeinde Dobrzen Wielki eine dauerhafte Partnerschaft einzugehen. Seit 1991 wird der regelmässige Kontakt mit der polnischen Partnergemeinde insbesondere mit gegenseitigen Besuchen gepflegt. Delegationen aus beiden Gemeinden treffen sich alle zwei Jahre, alternierend in Polen und in der Schweiz.

Die Partnerschaft soll mit privaten und öffentlichen Solidaritätsaktionen gefördert werden und private Kontakte zwischen Einwohnenden und Familien aus den beiden Partnergemeinden vermitteln. Weiter beinhaltet der Partnerschaftsgedanke einen Erfahrungsaustausch im schulischen und kulturellen Bereich sowie auf Verwaltungsebene und bei der Erfüllung von anderen öffentlichen Aufgaben. Schliesslich gehören auch projektbezogene finanzielle Beiträge an öffentliche Aufgaben der Gemeinde Dobrzen Wielki zur Partnerschaft.

Wappen der Partnerstädte Wil und Dobrzen Wielki

Vielfältige Kontakte seit 1991


Nach ersten Kontakten 1991 hat sich die Stadt Wil 1992 für eine Partnerschaft auf kommunaler Ebene mit der polnischen Gemeinde Dobrzen Wielki entschieden.

  • Im Auftrag des Wiler Stadtrates besuchte vom 26. bis 30. März 1992 eine fünfköpfige Delegation der Stadt Wil, angeführt vom damaligen Stadtammann, Hans Wechsler, Dobrzen Wielki, um sich vor Ort ein Bild über die Zustände in Behörden, Verwaltung, Schule, Kirche und kulturellen Institutionen zu machen. Die Gemeinde zählte damals rund 13'000 EinwohnerInnen.

  • Vom 10. bis 15. September 1992 weilte eine Vorstandsdelegation aus Dobrzen Wielki zu einem Gegenbesuch in Wil. Begleitet wurde die Delegation vom Chor "Cantabile". Während des fünftägigen Besuches wurde den polnischen Gästen verschiedene Sehenswürdigkeiten in Stadt und Region gezeigt sowie der Aufbau des dreistufigen Wiler Gemeindemodells erläutert.

  • Aufgrund der 1992 gesammelten Erfahrungen erwies sich eine Hilfestellung von der Stadt Wil im elementarsten Aufgabenbereich einer Gemeinde, in der Wasserversorgung, als besonders wichtig und dringend. Die Wasserversorgung und -entsorgung stellte für Dobrzen Wielki eine grosse Aufgabe dar. Ein Teil der Liegenschaften in der Gemeinde war weder an die lokale Wasserversorgung noch an ein Abwassernetz angeschlossen. Vielfach wurde das Wasser beim Haus aus dem Boden gepumpt, da sich der Grundwasserspiegel vielerorts nur 70 cm bis 1 m unter Terrain befindet; das Abwasser aus undichten Jauchegruben versickerte auf dem Grundstück. Wasseruntersuchungen haben damals ergeben, dass teilweise gesundheitsgefährdende Wasserqualitäten vorlagen.

  • Auf Antrag des Stadtrates genehmigte das Wiler Parlament am 3. Dezember 1992 der polnischen Partnergemeinde für 1993 und 1994 je einen Betrag von 160'000 Franken als Hilfeleistung zur Erstellung der Wasserversorgung.

  • Paul Holenstein (Stadtrat 1985 bis 1992) besuchte im Juli 1993 privat die Partnergemeinde und erstellte am 27. August 1993 zuhanden des Stadtrates einen umfangreichen Bericht über die Wasserversorgung und die Verwendung der Spendengelder.

  • Im März 1993 nahm auf Einladung des Sportclubs Atlantis Wil eine Mannschaft des Sportclubs Tor aus Dobrzen Wielki am Hallenfussballturnier in der Sporthalle Lindenhof teil.

  • Im Mai 1995 stattete der Wiler Stadtrat der polnischen Partnergemeinde erneut einen Besuch ab. Dabei wurde unter anderem auch die mit Geldern der Stadt Wil finanzierte Hauptwasserleitung besichtigt. Erfreut stellte der Stadtrat damals fest, dass das 400-Betten-Spital – dessen Trinkwasser musste bis zum Anschluss noch abgekocht werden –, die Schule und viele Häuser ans Frischwassernetz angeschlossen waren. Am Dorfeingang von Kup erinnert ein Gedenkstein mit dem Wiler Wappen an die Unterstützung aus der Stadt Wil.

  • 1996 weilten zwei Delegationen aus Polen zu Besuch in Wil. Auf Einladung des Kiwanis Clubs Wil hielten sich Ende April / Anfang Mai rund 25 polnische StudentInnen, begleitet von zwei Lehrkräften, in Wil auf. Die Jugendlichen erhielten während ihres Aufenthaltes Einblick in verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Wil. Am 11. Mai 1996 konnte der Stadtrat die Mitglieder des Gemeinderates aus Dobrzen Wielki zu einem viertägigen Besuch in Wil begrüssen.
 

  • Vom 10. bis 17. Mai 1997 besuchte eine Klasse der Mädchensekundarschule St. Katharina im Rahmen einer Sonderschulwoche die Partnergemeinde Dobrzen Wielki.

  • In der ersten Juli-Hälfte 1997 wurden weite Teile Polens von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Schwer betroffen davon war auch die in der Nähe von Opole an der Oder gelegene Partnergemeinde Dobrzen Wielki. Der Hochwasserdamm wurde weggespült; etwa 50 Prozent des Gemeindegebietes von Dobrzen Wielki standen bis zu drei Meter unter Wasser. Etwa 1'000 Häuser wurden beschädigt; über 1'000 Menschen mussten evakuiert werden; Haustiere ertranken in den Fluten; die ganze Ernte wurde zerstört. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Katastrophe wurde in Wil mit einer Hilfsaktion gestartet. Beim städtischen Werkhof wurden Kleider, Schuhe, Wolldecken, wasserdichte Anzüge, Gummistiefel, Zelte, Bauwerkzeute usw. gesammelt. Im Auftrag der Stadt Wil wurden Mitte Juli 1997 mit einem von der Firma Larag AG kostenlos zur Verfügung gestellten Lieferwagen sechs benzinbetriebene Motorspritzen und das dazu gehörende Schlauchmaterial aus Zivilschutz- und Feuerwehrbeständen nach Polen gefahren. Gegen Ende Juli verliess ein zweiter Lastwagen mit rund fünf Tonnen Hilfsgütern für Dobrzen Wielki die Stadt Wil. Im Rahmen der Hilfsaktion spendete die Wiler Bevölkerung rund 35'000 Franken – davon resultierten 11'000 Franken aus einer Sonntagskollekte der katholischen Kirchgemeinde Wil. Anfang August 1997 hat der Stadtrat als Soforthilfe zudem einen Rahmenkredit von 25'000 Franken bewilligt.

  • Vom 5. bis 9. August 1998 stattete eine Delegation der Stadt Wil der polnischen Partnergemeinde aus Anlass ihres 770-Jahre-Jubiläums einen Besuch ab. Dabei konnte die Wiler Delegation mit Erleichterung feststellen, dass die Bevölkerung von Dobrzen Wielki die Umweltkatastrophe weitgehend gemeistert hat – bestimmt auch dank der Hilfe aus Wil.

  • Anlässlich des Besuches von 1998 stellte der Stadtrat fest, dass Dobrzen Wielki zwar über eine gute Feuerwehr verfügt, dass aber verschiedene Geräte und auch Einsatzkleider Mangelware sind. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden Ende April 1999 verschiedene Ausrüstungsgegenstände – überzähliges, aber noch intaktes Feuerwehrmaterial aus dem Zusammenschluss der Feuerwehren von Wil und Rickenbach-Wilen – mit einem LKW der polnischen Cargo SA, Opole, nach Dobrzen Wielki überführt.

  • Vom 25. bis 28. Mai 2000 weilte eine Behördendelegation mit 15 Personen aus Dobrzen Wielki in Wil. Im Oktober 2000 erfolgte ein Transport von 9 Atemschutzgeräten (Pressluftatmer) mit Reserveluftflaschen und Zubehör nach Dobrzen Wielki.

  • 2001 beauftragte der Stadtrat den Delegierten abzuklären, wie der Partnergemeinde erneut geholfen werden könne. Im Sommer ersuchte Dobrzen Wielki um einen Beitrag an die Erstellung der Gasversorgungsleitung von Dobrzen Wielki nach Chroscice.

  • Am 4. Juli 2002 beschloss das Wiler Stadtparlament die polnischen Partnergemeinde mit einem Beitrag von CHF 205'000.-- zu unterstützen. Anlässlich des Besuches einiger Mitglieder des Stadtrates und des Delegierten im September, konnten sich diese vor Ort von den sehr weit fortgeschrittenen Bauarbeiten überzeugen, sodass eine erste Teilzahlung überwiesen werden konnte.

  • Im Dezember 2002 konnte die Stadt von der Firma Stihl & Co. ein Notstromaggregat (Leistung 15 KW) mit dem dazugehörenden Schaltschrank übernehmen. Die Stihl & Co. hat den Transport bis nach Dobrzen Wielki übernommen.

  • Im Jahre 2003 feierte Dobrzen Wielki die Fertigstellung der Gasleitung. Nach erfolgter Prüfung der Abrechnung konnte der Partnergemeinde auch der Restbetrag überwiesen werden.

  • Vom 3. – 7. Juni 2004 besuchte eine Delegation von 17 Personen aus Dobrzen Wielki unsere Stadt. Zu Beginn des Aufenthaltes nahm die Delegation an der Sitzung des Stadtparlamentes teil. Bürgermeister Alios Kokot bedankte sich in einer Rede an die Parlamentsmitglieder für die bisher geleistete Unterstützung. Auf dem Besuchsprogramm standen unter anderem die Besichtigungen der neuen Kantonsschule Wil, der Fa. Stihl & Co., Wil und der ARA, Wil. Auch ein kleiner Workshop, in dem in drei verschiedenen Arbeitsgruppen Themen zur Vertiefung und dem Ausbau der partnerschaftlichen Beziehungen diskutiert wurden, stand auf dem Programm. Der Samstag wurde als „Gastgebertag“ definiert. Alle Gastgeber gestalteten diesen Tag mit ihren polnischen Gästen individuell. Ein Besuch in der Stiftsbibliothek und der St.Galler Altstadt am Sonntagnachmittag rundeten das Besuchsprogramm ab.

  • Vom 20. – 23. Mai 2005 besuchten der ehemalige und der amtierende Delegierte Dobrzen Wielki. Hauptgrund des Besuches war das Überbringen, des von der Fa. Stihl & Co., Wil, gespendete Trennschleifgerät, für die freiwillige Feuerwehr. Der Besuch diente auch der Vorbereitung des für 2006 geplanten Besuches einer Delegation der Stadt Wil in Dobrzen Wielki.

  • Auf Einladung des Männerchores Concordia weilte vom 15. – 19.12.2005 der Damenchor Cantate aus Dobrzen Wielki in Wil. Der Damenchor wirkte an den Weihnachtsfeiern „gloria in excelsis deo“ in der Stadtkirche St. Nikolaus, Wil, mit. Am Sonntag umrahmte der Chor auch den Gottesdienst in Maria Dreibrunnen. Zu Beginn des Besuches standen die Besichtigungen der Klosterkirche und der Mädchen- sekundarschule St. Katharina auf dem Programm. Neben den Proben und den Konzerten blieb auch noch Zeit für einen Ausflug nach Appenzell und einen Besuch in der Schaukäserei in Stein.

  • Im Rahmen des regelmässigen Erfahrungsaustausches besuchte eine Delegation, bestehend aus 13 Personen, vom 21. – 24. September 2006 Dobrzen Wielki. Die Besuchergruppe setzte sich aus verschiedenen Mitgliedern der Fraktionen im Stadtparlament, des Stadt- und Schulrates sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung. Die Organisation und die Reiseleitung lag in den Händen des Delegierten des Stadtrates in Sachen Städtepartnerschaft. Höhepunkte des Besuchsprogramms waren die Besichtigung von Breslau, eine Schifffahrt auf der Oder und die zahlreichen neuen Bekanntschaften, logierten doch alle Reiseteilnehmer bei privaten Gastgebern. Am Samstagabend fand im Kulturhaus der offizielle Anlass unter Mitwirkung des Musikvereines Dobrzen Wielki, des Damenchors Cantate, einer Jugend-Volkstanzgruppe und Zirkusartisten sowie den Majoretten statt. Eine gelungene Überraschung boten die Gastgeber mit der Enthüllung eines Gedenksteines zu Ehren der Stadt Wil, welche in den Jahren 2002/03 die Finanzierung der Gasleitung von Dobrzen Wielki nach Chroscice übernommen hatte.

  • Vom 19. bis 23. Juni 2008 weilt eine 13-köpfige Delegation aus der polnischen Partnerstadt Dobrzen Wielki in der Stadt Wil, wobei die Gäste aus Polen privat bei Wilerinnen und Wilern untergebracht waren. Beim Besuch standen neben verschiedenen Gesprächen auch Ausflüge in der Region sowie Baustellen- und Betriebsbesichtigungen in der Stadt auf dem Programm.

  • Bei den Überschwemmungen in Polen wurden im Mai 2010 zahlreiche Ortschaften überflutet. Vom Hochwasser betroffen war auch Dobrzen Wielki, die polnische Partnergemeinde der Stadt Wil. Ein Teil der Gemeinde steht wieder unter Wasser: Aktuell kämpfen die Bewohnenden des Ortes mit den Gewässern der Malapane, welche einen enormen Teil der Orte Czarnowanz und Klein Döbern unter Wasser gesetzt haben, sowie mit den Dämmen am Fluss Oder in Borrek, Groß Döbern und Chrosczütz. Der Besuch einer Delegation aus Wil, welcher für Ende Juni geplant gewesen war, wurde daher abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

  • Vom 23. Juni bis 27. Juni 2011 weilte eine 24-köpfige Delegation aus Wil in Dobrzen Wielki. Der Besuch war geprägt von Besichtigungen, aber auch kulturellen und gesellschaftlichen Anlässen. Der Delegation aus Wil gehörten neben Vertreterinnen und Vertretern des Stadtparlaments und des Stadtrats sowie Mitarbeitenden der Stadtverwaltung erstmals auch Vertreterinnen und Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchgemeinden Wil sowie der Ortsgemeinde Wil an. Nach der Ankunft in Dobrzen Wielki wurden die Gäste aus Wil offiziell vom neuen Bürgermeister Henryk Wróbel begrüsst und auf die Gastfamilien verteilt. In den fünf Tagen in Polen standen sodann eine Firmenbesichtigung, der Besuch im Elektrizitätswerk an der Oder und die Besichtigung eines klassizistischen Mietshauses und des Museums in Oppeln auf dem Programm. Besichtigt wurden auch die renovierten Gebäude des Kindergartens und der Schule in Czarnowanz sowie die neue Oberstufe und Sporthalle in Dobrzen Wielki. Ausflüge nach Tschenstochau, in die Waldstube Kupp sowie zu den Dinosaurier-Ausgrabungen in Krascheow rundeten den Besuch ab. Einen Höhepunkt bildete ein Fest im Kulturhaus von Dobrzen Wielki, das von Vereinen mit Musik und Tanzvorführungen mitgestaltet wurde. Im offiziellen Teil der Veranstaltung wurden der damalige Wiler Stadtpräsident Bruno Gähwiler und Rolf Benz, Delegierter der Stadt Wil für die Städtepartnerschaft, vom damaligen Bürgermeister Henryk Wróbel zu Ehrenbürgern der Wiler Partnergemeinde Dobrzen Wielki ernannt.

 

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