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Bahnhof Wil - Masterplan


Die Stadt Wil zählt rund 23'500 Einwohnerinnen und Einwohner. Zudem sind rund 13'800 Beschäftigte in der Stadt tätig. Wil liegt im Zentrum einer Region von etwa 110'000 Bewohnenden und befindet sich gleichermassen im Einflussbereich der Stadt St. Gallen wie auch des Metropolitanraumes Zürich.

Entsprechend gross ist die Bedeutung des Bahnhofes Wil: Jährlich steigen am Bahnhofplatz Wil 4,2 Millionen Passagiere vom Bus auf die Bahn und von der Bahn auf den Bus um – eine eindrückliche Zahl. Dazu kommen weitere Nutzende: Als zentrale Dreh- und Angelpunkt für Bahn und Bus, aber auch für Velo, Auto, Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Radfahrende ist der Bahnhof Wil eine bedeutende Verkehrsdrehscheibe des öffentlichen und privaten Verkehrs. Zudem ist der Bahnhofplatz ein wichtiges urbanes Areal.


Logo zum Projekt Zukunft Bahnhof Wil
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Im Bahnhof Wil treffen sich fünf Bahnlinien und der Bahnhofplatz ist Ausgangspunkt für zehn regionale und sechs städtische Buslinien. In der Vergangenheit hat es die Stadt immer verstanden, das Verkehrswachstum mit neuen Angeboten des öffentlichen Verkehrs sowie des rollenden Langsamverkehrs frühzeitig und umsteigenah aufzufangen. Unbestritten ist, dass die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs von den räumlichen und zeitlichen Umsteigebeziehungen abhängt.

Funktionale Defizite

Allerdings sind die Kapazitätsgrenzen am Bahnhof Wil beim öffentlichen Verkehr wie auch beim motorisierten Individualverkehr erreicht, zudem sind verschiedene Abläufe und Umsteigebeziehungen nicht optimal. Darüber hinaus ist der Busbahnhof auch nicht behindertengerecht. Dies führt zu funktionalen Defiziten und zu gegenseitigen Beeinträchtigungen der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden.

Anforderungen nicht adäquat erfüllbar

Auf der heutigen Platzfläche und in der heutigen Struktur und Gestaltung können die Anforderungen an den Bahnhof Wil als regionaler ÖV-Knoten nicht adäquat erfüllt werden, denn die Errichtung eines zentralen Bushofes mit der erforderlichen Zahl von Haltekanten ist auf der zur Verfügung stehenden Fläche auf der Bahnhofnordseite nicht möglich.


Auch auf der Bahnhofsüdseite besteht grosser Handlungsbedarf. Diese wurde zwar durch den 2005 fertiggestellten Bau des Railcenters aufgewertet, jedoch entsprechen die Zugänge zu den Personunterführungen, die wichtige Stadtverbindungen darstellen, in keiner Weise den heutigen Ansprüchen. Dies betrifft sowohl die umgebenden Nutzungen wie auch die Bausubstanz und den Aussenraum.




Bahnhof Wil Collage 1


Bahnhof Wil Collage 2




Titel-Banner_Zukunft

Bestehende Probleme lösen und Areal aufwerten

Diese Probleme sollen nach Überzeugung des Stadtrats Wil angegangen werden. Gleichzeitig sollen auch die Aufwertung und die städtebauliche Entwicklung im Bereich des Bahnhofs vorangetrieben werden, dies unter Einbezug der westlich des Bahnhofplatzes gelegenen grossen Entwicklungsflächen im Bereich des Freiverlads sowie des Depots und des Bahnhofs der Frauenfeld-Wil-Bahn. Als übergeordnetes Instrument wurde in einem interaktiven Prozess aus Projektwerkstätten mit verschiedenen Partnern ein Masterplan erarbeitet.

Dieser Masterplan baut auf dem Wiler Stadtentwicklungskonzept 2009, dem kommunalen Richtplan 2010 der Stadt Wil sowie dem Agglomerationsprogramm 2. Generation (2015–2018) auf und ist für die Projektpartner wegleitend.

Planerische Zielsetzungen im Rahmen des Agglomerationsprogramms

Für die Abstimmung der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung hat die Region im Rahmen des Agglomerationsprogrammes folgende planerische Zielsetzung für das Bahnhofgebiet Wil definiert:

  • Aufwertung und bauliche Verdichtung im direkten Bahnhofumfeld
  • Sicherstellung einer überdurchschnittlichen und identitätsstiftenden städtebaulichen Qualität mittels Konkurrenzverfahren
  • attraktives Wohnraumangebot
  • aktive Arealentwicklung zur Bereitstellung von Potenzialen für zentral gelegene Dienstleistungen
  • verkehrliche Entlastung und gestalterische Aufwertung stark belasteter Strassenräume
  • Bushof mit behindertengerechten Buskanten
  • Verbesserung der ÖV-Verkehrsführung auf dem Bahnhofplatz und auf dem Zufahrtsstrecken
  • zukünftig genügendes Angebot an zentralen Veloabstellanlagen inklusive Velostation
  • attraktive, sichere und kurze Umsteigebeziehungen
  • wettergeschützter Bushof



Masterplan Zukunft Bahnhof Wil

Um das Bahnhofsgebiet in einem grösseren Zusammenhang zu betrachten sowie als Verkehrsdrehscheibe zu entwickeln und städtebaulich aufzuwerten, hat die Stadt Wil zusammen mit verschiedenen Projektpartnern einen Masterplan für die Zukunft des Bahnhof Wil erarbeitet. Dieser Masterplan gibt insbesondere die verkehrlichen Rahmenbedingungen wie die Busanordnung oder die Verschiebung der Haltestelle Frauenfeld-Wil-Bahn vor. Zugleich bildet er die Grundlage für einen nächsten Schritt – die Lancierung eines städtischen Wettbewerbs «Gestaltung Stadtraum Bahnhofplatz / Allee Wil».



Gestaltungswettbewerb Stadtraum Bahnhof Wil

Der Projektwettbewerb wird in einem selektiven Verfahren mit einer offenen Dossierselektion durchgeführt. Die Wettbewerbsaufgabe beinhaltet die Neugestaltung des Stadtraumes Bahnhofplatz und Allee im Sinne eines Gesamtkonzepts sowie die Hochbauten (Buswartehäuser etc.) auf dem Bahnhofplatz und die unterirdischen öffentlichen Bauten (Zweiradabstellanlagen). Die Stadt Wil als Veranstalterin des Wettbewerbs erwartet von den eingereichten Lösungen, dass sie einen Vorschlag für ein stimmiges Gesamtkonzept für den Stadtraum Bahnhofplatz mit einem funktionierenden Verkehrsknoten enthalten. Dieses soll auch gestalterisch überzeugen, damit dieser Stadtraum als attraktive öffentliche Adresse wahrgenommen wird und zum Aufenthalt und zum Treffen einlädt. Die eingereichten Projekte sollen dabei auch den Bereich der Allee berücksichtigen und ihn weiterhin zu einem Ort der Identifikation von Wil machen. Generell ist es ein erklärtes Ziel, den Stadtraum Bahnhofplatz und Allee mit unterschiedlichen Stimmungen und Aufenthaltsqualitäten zu gestalten und dabei öffentliche, halböffentliche und private Bereich so zu vereinen vermag, dass dadurch Belebung und Aufenthalt generiert werden. Die Wettbewerbseingaben sollen darüber hinaus auch Vorschläge für Verkehrsanlagen (insbesondere für den Langsamverkehr) und andere Einrichtungen enthalten, die trotz der erforderlichen Funktionalität auch architektonisch-gestalterisch überzeugen und so wesentlich zur künftigen Erscheinung und Identität des Bahnhofplatzes beitragen.


Das Wettbewerbsprogramm für die Ausschreibung des Wettbewerbs kann untenstehend heruntergeladen werden. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen können auf der Homepage www.simap.ch bezogen werden.


Downloads und Unterlagen

Hier finden Sie ergänzende Unterlagen:

 
 
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  • Druck Version
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