Stadt Wil

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28. Dezember 2000

Neu: Unterirdisches Glassammelsystem Molok

Anstelle des bisherigen Glassammelcontainers wurde auf Beschluss der städtischen Baukommission bei der Sammelstelle Bergholz ein unterirdisches Glassammelsystem "Molok" mit insgesamt drei Sammelbehältern eingerichtet.

Zwei Glassammelbehälter haben einen Durchmesser von je 160 cm und ein Fassungsvermögen von je 5'000 Liter; der dritte Sammelbehälter mit einem Durchmesser von 120 cm hat ein Fassungsvermögen von 3'000 Liter.


Das System "Molok" benötigt wenig Platz und verursacht im Vergleich zu herkömmlichen
Glascontainern bedeutend weniger Lärm. Vorteile weist das unterirdische System auch in hygienischer Hinsicht auf: Die natürliche Erdkühle (zirka 10° C) verlangsamt den Gärungs- und Fäulnisprozess im Innern der Behälter und vermindert so vor allem im Sommer unangenehme Geruchsbelästigungen. Der so genannte Fallschacht, der zirka 150 cm in den Boden versenkt ist, besteht aus einem konisch verlaufenden, wasserdichten Behälter aus Polyethylen mit einer Wandstärke von zirka 10 mm. Das oberirdisch sichtbare Paneel ist aus druckimprägnierten Kieferholz gefertigt. Der Öffnungsdurchmesser des abschliessbaren Kunststoffdeckels beträgt 15 cm. Der stabile Einsatzsack wird mit vier Hebeschlaufen an einem Aluminiumring fixiert.


Aufgrund der niedrigen Einwurfhöhe von zirka 115 cm können sowohl Rollstuhlfahrende als auch Kinder das "Molok"-System problemlos benutzen. Für die Entleerung genügt ein gewöhnllicher LKW mit Ladekran. Der wiederverwendbare Innensack wird mit dem Ladekran aus dem Fallschacht herausgezogen, über die Ladefläche des LKWs geschwenkt und mit einer Reissleine am unteren Ende geöffnet. Nach der Leerung wird der Innensack wieder verschlossen und in den Fallschacht versenkt.


Der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) unterstützt den Bau von unterirdischen Systemen in der Absicht, die Zukunftstauglichkeit abzuklären. Der ZAB will im Jahr 2001 die Eignung solcher Unterflursysteme in den Bereichen Wertstoffsammlung und Kehrichtsammlung konkret untersuchen. Aufgrund der Ergebnisse soll dann zusammen mit den Gemeinden die langfristige Zielrichtung mit Ausrichtung auf die herkömmlichen Sammelsysteme oder auf einen Systemwechsel festgelegt werden.


20. Dezember 2000

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