Stadt Wil

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16. März 2001

Rechnung 2000: Ertragsüberschuss von 1,796 Mio. Franken

Medienorientierung vom Freitag, 16. März 2001

Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2000 genehmigt und zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 1'796'744.90 ab. Gegenüber dem budgetierten Defizit von 670'250 Franken beträgt die Besserstellung somit knapp 2,467 Mio. Franken. Mit dem Ertragsüberschuss sollen Abschreibungen, die in früheren Jahren gekürzt wurden, nachgeholt werden.


Nachdem bereits die Jahresrechnung 1999 mit einem erfreulichen Ertragsüberschuss von rund 3,45 Mio. Franken abgeschlossen werden konnte, präsentiert der Stadtrat für das Jahr 2000 nun erneut ein äusserst positives Rechnungsergebnis.

Mehrertrag, Minder- und Mehraufwand
Im Wesentlichen ist der positive Rechnungsabschluss 2000 auf folgende Positionen zurückzuführen: Mehrertrag bei den Steuern von rund 2,075 Mio. Franken; Buchgewinn Liegenschaften Finanzvermögen von rund 127'000 Franken; Minderaufwand bei den Zinsen von rund 432'000 Franken; Mehrertrag Gebühren von rund 330'000 Franken; Minderaufwand im Sozialbereich von rund 1,3 Mio. Franken.

Demgegenüber schliesst die Rechung in folgenden Positionen mit einem Mehraufwand ab: Bildung (510'000 Franken), Spital (775'000 Franken), Stadtbus (210'000 Franken) und GESPA (134'000 Franken).

Verwendung Rechnungsüberschuss
Der Stadtrat wird dem Parlament an der Sitzung vom 26. April 2001 beantragen, den Ertragsüberschuss für zusätzliche Abschreibungen zu verwenden. Als Stützungsmassnahme wurden in den beiden letzten Jahren die von Parlament und Volk rechtsgültig beschlossenen Abschreibungen um 3,5 Mio. Franken reduziert (1999: 1 Mio. Franken; 2000: 2,5 Mio. Franken).

Aus finanzpolitischen Gründen sollen nach Meinung des Stadtrates diese Amortisationskürzungen jetzt nachgeholt werden, soweit es der Rechnungsüberschuss zulässt. Dabei sollen primär diejenigen Amortisationen nachgeholt werden, die anlässlich von Volksabstimmungen beschlossen wurden: Insgesamt werden Abschreibungen von total Fr. 1'665'600.00 nachgeholt. Der verbleibende Überschuss von Fr. 131'144.90 wird in die Reserve für künftige Aufwandüberschüsse gelegt. Die Reserve (Eigenkapital) weist damit per Ende 2000 rund 4,46 Mio. Franken auf.

Bruttoüberschuss
Der Voranschlag 2000 rechnete mit einem Bruttoüberschuss von 3,558 Mio. Franken. Dank dem Rechnungsüberschuss beträgt dieser Fr. 6'186'907.65. Der Bruttoüberschuss liegt damit über dem in der Finanzplanung angestrebten Minimalwert von 5 Mio. Franken, allerdings nicht mehr in gleichem Ausmass wie im Vorjahr (rund 8,4 Mio. Franken).

Bestandesrechnung
Die Nettoschuld, errechnet aus dem Fremdkapital abzüglich dem Finanzvermögen, erhöhte sich um rund 4,65 Mio. Franken auf Fr. 66'187'822.50. Sie beträgt jetzt 212 Prozent der Einfachen Steuer von Fr. 31’206'533.51 (Vorjahr: 198 Prozent bei einer Einfachen Steuer von 31,14 Mio. Franken).

Das Verwaltungsvermögen nahm nach Abschreibungen von Fr. 10'216'096.57 um rund 0,6 Mio. Franken zu und beträgt per Ende 2000 neu Fr. 80'422'361.95.

Der Vorschuss an die Spezialfinanzierung "Alterszentrum Sonnenhof" konnte zurückbezahlt werden; darüber hinaus konnte eine Reserve von Fr. 362'582.02 gebildet werden.

Investitionen
Die Investitionsrechnung 2000 weist bei Ausgaben von Fr. 15'006'217.10 und Einnahmen von Fr. 4'168'143.13 Nettoinvestitionen von Fr. 10'838'073.97 aus. Der Voranschlag rechnete mit Nettoinvestitionen von 12,5 Mio. Franken. In der Finanzplanung 2000–2004 wurden für 2000 Nettoinvestitionen von rund 13,7 Mio. Franken prognostiziert.

Selbstfinanzierungsgrad
Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 57,1 Prozent (Vorjahr: 55,2 Prozent) und liegt damit deutlich unter dem 10-jährigen Mittel von 65,1 Prozent.




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