Stadt Wil

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19. September 2001

Qualitätssicherung an Wiler Schulen

"Schulen werden bessere Schulen, wenn Schulbehörden einen Teil ihrer Entscheidungs-Kompetenzen an die einzelnen Schulen abgeben. Damit erreicht man kürzere Entscheidungswege, weniger Bürokratie, bessere Entscheidungen in der Sache und vor allem mehr Zeit der Behörde, sich auf die eigentliche Behördenaufgabe zu konzentrieren: Die strategische und politische Führung der Schulen."


Dieser Überlegung folgend entstand das Projekt "Stadt Wil – Geleitete Schulen mit Profil". Das Projekt soll für Schülerinnen und Schüler sowie auch für deren Eltern zu sichtbaren Verbesserungen führen. Heute, rund ein Jahr nach dem Projektstart und ein halbes Jahr nach Einführung der neuen Kompetenzordnung, ist es an der Zeit, eine Standortbestimmung vorzunehmen und gestützt darauf die weiteren Vorgehensschritte festzulegen.

Grundsatzentscheide gefällt
"Verbesserungen an unseren Schulen sind für Eltern und Kinder dann spürbar, wenn die einzelnen teilautonom geleiteten Schulen mit den neuen Kompetenzen einen gekonnten Umgang pflegen und wenn sie die Qualitätsentwicklung vor allem dort vorantreiben, wo es um ihr eigentliches Kerngeschäft geht: Das Lehren und Lernen." So lautet die Auffassung des Schulrates Wil.

Schnellere, bessere Entscheide
Für das derzeitige Schuljahr 2001/02 gilt daher folgende Schwerpunktsetzung: Die Wiler Schulen sollen sich im Verlaufe dieses Schuljahres einen routinierten Umgang mit den vom Schulrat erhaltenen Kompetenzen aneignen. Je besser ihnen dies gelingt, desto mehr werden Eltern und Schüler/-innen feststellen, dass nicht nur die Entscheidungswege kürzer werden, sondern die getroffenen Entscheide auch gut auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmt sind.

Konzentration der Schulen auf das Lehren und Lernen
Für das Schuljahr 2002/03 gilt sodann folgende Schwerpunktsetzung: Es soll an den Wiler Schulen eine gezielte Qualitätsentwicklung in den Bereichen Lehren und Lernen stattfinden. Zu diesem Zweck wurde von der Arbeitsgruppe "Qualitätssicherung" ein spezielles Instrumentarium geschaffen, dessen Einsatz eine kontinuierliche Überprüfung der Schulqualität mit Blick auf ausgewählte Aspekte des Unterrichtens erlaubt (Beispiele: Lektionsvorbereitung, didaktische Gestaltung, Individualisierung, Hausaufgaben, Erziehungsstil, Strenge und Disziplin, Bedeutsamkeit der gewählten Lehr- und Lerninhalte, Ergebnisse des Unterrichts).

Konzentration der Behörden auf ihre eigentliche Aufgabe
Entscheide geringer Tragweite, die das Alltagsgeschäft betreffen, werden seit einem halben Jahr nicht mehr durch den Schulrat, sondern durch die Schulen selbst gefällt. Der Schulrat wird sich dadurch längerfristig seiner eigentlichen Führungsaufgabe widmen können, die er bis anhin als Folge chronischer zeitlicher Überlastung seiner Mitglieder nur unzureichend wahrnehmen konnte.

Schulen strategisch führen bedeutet mehr als sie nur zu verwalten. Strategische Führung bedeutet: Sich mit den Herausforderungen der heutigen Zeit auseinandersetzen, Visionen entwickeln, Lösungsmöglichkeiten kommunizieren, diese bewerten, umsetzen und dafür gerade stehen.


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