Stadt Wil

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24. Oktober 2001

Kanti Wil: Unterrichtsbetrieb wird im Sommer 2002 aufgenommen

Die Regierung des Kantons Sankt Gallen hat anfangs Oktober 2001 vom Bericht des Erziehungsdepartements betreffend Aufnahme des Unterrichtsbetriebes an der Kantonsschule Wil ab Beginn des Schuljahres 2002/2003 zustimmend Kenntnis genommen. Gestartet wird im Sommer 2002 mit vier Klassen. Die erforderlichen Unterrichtsräume können in einem Teil der Zeughausanlagen zur Verfügung gestellt werden. Die zurzeit noch laufenden Verhandlungen betreffend Abschluss von Vereinbarungen und Mietverträgen sind auf gutem Weg; die mündlichen Zusagen liegen vor.


Im Vorfeld der kantonalen Volksabstimmung vom 24. September 2000 zum Neubau der Kantonsschule Wil wurde von der Regierung in Aussicht gestellt, den Schulbetrieb in Wil wenn möglich in provisorischen Räumen bereits auf Beginn des Schuljahres 2002/2003 aufzunehmen. Mit einem vorgezogenen Schulbetrieb an der Kantonsschule Wil können einerseits die bestehenden überbelegten Kantonsschulen am Burggraben Sankt Gallen und Wattwil früher als erwartet entlastet werden. Anderseits kann die neue Schulanlage in Wil bei Bezug auf das Schuljahr 2004/2005 zu einem grossen Teil genutzt werden. Aus heutiger Sicht werden dannzumal zwölf Klassen oder rund 300 Schülerinnen und Schüler an der Kantonsschule Wil unterrichtet. Das Schulraumkonzept ist auf 650 Schülerinnen und Schüler ausgerichtet.

Zeughaus
Das kantonale Hochbauamt und das Erziehungsdepartement haben in Zusammenarbeit mit der Stadt Wil mehrere Varianten möglicher Provisorien geprüft. Unter Berücksichtigung verschiedenster Aspekte fiel die Wahl schliesslich auf das im Osten der Stadt gelegene Zeughaus. In einem Teil der Anlagen können dort die erforderlichen Unterrichtsräume zur Verfügung gestellt werden, damit im Schuljahr 2002/2003 rund vier Klassen und im zweiten Betriebsjahr (Schuljahr 2003/2004) rund acht Klassen in Normalunterrichtszimmern unterrichtet werden können. Im Zeughaus an der Thuraustrasse 30 steht auch die entsprechende Infrastruktur für Rektorat und Verwaltung zur Verfügung. Gemäss Auskunft des Kantons liegt die mündliche Zusage des Bundes (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS) betreffend Einmietung vor; die Unterzeichnung des Mietvertrages soll demnächst erfolgen.

Städtische Schulanlagen
Im Zeughaus sollen ausschliesslich Provisorien für Normalunterrichtszimmer eingerichtet werden. Ein Grossteil der Fächer, die eine besondere Infrastruktur benötigen – Naturwissenschaften, Bildnerisches Gestalten, Informatik –, können in Klassenzimmern der Schulanlage Lindenhof Wil und im Schulhaus Bommeten, Bronschhofen, erteilt werden. Die Detailverhandlungen sind noch im Gang, die mündlichen Zusagen liegen aber vor. Die Unterzeichnung der entsprechenden Vereinbarungen soll ebenfalls demnächst erfolgen. Für den Turnunterricht wird die Gemeinde Bronschhofen die benötigte Infrastruktur im Mehrzwecksaal Ebnet bereitstellen.

Orientierungsveranstaltungen
An der Kantonsschule Wil wird der Maturitätslehrgang angeboten werden. Gemäss bisheriger Planung werden Schülerinnen und Schüler aus den Regionen Wil-Kirchberg-Bazenheid-Jonschwil und Uzwil-Flawil-Niederbüren-Zuzwil-Bronschhofen die Kantonsschule Wil besuchen können. Hinzu kommen Schülerinnen und Schüler aus dem benachbarten Hinterthurgau.

Über die Ausbildungsangebote und Aufnahmeprüfungsanforderungen der Mittelschulen wird das Erziehungsdepartement demnächst eine Informationsbroschüre herausgeben. Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Oberstufe, die sich für einen Eintritt in die Kantonsschule interessieren, erhalten die Broschüre von ihren Lehrkräften.

Damit sich die Schülerinnen und Schüler, Eltern und weitere Interessierte über die Voraussetzungen für den Besuch einer Mittelschule besser orientieren können, finden in der Aula des Schulhauses Lindenhof in Wil am Mittwoch, 21. November 2001, und Donnerstag, 10. Januar 2002, jeweils um 19.30 Uhr, entsprechende Orientierungsveranstaltungen statt.

Wahl des Schulortes: Keine festen Zusagen
Entsprechend dem Konzept der Maturitätslehrgänge an den staatlichen Mittelschulen haben die Schülerinnen und Schüler bei der Anmeldung zu wählen, welches Schwerpunktfach sie belegen wollen. Über die Führung der Schwerpunktfächer an den einzelnen Kantonsschulen entscheidet das Erziehungsdepartement nach Vorliegen der Ergebnisse der Aufnahmeprüfungen. Wird das gewählte Schwerpunktfach in Wil nicht angeboten, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an die Kantonsschulen am Burggraben Sankt Gallen oder Wattwil zu wechseln, um das gewünschte Schwerpunktfach zu belegen, oder sie können das Schwerpunktfach wechseln, um in die Kantonsschule Wil eintreten zu können. Feste Zusagen können jedoch keine gemacht werden, weil nach Mittelschulgesetz im Grenzgebiet zweier Mittelschulen allenfalls Umteilungen vorgenommen werden müssen, um an den einzelnen Kantonsschulen ausgeglichene Klassenbestände bilden zu können.

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