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4. Juli 2002
Stadtrat beantragt 350'000 Franken-Beitrag für Stadion Bergholz
Der Genossenschaft Spiel- und Sportanlagen Bergholz GESPA soll ein zweckgebundener Beitrag von maximal 350'000 Franken für langfristige Investitionen im Fussballstadion Bergholz zur Verfügung gestellt werden. Der Stadtrat hat den entsprechenden Bericht und Antrag zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Das Parlament wird am 5. September 2002 darüber entscheiden.
Damit der in die Nationalliga A (NLA) aufgestiegene FC Wil seine erste Saison in der höchsten Spielklasse bestreiten kann, müssen kurzfristig verschiedene Anpassungen und Sanierungen im Stadion Bergholz vorgenommen werden. Die Baukommission der Stadt Wil hat die Baubewilligungen am 24. Juni 2002 erteilt.
Die Sanierung des Fussballstadions ist dringend; sie bildet einen Bestandteil der Gesamtsanierung der Spiel- und Sportanlagen Bergholz. Mit den vorgezogenen und sich jetzt in Ausführung befindenden baulichen Massnahmen wird die NLA-/NLB-Tauglichkeit des Stadions Bergholz sichergestellt.
Kurz- und langfristige Investitionen
Die Gesamtkosten für die Realisierung der von der Technischen Kommission des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) verlangten Massnahmen betragen rund 1,372 Mio. Franken. Davon entfallen auf kurzfristige Investitionen rund 432'000 Franken und auf langfristige Investitionen rund 940'000 Franken. Der vom Stadtrat beantragte Beitrag der Stadt Wil von 350'000 Franken soll zweckgebunden für langfristige Investitionen im Fussballstadion eingesetzt werden. Im Besonderen wird damit die verlangte Erneuerung der Stadionbeleuchtung mitfinanziert, die gesamthaft rund 650'000 Franken kostet. Die neue Beleuchtungsanlage ist auf die Projektstudie für ein neues Fussballstadion abgestimmt. Bei den Anlagen der GESPA entsteht ein entsprechender Mehrwert.
Finanzierung
Der vom FC Wil zusammen mit dem Beitragsgesuch eingereichte Finanzierungsplan rechnete mit einem Kantonsbeitrag (inkl. Sport-Toto und Lotteriefonds) von total 500'000 Franken. Abklärungen ergaben, dass sich der Kanton voraussichtlich nicht in der vom FC Wil erwarteten Höhe beteiligen wird. Analog der Beitragspraxis des Kantons in anderen Fällen wird der Kanton gesamthaft (inkl. Sport-Toto und Lotteriefonds) maximal den gleich hohen Beitrag wie die Stadt Wil leisten. Aus diesem Grund erachtet der Stadtrat einen Beitrag von 350'000 Franken an die langfristigen Investitionen als angemessen. Die Beitragsausrichtung der Stadt wird an die Erwartung geknüpft, dass der Kanton den gleichen Betrag spricht.
Sofern sich der Kanton an den langfristigen Investitionen ebenfalls mit 350'000 Franken beteiligt, verbleibt für den FC Wil noch ein Anteil von 240'000 Franken. Zusammen mit den 432'000 Franken für die kurzfristigen Investitionen (Provisorien usw.) trägt der Fussballclub mit total 672'000 Franken somit den grössten Teil der Kosten für die baulichen Sofortmassnahmen.
Kostendach
Der städtische Beitrag von 350'000 Franken entspricht einem Kostendach und soll wie ein Banken-Baukredit jeweils nach Vorlage der Rechnungen gestaffelt ausbezahlt werden. Die von den Technischen Betrieben Wil bereits erbrachten und noch zu erbringenden Leistungen (Stromanschlüsse, Rohr- und Kabelanlage, Netzverstärkung) sind im Beitrag der Stadt Wil inbegriffen und werden direkt aus diesem Kredit bezahlt. Die Auszahlung wird an die Bedingung geknüpft, dass die Finanzierung der langfristigen Investitionen gesichert ist.