Stadt Wil

Archiv

4. März 2002

Rechnung 2001: Ertragsüberschuss von 1,7 Mio. Franken

Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2001 genehmigt und zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 1'706'020.80 ab. Gegenüber dem budgetierten Defizit von Fr. 1'909'670.00 beträgt die Besserstellung rund 3,6 Mio. Franken. Der Rechnungsüberschuss soll vorrangig für nachzuholende Abschreibungen verwendet werden.


Nachdem bereits die Jahresrechnungen 1999 und 2000 mit namhaften Ertragsüberschüssen abgeschlossen werden konnten, präsentiert der Stadtrat für das Jahr 2001 erneut ein äusserst positives Rechnungsergebnis.

Abweichungen
Im Wesentlichen ist der positive Rechnungsabschluss 2001 auf folgende Abweichungen zurückzuführen: Mehrertrag bei den Steuern rund 2,961 Mio. Franken; Mehrertrag bei den Verwaltungsgebühren rund 321'000 Franken; Minderaufwand resp. Mehrertrag Zinsen 300'000 Franken; Minderaufwand im Sozialbereich rund 943'000 Franken.

Im Bereich Bildung schliesst die Rechnung 2001 mit einem Mehraufwand von rund 912'000 Franken ab. Dieser Mehraufwand ist einerseits begründet durch erhöhte Lohnaufwendungen von rund 214'000 Franken (Lohnerhöhungen, zusätzliche Lehrstellen Eingliederungsklasse und Regelklasse), andererseits durch nicht voraussehbare Mehraufwendungen im ordentlichen Liegenschaftenunterhalt von rund 255‘000 Franken. Im Weiteren fielen 88'000 Franken für die Durchführung der Syntegration an, zudem überraschend hohe Kosten von 498'000 Franken für Schulgelder (St. Katharina, Berufsschulen), für die Suche von Lehrpersonen, für Heizmaterial, für die Miete zusätzlicher Räumlichkeiten (Kinderhort, St. Katharina) sowie für Ersatzanschaffungen an Turnmaterial (Unfallgefahr). Den genannten Mehraufwendungen stehen zum Teil auch erhöhte Einnahmen gegenüber.

Verwendung Rechnungsüberschuss
Der Stadtrat wird dem Parlament an der Sitzung vom 25. April 2002 beantragen, den Ertragsüberschuss vorrangig für nachzuholende Abschreibungen zu verwenden. Als Stützungsmassnahme wurden in den Jahren 1999 und 2000 die von Parlament und Volk rechtsgültig beschlossenen Abschreibungen um 3,5 Mio. Franken reduziert (1999: 1 Mio. Franken; 2000: 2,5 Mio. Franken).

Aus dem Rechnungsüberschuss 2000 wurden mit rund 1,665 Mio. Franken diejenigen Amortisationen nachgeholt, die anlässlich von Volksabstimmungen beschlossen worden waren. Der danach noch verbleibende Nachholbedarf von Fr. 1'834'400.— reduzierte sich auf Fr. 1'350'078.30, da die Reduktion der Abschreibungen in den Jahren 1999 und 2000 zu einem höheren Buchwert per Anfang 2001 und damit zu höheren ordentlichen Abschreibungen 2001 führte.

Der Rechnungsüberschuss, der nach den zusätzlichen Abschreibungen von Fr. 1'350'078.30 noch verbleibt, beträgt Fr. 355'942.50. Dieser Betrag soll der Reserve für künftige Aufwand-überschüsse zugewiesen werden, die sich damit auf Fr. 4'815'867.49 erhöht.

Bestandesrechnung
Die Nettoschuld, errechnet aus dem Fremdkapital abzüglich dem Finanzvermögen, reduzierte sich um rund 1,12 Mio. Franken auf Fr. 65'067'355.58. Im Finanzvermögen noch enthalten ist mit 5,6 Mio. Franken das Areal für die künftige Mittelschule. Wäre die Landabtretung an den Kanton wie vorgesehen im Jahr 2001 erfolgt, dann würde die Nettoschuld Fr. 70'667'355.58 betragen. Die Liegenschaftsübertragung musste aufs Jahr 2002 verschoben werden, weil die Verhandlungen zwischen dem Kanton und der Stadt betreffend Umgebungsgestaltung (inkl. Anordnung der Parkplätze) noch nicht abgeschlossen werden konnten.

Die Nettoschuld beträgt deshalb jetzt lediglich 190 Prozent der Einfachen Steuer von Fr. 34’186'945.83 (Vorjahr: 212 Prozent bei einer Einfachen Steuer von Fr. 31'206'533.51). Wäre die Landabtretung erfolgt, würde die Nettoschuld rund 207 Prozent der Einfachen Steuer betragen.

Das Verwaltungsvermögen nahm nach Abschreibungen von Fr. 11'047'137.95 um rund 2,9 Mio. Franken ab und beträgt per Ende 2001 noch Fr. 77'525'895.85.

Gegenüber der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung besteht per Ende 2001 ein Guthaben von Fr. 2'161'864.86.

Investitionen und Selbstfinanzierungsgrad
Die Investitionsrechnung 2001 weist bei Ausgaben von Fr. 13'330'732.90 und Einnahmen von Fr. 5'180'061.05 Nettoinvestitionen von Fr. 8'150'671.85 aus. Der Voranschlag rechnete mit Nettoinvestitionen von 14,6 Mio. Franken. Neben Minderausgaben im Bereich Abwasserbeseitigung hat vor allem die Verschiebung der Liegenschaftsübertragung für die Mittelschule an den Kanton auf das Jahr 2002 zur beträchtlichen Abweichung beigetragen. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 108,8 Prozent (Vorjahr: 57,1 Prozent) und liegt damit deutlich über dem 10-jährigen Mittel von 64,6 Prozent.

Stadt Wil

© 2007 by online