Stadt Wil

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19. Juli 2006

Verbesserte Zusammenarbeit dank Geoinformationssystem


Vom Ausbau des Geoinformationsystems (GIS) Wil verspricht sich der Stadtrat eine verbesserte verwaltungsinterne wie -externe Zusammenarbeit. Zu diesem Zweck sind in einem ersten Schritt bestehende Datengrundlagen zu harmonisieren und Schnittstellen ausfindig zu machen. Eine entsprechende Botschaft zuhanden des Parlaments ist auf nächstes Jahr vorgesehen.


1997 wurde unter dem Namen „LIS Wil“ ein Gesamtprojekt für ein neues Land-Informations-System erarbeitet. Beabsichtigt war, das bestehende Leitungs-Informations-System SICAD aus den frühen 90er Jahren abzulösen. Unter Einbezug der involvierten Dienststellen wurde ein Pflichtenheft erarbeitet, das einen schrittweisen Ausbau vorsah, um künftig alle LIS-Bedürfnisse der Stadt Wil abdecken zu können. Der Entscheid fiel auf das Produkt von INTERGRAPH. Tiefbauamt, Bausekretariat, Technische Betriebe (TBW) sowie Feuerwehr und Zivilschutz haben in der Folge die ihren Bedürfnissen entsprechende Hard- und Software beschafft und setzen diese mit punktuellen Erneuerungen und Erweiterungen bis zum heutigen Tage ein.

Flexible Kommunikationsschicht
Bei diesem „LIS Wil“ handelt es sich allerdings um ein System für Spezialisten, dessen Bedienung und Nutzung umfangreiche Fachkenntnisse voraussetzt. Doch hat die Technik im Verlaufe der vergangenen zehn Jahre auch in diesem Bereich grosse Fortschritte erzielt. Mittlerweile ist es dank der Internettechnologie auch Laien möglich, geografische Daten zum Beispiel als Grundlage für Planungsarbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen abzurufen und für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen. Mit dem Projekt „Ablösung, Ausbau und Weiterentwicklung GIS Wil“ sollen nun bestehende Datengrundlagen harmonisiert und in ein Geoinformations-System GIS überführt werden. Im Gegensatz zum „LIS-Wil“, das die Beschaffung eines spezifischen Softwareprodukts für alle Teile der Verwaltungstätigkeit vorsah, soll mit dem GIS eine Plattform geschaffen werden, die verschiedenste Softwareprodukte der Verwaltungsabteilungen zu verknüpfen vermag. Ziel ist eine flexible Kommunikationsschicht für Daten, die auch künftige, heute noch unbekannte Bedürfnisse integrieren kann.

Vielfältiger Nutzen
Der Stadtrat ist vom Nutzen des GIS überzeugt, liefert es doch eine konsistente Datenbearbeitungs-Basis für die ganze Stadtverwaltung. Überdies erlaubt das Geoinformations-system, die verschiedensten Arbeitsbereiche und Software-Produkte innerhalb der Stadt und mit den umliegenden Gemeinden zu verbinden. Schliesslich verspricht es einen einfachen, benutzerfreundlichen Umgang mit Daten beispielsweise im Rahmen der amtlichen Vermessung, der Generellen Entwässerungsplanung, der Verkehrs- oder Raumplanung.

Schnittstellen festlegen
Ausbau und Weiterentwicklung des GIS erfolgen in zwei Phasen. Zunächst werden die Bedürfnisse der Stadt abgeklärt sowie Schnittstellen innerhalb der Verwaltung sowie zu Nachbargemeinden, GIS-Verbund und auch zu laufenden Projekten eruiert. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang insbesondere Stadtentwicklung und Liegenschaftenmanagement. Ausgehend von diesen Abklärungern werden Vorschläge für mögliche Hard- und Softwarepro-dukte sowie für Formen der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden erarbeitet. Diese werden dem Stadtparlament voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2007 vorgelegt. Erst gestützt auf den Entscheid des Parlaments erfolgt der zweite Schritt, welcher in der Umsetzung und dem Aufbau des GIS besteht. Die Projektorganisation obliegt einer Steuerungs- und einer Kerngruppe, die Federführung hat das Departement Bau- Umwelt und Verkehr.


Was ist ein GIS?
Bei einem so genannten Geoinformationssystem (GIS) steht die Verbindung von Informationen durch deren Lokalisation auf dem Globus im Vordergrund. Das GIS ist ein Arbeitsinstrument namentlich für raumbezogene Arbeiten (z.B. Liegenschaften, Werkleitungen, Bevölkerung, Verkehr, usw.) und dient unter anderem zur Erarbeitung von Grundlagenplänen (z.B. Bereich öffentlicher Verkehr, Genereller Entwässerungsplan, Strassen, Werke, usw.). Am stärksten involviert in den GIS-Ausbau in Wil sind naturgemäss die Departemente Bau, Umwelt und Verkehr sowie Versorgung und Sicherheit.



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