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22. Januar 2003
Je 5'000 Franken für die Gemeinden Cumbel/Morissen und Jaun
Unter dem Titel "Humanitäre Hilfen – Beiträge an bedrängte Berggemeinden" hat das Parlament mit dem Budget 2002 einen Kredit von 10'000 Franken bewilligt. Auf Beschluss des Stadtrates wird dieser zweckgebundene Beitrag je hälftig an die beiden Bündner Gemeinden Cumbel und Morissen sowie an die Freiburger Gemeinde Jaun ausgerichtet. Die Projekte dieser beiden Gemeinden werden von der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden zur Unterstützung empfohlen.
Sanierung Schulanlage Cuschnaus
Die beiden Gemeinden Cumbel (275 EinwohnerInnen; 1'138 m ü.M.) und Morissen (255 EinwohnerInnen; 1'346 m ü.M.) liegen im Lugnez, dem grössten Seitental des Bündner Oberlandes. Die beiden Gemeinden gehören zu den finanzschwachen im Kanton Graubünden und sind im kantonalen Finanzausgleich. Cumbel und Morissen arbeiten in verschiedenen Bereichen eng miteinander zusammen. Unter anderem führen sie gemeinsam in Cuschnaus die Primarschule und den Kindergarten.
Das 1986 erstellte Schulhaus liegt auf Gemeindegebiet von Cumbel, an der Strasse nach Morissen. Nach nur rund 16 Jahren Betriebszeit sind bereits grössere Unterhaltsarbeiten erforderlich, die jetzt ausgeführt werden müssen, um noch grössere Schäden zu verhindern. Die Sanierung umfasst folgende Arbeiten: Erneuerung des Teerbelags auf dem Schulhausplatz, Ersatz der Fenster, Reparatur der Storen, neuer Heizkessel für die bestehende Holzschnitzelheizung mit neuer Steuerung, EDV-Anschluss, Renovation der Abwartsküche.
Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 108'000 Franken (exkl. Heizung: definitiver Entscheid darüber steht noch aus). Da für Renovationsarbeiten keine Subventionen erhältlich sind, müssen sich die beiden Gemeinden die Kosten je hälftig teilen. Der Stadtrat unterstützt die Sanierung der Schulanlage Cuschnaus mit einem Betrag von 5'000 Franken.
Steinschlagsicherung
Die Gemeinde Jaun (1'020 m ü.M.) zählt 714 EinwohnerInnen, ist die einzige deutschsprachige Gemeinde im Bezirk Greyerz und das höchstgelegene Dorf des Kantons Freiburg. Jaun ist eine ausgesprochene Berggemeinde, in der die Landwirtschaft noch eine bedeutende Rolle spielt. Zur Erschliessung der Berggüter, Wälder und Alpen sowie zum Schutz der Wohnsiedlung und Verkehrswege vor Lawinen hat die Gemeinde aussergewöhnliche Aufgaben zu lösen. Dazu kommen notwendige Bachverbauungen sowie die Pflege der Schutzwälder.
Die Ortsdurchfahrt Jaun bereitet schon seit Jahren Sorgen; sie ist eng, kurvenreich und gefährlilch, weil es über lange Strecken kein Trottoir hat. Zudem ist sie häufig durch Schneerutsche behindert und durch Steinschlag gefährdet. Eine Tunnelvariante kommt aus Kostengründen nicht in Frage. Das vorliegende Projekt beinhaltet nun den Schutz gegen Steinschlag. Erste Sofortmassnahmen wurden im Jahr 2000 für 1,43 Mio. Franken ausgeführt. Aber noch immer fallen Steine bis 0,1 m3 Grösse auf die Strasse. Die Sicherungsmassnahmen müssen um rund 500 m verlängert werden. Der brüchige Fels wird durch Felsanker gesichert und an kritischen Partien werden Auffangnetze, kombiniert mit Dreisteinböcken, aufgestellt.
Die Kosten für diese 3. Etappe der Steinschlagsicherung betragen 1,035 Mio. Franken. Nach Abzug der Bundes- und Kantonssubventionen verbleibt ein Restbetrag von rund 93'000 Franken. Die Gemeinde ist finanziell nicht in der Lage, dafür aufzukommen. Auf Beschluss des Stadtrates unterstützt die Stadt Wil das Projekt in Jaun mit 5'000 Franken.