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4. März 2003
Rechnung 2002: Ertragsüberschuss von rund 5 Mio. Franken
Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2002 genehmigt und zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 5'066'275.37 ab. Gegenüber dem budgetierten Defizit von 964'310 Franken beträgt die Besserstellung rund 6 Mio. Franken. Der Stadtrat beantragt, den Ertragsüberschuss der Reserve für künftige Aufwandüberschüsse zuzuweisen.
Nachdem bereits die Jahresrechnungen 1999, 2000 und 2001 mit namhaften Rechnungsüberschüssen abgeschlossen werden konnten, präsentiert der Stadtrat für das Jahr 2002 erneut ein äusserst erfreuliches Ergebnis.
Abweichungen
Im Wesentlichen ist das positive Rechnungsresultat 2002 auf folgende Abweichungen zurückzuführen: Mehrertrag bei den Steuern von rund 3,414 Mio. Franken; Mehrertrag bei den Verwaltungsgebühren rund 225'000 Franken; Minderaufwand Zinsen 299'000 Franken; Minderaufwand/Mehrertrag im Sozialbereich rund 864'000 Franken; Buchgewinne Liegenschaften Finanzvermögen (Verkauf Liegenschaft Hofbergstrasse 27) 1,251 Mio. Franken.
Die Gegenüberstellung des Voranschlages 2002 mit der Rechnung 2002 ergibt beim vergleichbaren Aufwand von total rund 88 Mio. Franken eine Abweichung von lediglich 0,59 Prozent oder rund 522'000 Franken. Beim Personalaufwand, der insgesamt mit rund 40 Mio. Franken zu Buche steht, fällt das Rechnungsergebnis noch günstiger aus: Der budgetierte Betrag wurde um rund 418'000 Franken oder um 1,03 Prozent unterschritten. Gegenüber dem budgetierten Sachaufwand von rund 13 Mio. Franken schliesst die Rechnung mit einem um knapp 550'000 Franken höheren Betrag, was einer Abweichung von 4,2 Prozent entspricht.
Beim vergleichbaren Ertrag übertraf das Rechnungsergebnis 2002 mit rund 93,4 Mio. Franken den budgetierten Betrag um rund 6,6 Mio. Franken oder 7,65 Prozent.
Bruttoüberschuss
Dank der Besserstellung der laufenden Rechnung von rund 6 Mio. Franken und einem Mehrertrag im Bereich der Spezialfinanzierung Abwasser von rund 1 Mio. Franken erreichte der Bruttoüberschuss einen Betrag von Fr. 15'292'951.03. Budgetiert war ein Bruttoüberschuss von Fr. 8'338'790.00.
Verwendung Rechnungsüberschuss
Da im Gegensatz zu den Vorjahren kein Nachholbedarf an Anschreibungen mehr besteht, wird der Stadtrat dem Parlament an der Sitzung vom 24. April 2003 beantragen, den Ertragsüberschuss von rund 5 Mio. Franken der Reserve für künftige Aufwandüberschüsse zuzuweisen. Die Reserve erhöht sich damit auf Fr. 9'882'142.86.
Nettoschuld reduziert
Die Nettoschuld, errechnet aus dem Fremdkapital abzüglich dem Finanzvermögen, konnte erneut reduziert werden, und zwar um 3,8 Mio. Franken auf Fr. 61'266'382.95. Die Nettoschuld beträgt jetzt 172 Prozent der Einfachen Steuer von Fr. 35'668'401.82 (2001: 190 Prozent bei einer Einfachen Steuer von rund 34,2 Mio. Franken; 2000: 212 Prozent bei einer Einfachen Steuer von rund 31,2 Mio. Franken).
Die Entwicklung der Nettoschuld beurteilt der Stadtrat als erfreulich. Sie entspricht auch den finanzpolitischen Vorstellungen der städtischen Legislative, die anlässlich der Budgetberatung im Dezember 2002 an die Adresse des Stadtrates ihre Erwartung ausdrückte, bis Ende der Planungsperiode mit geeigneten Massnahmen die maximal zulässige Nettoschuld von heute 200 Prozent der Einfachen Steuer sukzessive auf 180 Prozent zu reduzieren. Dem Parlament soll bis spätestens auf die nächste Legislaturperiode (2005–2008) eine neue finanzpolitische Zielsetzung präsentiert werden.
Das Verwaltungsvermögen nahm nach Abschreibungen von Fr. 12'770'559.05 um rund 1,3 Mio. Franken ab; per Ende 2002 betrug dieses Fr. 76'247'315.20. Gegenüber der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung besteht per Ende 2002 ein Guthaben von Fr. 4'227'376.31 (Vorjahr: Fr. 2'161'864.86).
Investitionen und Selbstfinanzierungsgrad
Die Investitionsrechnung 2002 weist bei Ausgaben von Fr. 17'566'319.00 und Einnahmen von
Fr. 6'074'340.60 Nettoinvestitionen von Fr. 11'491'978.40 aus. Darin eingeschlossen ist die Übertragung der Liegenschaft für die Mittelschule Wil im Betrag von rund 6,3 Mio. Franken. Der Voranschlag 2002 rechnete mit Nettoinvestitionen von 9,3 Mio. Franken. In der Finanzplanung 2002–2006 wurden für 2002 Nettoinvestitionen von rund 11,3 Mio. Franken prognostiziert.
Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 133,1 Prozent (Vorjahr: 108,8 Prozent; 2000: 57,1 Prozent) und liegt damit deutlich über dem 10-jährigen Mittel von 76,9 Prozent.
Beilagen zum Jahresabschluss 2002