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17. Januar 2007
Wil mit hoher Standortgunst
Hinsichtlich Standortgunst bei Firmengründungen heben sich die Wahlkreise Wil und St. Gallen deutlich von den anderen Regionen im Kanton ab. Dies geht aus einer Un-tersuchung des kantonalen Volkswirtschaftsdepartementes hervor.
"Neugründungen und Schliessungen von Unternehmen – Der Kanton St. Gallen im inter- und intrakantonalen Vergleich, 1999-2004" ist eine Untersuchung überschrieben, welche die kantonale Fachstelle für Statistik unlängst publiziert hat. Die Studie stellt im analysierten Zeitraum hinsichtlich Firmengründungen u.a. auch Vergleiche zwischen den verschiedenen kantonalen Wahlkreisen an. Zwar fällt das Gesamtbild aufgrund der niedrigen räumlichen Ebene eher "sprunghaft" aus, gleichwohl machen die Autoren einige aufschlussreiche Trends aus. So folg-te wie in den meisten anderen Wahlkreisen auch in Wil auf ein Hoch im Jahr 2000 ein Rück-gang der Gründungsquote, bevor die Tendenz ab 2002 wieder steigend war.
Unter fünf Vollzeitstellen
Bezogen auf die Standortgunst schwingen im Vergleich mit den anderen Regionen namentlich die Wahlkreise Wil und St. Gallen obenaus. Die branchenspezifischen Gründungsquoten liegen dort zumeist über den kantonalen Referenzwerten. Was die Grösse der gegründeten Unter-nehmen anbelangt, entfällt die überwiegende Anzahl an Neugründungen der Jahre 1999-2004 auf die Beschäftigungsgrössen-Klassen unter fünf Vollzeitstellen. Gründungen mit zehn und mehr Vollzeitstellen bleiben abgesehen vom Wahlkreis St. Gallen allerdings die Ausnahme.
Verlagerung zum 3. Sektor
Auch im Rahmen des angelaufenen Projekts Stadtentwicklung wird die Arbeitsplatzentwicklung im Raum Wil als entscheidende Grösse herangezogen. Bis zum Jahr 2030 ist gemäss Agglome-rationsprogramm ein jährliches Wachstum bei den Beschäftigten von 0,7 Prozent absehbar. Hinsichtlich Wirtschaftssektoren wird für die Stadt Wil von einer weiteren Verlagerung zum 3. Sektor (Dienstleistungen, Handel, öffentliche Verwaltung) ausgegangen, wie dies bereits eine Erhebung über den Bestand an Arbeitsstätten für die Jahre 1985-2001 ausweist. Im erwähnten Zeitraum stiegen die entsprechenden Werte von 81 auf 84 Prozent. Folglich wird bis zum Jahr 2030 realistischerweise mit einem Zuwachs zwischen 900 und 1'200 Arbeitsplätzen gerechnet, von denen der überwiegende Teil auf den Dienstleistungsbereich entfallen dürfte.
Gesamte Studie "Neugründungen und Schliessungen von Unternehmen – Der Kanton St. Gallen im inter- und intrakantonalen Vergleich, 1999-2004" unter www.statistik.sg.ch/publikationen/statakt.html