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7. März 2007
Rechnung 2006: Überschuss von 5,4 Mio. Franken
Die laufende Rechnung der Stadt Wil schliesst mit einem Überschuss von rund 5,4 Mio. Franken ab. Darin berücksichtigt ist eine Wertberichtigung der Liegenschaften des Fi-nanzvermögens von 2,6 Mio. Franken. Budgetiert war ein Defizit von 155'150 Franken. Der Stadtrat beantragt dem Parlament, rund 5,2 Mio. Franken für zusätzliche Ab-schreibungen aufzuwenden und den Restbetrag ins Eigenkapital einzulegen.
Die markante Abweichung gegenüber dem Voranschlag von rund 8,15 Mio. Franken ist im Wesentlichen auf den Mehrertrag bei den Steuern (4'795'000 Franken) zurückzuführen. Hinzu kommen Buchgewinne von Wertschriften (1'730'000 Franken), Minderaufwände bei den or-dentlichen Abschreibungen (375'000 Franken) und Zinsen (200'000 Franken), Mehrabgaben der Technischen Betriebe (205'000 Franken) sowie diverse Positionen des allgemeinen Haus-halts (845'000 Franken).
Verwendung des Rechnungsüberschusses
Der Stadtrat beantragt dem Parlament, vom Ertragsüberschuss rund 5,2 Mio. Franken für zu-sätzliche Abschreibungen von verschiedenen Restwerten zu verwenden. Die restlichen rund 230'000 Franken sollen ins Eigenkapital eingelegt werden. Mit der vorgeschlagenen Verwen-dung des Überschusses ist gewährleistet, dass auch in den Jahren 2008 bis 2011, in denen gemäss Finanzplan namhafte Investitionen anstehen, eine Entlastung der Rechnung von über 300'000 Franken pro Jahr erzielt werden kann.
Die Investitionsrechnung 2006 weist bei Ausgaben von 7,06 Mio. Franken und Einnahmen von 2,45 Mio. Franken Nettoinvestitionen von rund 4,6 Mio. Franken aus. Der Voranschlag 2006 hatte mit Nettoinvestitionen von 6,75 Mio. Franken gerechnet.
Investitionen aus eigenen Kräften getätigt
Die Investitionen konnten erneut vollständig aus eigenen Mitteln bestritten werden. Der Brut-toüberschuss beträgt dank dem guten Rechnungsergebnis rund 14,57 Mio. Franken (Abschreibungen 10,78 Mio. + Einlagen in Vor- und Spezialfinanzierungen 3,56 Mio. + Einlage in Eigen-kapital 0,23 Mio.). Budgetiert war ein solcher von 8,71 Mio. Franken. Der Selbstfinanzierungs-grad beträgt damit 316,5 Prozent (Vorjahr 252,4 Prozent).
Als "Punktlandung" schliesslich wertet der Stadtrat die Entwicklung bei den Ausgaben. Der vergleichbare Aufwand inklusive ordentlicher Abschreibungen (ohne Wertberichtigung der Liegenschaften des Finanzvermögens) liegt lediglich 165'580 Franken oder 0,18 Prozent über dem Voranschlag.
Geringere Verschuldung
Das sehr gute Rechnungsergebnis führt zu einer weiteren Reduktion der Verschuldung von 42,97 Mio. Franken auf 33,66 Mio. Franken. Konkret verringerte sich die Verschuldung um rund 9,3 Mio. Franken. Die Verschuldung pro Kopf der Bevölkerung betrug Ende 2006 1'957 Franken (Vorjahr 2'535 Franken).
Die vom Stadtrat definierten Ziele zu den fünf Finanzkennzahlen Verschuldung in Steuerpro-zenten, Selbstfinanzierungsgrad, Selbstfinanzierungsanteil, Zinsbelastungsanteil und Kapital-dienstanteil wurden mit Ausnahme des Selbstfinanzierungsanteils allesamt erreicht.
Die Finanzlage der Stadt Wil hat sich seit 2000 massgeblich verbessert. Nebst zwei Steuerfuss-reduktionen von je 2% in den Jahren 2003 und 2006 konnte gleichzeitig die Verschuldung von 66,2 Mio. Franken auf 33,6 Mio. Franken verringert werden. Ebenso verdoppelte sich das Ei-genkapital und wuchs von 4,5 Mio. Franken im Jahr 2000 auf 10,2 Mio. Franken per Ende 2006 an. Die Stadt Wil verfügt damit auch über den notwendigen finanziellen Handlungsspiel-raum für die kommenden Jahre - angesichts des hohen Investitionsbedarfs in den Jahren 2007 bis 2011 von netto 82,8 Mio. Franken eine nach Auffassung des Stadtrats gleichermassen erfreuliche wie notwendige Entwicklung.
Überschuss bei den TBW
Als sehr erfolgreich bezeichnet werden darf auch das Geschäftsjahr 2006 bei den Technischen Betrieben Wil (TBW). Ausgewiesen wird für die gegenüber der Stadt abgabepflichtigen Versor-gungsbetriebe Elektrizitätsversorgung (EV), Gasversorgung (GV) und Kommunikationsnetz (KN) ein Ertragsüberschuss von insgesamt rund 7,4 Mio. Franken (EV 2,5 Mio., GV 2,4 Mio., KN 2,5 Mio.). Für die Wasserversorgung (WV) ist keine Abgabe zu entrichten, der Ertragsüberschuss beläuft sich dort auf rund 499'000 Franken. - Die Abgaben an die Stadt berechnen sich nach einem vom Parlament verabschiedeten Modell. Der Substanzwert wird jeweils mit 5 Prozent verzinst, vom Reingewinn sind 15 Prozent abzuliefern. Daraus ergibt sich eine Abgabe an die Stadt von insgesamt 2,61 Mio. Franken (EV 937'000, GV 870'000, KN 805’000).
Der nach der Abgabe an die Stadt und den budgetierten Abschreibungen und Reservezuwei-sungen verbleibende Betrag soll für zusätzliche Direktabschreibungen eingesetzt werden. Die TBW sind damit in der Lage, die getätigten Investitionen vollständig aus eigenen Mittel zu decken.
Das Stadtparlament berät die Rechnungsergebnisse von Stadt Wil und Technischen Betrieben Wil an seiner Sitzung vom 26. April 2007.