Stadt Wil

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11. Juli 2007

Bauarbeiten beim Mattschulhaus können beginnen


Die Baubewilligung für die Sanierung und Erweiterung des Mattschulhauses liegt vor. Baubeginn ist am 16. Juli 2007, bezugsbereit ist das neue Schulhaus mit Beginn des Schuljahres 2008/09. Heute Mittwoch wurde über den Verlauf des Bauvorhabens und die zeitlich befristete Schulverlegung informiert.


Sämtliche Einsprachen konnten laut Stadtrat Beda Sartory, Vorsteher des Departements Bau, Umwelt und Verkehr, einvernehmlich bereinigt werden. Dem Baubeginn stehe nichts mehr im Wege. Die Bauarbeiten fangen damit planmässig am kommenden Montag, 16. Juli 2007, an. Erste Vorbereitungsarbeiten laufen bereits seit Montag, 9. Juli 2007 (Demontagen, Teilabbruch, Baugrubenaushub). Die Erdsondenbohrungen mit Blick auf die Umstellung des Heizsystems auf Erdwärme sind im September 2007 vorgesehen.

Ein Jahr Bauzeit
Bis Ende Juni 2007 wurden Arbeiten im Gesamtwert von knapp 4,5 Mio. Franken vergeben, wovon rund 95 Prozent an Anbieter aus Wil und Umgebung gingen. Verschiedene Arbeiten wie Sanitäranlagen, Aufzüge und Wärmeerzeugung sind demnächst zu vergeben. Die Fertigstellung der Schulanlage ist innert Jahresfrist vorgesehen. Bis zum Schuljahresbeginn am 11. August 2008 verbleibt somit ein Monat, um das neue Mattschulhaus fertig einzurichten.

Schulklassenverlegung während der Bauzeit
Während der Bauzeit muss der gesamte Schulbetrieb ausquartiert werden. Die in Zusammen-arbeit zwischen Schulrat und einer Vertretung der Eltern des Mattschulhauses entwickelte Lö-sung sieht die folgende Schulklassenverlegung vor: Im Zeughaus 1 an der Thuraustrasse 30 werden fünf Unterstufenklassen sowie eine Mittelstufenklasse untergebracht. Hier befinden sich auch der Werkraum sowie das Büro der Schulleitung. Im benachbarten Wohnhaus an der Thuraustrasse 30a wird ein Handarbeits- und ein Musikschulzimmer eingerichtet. Ebenfalls in diesem Gebäude befinden sich das Büro der Schulsozialarbeiterin sowie die Räumlichkeiten für das Tagesstruktur-Angebot. Der Sportunterricht findet in der Turnanlage Klosterweg statt. Alle Kinder, die im Zeughaus die Schule besuchen, werden mit dem Schulbus transportiert. Der Abfahrts- und Ankunftstreffpunkt befindet sich direkt neben dem Spielplatz der Sportanlagen Bergholz. Der Bus fährt jeweils eine Viertelstunde vor Schulbeginn ab und bringt die Kinder nach Schulschluss wieder ins Bergholz zurück.

An der Pestalozzistrasse 17 in den ehemaligen Schulzimmern des Ortega Berufsbildungszent-rums Wil werden vier Mittelstufenklassen unterrichtet. Für den Turnunterricht steht die Sport-halle der Kantonsschule Wil zur Verfügung. Die Kinder werden den Schulweg in der Regel zu Fuss zurücklegen. Die Eltern können ihren Kindern die Benützung des Fahrrades bewilligen. Der Handarbeits- und Werkunterricht findet auch für diese Schülerinnen und Schüler im Zeughaus statt. Am entsprechenden Halbtag werden sie wie die Unterstufenkinder aus Gründen der Ver-kehrssicherheit den Schulbus benützen.

Schliesslich werden zwei Kleinklassen im Pavillon Sonnenhof unterrichtet. Die Kleinklassenkin-der fahren wie bisher mit den kleinen roten "Andreoli"-Bussen oder sie kommen zu Fuss in die Schule. Für alle Bedürfnisse der Kinder der Primarschule Matt stehe für die Zeit der Schulverlegung somit ein passendes Raumangebot zur Verfügung, wie Stadträtin Marlis Angehrn, Vor-steherin des Departements Bildung und Sport, erklärte.

Vor 42 Jahren eröffnet
Das Mattschulhaus wurde im Frühling 1965 eröffnet. Ausser dem normalen Gebäudeunterhalt und der Sanierung von zwei Flachdächern in den Jahren 1995 und 1996 wurden keine Sanie-rungsmassnahmen getroffen. Bauliche, energetische aber auch schulbetriebliche Anpassungen sind dringend notwendig, was weder vom Parlament noch von der Stimmbürgerschaft in Frage gestellt wurde. So hiessen die Wiler Stimmberechtigten den Baukredit von 15,28 Mio. Franken zuzüglich 0,498 Mio. Franken für die zeitlich begrenzte Schulverlegung am 26. November 2006 mit 2'857 Ja- (61,2%) gegenüber 1'807 Nein-Stimmen deutlich gut. Das Stadtparlament hatte die Vorlage am 6. Juli 2006 im Verhältnis von 25:10 Stimmen genehmigt.

Nord- und Südtrakt bleiben erhalten
Das Projekt unter dem Titel "Flurbereinigung" der Weber + Hofer AG, Architekten ETH/SIA, Zürich, sieht die Sanierung und somit den Erhalt des Nord- und Südtrakts sowie eine Gebäude-erweiterung nach Westen für Turnhalle, Mehrzweckraum und Bibliothek vor. Die heutige Turnhalle und der Hauswarttrakt werden abgebrochen. Die bisherigen Klassenzimmer bleiben bestehen, werden bezüglich Funktionalität jedoch optimiert und teils neuen Nutzungen zuge-führt. Sowohl im Nord- als auch im Südtrakt wird je ein behindertengerechter Aufzug eingebaut. Die Pausenhalle wird nach Westen hin erweitert und zum Zentrum der gesamten Schul-anlage.

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