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9. März 2004
Rechnung 2003: Ertragsüberschuss von 6,6 Mio. Franken
Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2003 genehmigt und zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 6'622'668.07 ab. Gegenüber dem budgetierten Defizit von 110'050 Franken beträgt die Besserstellung rund 6,7 Mio. Franken. Der Stadtrat beantragt, 4 Mio. Franken des Ertragsüberschusses für Vorfinanzierungen zu verwenden und den Rest der Reserve für künftige Aufwandüberschüsse zuzuweisen.
Nachdem bereits die letzten drei Jahresrechnungen mit namhaften Rechnungsüberschüssen abgeschlossen werden konnten, präsentiert der Stadtrat auch für das Jahr 2003 erneut ein äusserst erfreuliches Ergebnis. Die Entwicklung der städtischen Finanzen entspricht damit dem in den Legislaturzielen vorgegebenen Weg.
Abweichungen
Im Wesentlichen ist das positive Rechnungsresultat 2003 auf folgende Abweichungen zurückzuführen: Mehrertrag bei den Steuern von knapp 2,8 Mio. Franken; Mehrertrag bei den Bezugsprovisionen Steuern von rund 208'000 Franken; Minderaufwand Zinsen 190'000 Franken; Minderaufwand/Mehrertrag im Sozialbereich rund 946'000 Franken; Minderaufwand bei den Abschreibungen von 486'000 Franken; Mehrertrag bei den Abgaben der Technische Betriebe von 380'000 Franken; Buchgewinn aus dem Verkauf des Gebäudes "Turm" an den Sicherheitsverbund Region Wil von netto 1,582 Mio. Franken.
Als erfreulich wertet der Stadtrat die Stabilität der Ausgaben. Die Gegenüberstellung des Voranschlages 2003 mit der Rechnung 2003 ergibt beim vergleichbaren Aufwand von total knapp 88 Mio. Franken eine Abweichung von lediglich 0,02 Prozent oder rund 16'000 Franken. Der vergleichbare Aufwand blieb damit bereits zum zweiten Mal hintereinander praktisch unverändert (Rechnung 2002: + 0,59 Prozent).
Beim vergleichbaren Ertrag übertraf das Rechnungsergebnis 2003 mit rund 93,1 Mio. Franken den budgetierten Betrag um rund 5,3 Mio. oder 6,05 Prozent. (Rechnung 2002: + 6,6 Mio. Franken oder 7,65 Prozent).
Bruttoüberschuss
Dank der Besserstellung der laufenden Rechnung von rund 6,7 Mio. Franken, dem Buchgewinn aus dem Verkauf des Gebäudes "Turm" und Mehrerträgen im Bereich der Spezialfinanzierung Abwasser erreichte der Bruttoüberschuss einen Betrag von Fr. 21'385'198.27. Budgetiert war ein Bruttoüberschuss von Fr. 9'144'850.—.
Verwendung Rechnungsüberschuss
Der Stadtrat beantragt dem Parlament an der Sitzung vom 29. April 2004, vom Ertragsüberschuss von rund 6,6 Mio. Franken je 2 Millionen als Vorfinanzierung für die Totalsanierung des Schwimmbades Bergholz und die Sanierung/Neubau des Mattschulhauses zu verwenden. Beide Investitionen sind innert kurzer Zeit absehbar und ausgewiesen.
Der verbleibende Rest von Fr. 2'622'668.07 soll der Reserve für künftige Aufwandüberschüsse zugewiesen werden. Die Reserve erhöht sich damit auf Fr. 9'971'673.23. Der Stadtrat beurteilt ein Eigenkapital in der Grössenordnung von 10 Mio. Franken als angemessen.
Investitionen und Selbstfinanzierungsgrad
Die Investitionsrechnung 2003 weist bei Ausgaben von Fr. 16'064'442.79 und Einnahmen von
Fr. 3'411'767.60 Nettoinvestitionen von Fr. 12'652'675.19 aus. Darin eingeschlossen ist die nicht budgetierte Sacheinlage in den Sicherheitsverbund Region Wil von rund 3,8 Mio. Franken. Der Voranschlag 2003 rechnete mit Nettoinvestitionen von 9,3 Mio. Franken.
Die Nettoinvestitionen konnten wiederum vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Bei einem Bruttoüberschuss von 21,4 Mio. Franken resultierte ein Selbstfinanzierungsgrad von 169 Prozent (2002: 132,9 Prozent).
Entschuldung um 8,7 Mio. Franken
Dank des sehr guten Rechnungsabschlusses konnte sich die Stadt Wil im Jahr 2003 um rund 8,7 Mio. Franken entschulden. Die Verschuldung reduzierte sich auf Fr. 52'983'748.32 und beträgt jetzt 137 Prozent der Einfachen Steuer von Fr. 38'705'265.82 (2002: 164 Prozent bei einer Einfachen Steuer von 37,7 Mio. Franken). Sie liegt damit deutlich unter der neuen finanzpolitischen Zielsetzung von 160 Prozent der Einfachen Steuer. Der Höchststand der Verschuldung lag bei rund 66,2 Mio. Franken oder 204 Prozent im Jahr 2000.
Der Abbau der Verschuldung entspricht nicht nur den stadträtlichen Legislaturzielen, sondern auch den finanzpolitischen Vorstellungen des Parlamentes. Mit der seit 2001 kontinuierlichen Reduktion der Verschuldung gewinnt die Stadt einen grösseren finanzpolitischen Spielraum zurück. Dies ist umso wichtiger, als in den kommenden Jahren grosse Investitionen und neue Bedürfnisse in den verschiedensten Bereichen anstehen.
Erfolgreiche Technische Betriebe
Das Geschäftsjahr der Technischen Betriebe Wil kann als sehr erfolgreich gewertet werden. Die Technischen Betriebe weisen für die gegenüber der Stadt abgabepflichtigen Versorgungsbetriebe Elektrizität, Gas und Gemeinschaftsantenne einen betriebswirtschaftlichen Reingewinn von total rund 6,25 Mio. Franken aus (EV: 2,5 Mio.; GV: 2,26 Mio.; GA: 1,5 Mio.).
Die Abgaben an die Stadt sind erstmals für das Jahr 2003 auf der Basis des vom Parlament genehmigten neuen Abgabenmodells berechnet werden. Der Substanzwert wird mit 5 Prozent verzinst und vom Reingewinn werden 15 Prozent abgeliefert. Daraus ergibt sich eine Abgabe von total 1,75 Mio. Franken (EV 696'000 Franken; GV: 626'000 Franken; GA: 428'000 Franken). Diese liegt 380'000 Franken über dem Budget. Für die Wasserversorgung ist keine Abgabe zu entrichten; der Reingewinn beträgt rund 380'000 Franken.
Dank diesem guten Rechnungsergebnis sind die Technischen Betriebe in der Lage, total 1,6 Mio. Franken den Reserven zuzuweisen und zusätzliche Abschreibungen von total rund 2,9 Mio. Franken zu tätigen.
Jahresergebnisse 2003 - Kennzahlen
Abweichungen Rechnung - Voranschlag 2003
Finanzentwicklung - Entwicklung Rechnungsabschlüsse