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4. März 2005
Rechnung 2004: Ertragsüberschuss von 5,6 Mio. Franken
Auch im vierten Jahr der Amtsdauer 2001 bis 2004 schliesst die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss ab. In der Rechnung 2004 resultiert ein Rechnungsüberschuss von Fr. 5'577'759.32, budgetiert waren Fr. 250'990.--. Der Stadtrat beantragt, rund 3,5 Mio. für zusätzliche Abschreibungen zu verwenden und rund 2 Mio. Franken dem Eigenkapital zuzuweisen. Das sehr gute Rechnungsergebnis führt zu einer weiteren Reduktion der Verschuldung und erhöht den finanzpolitischen Handlungsspielraum für die kommenden Jahre.
Die äusserst positive Entwicklung der städtischen Finanzen hält weiter an: Nachdem bereits die letzten drei Jahresrechnungen mit namhaften Rechnungsüberschüssen abgeschlossen werden konnten, präsentiert der Stadtrat auch für das Jahr 2004 erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis. Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2004 genehmigt und zu Handen des Stadtparlamentes verabschiedet.
Mehrerträge
Das positive Rechnungsresultat 2004 ist im Wesentlichen auf folgende Mehrerträge zurückzuführen: Mehrertrag bei den Bezugsprovisionen Steuern 200'000 Franken; Mehrertrag/Minderaufwand Soziale Wohlfahrt netto 342'000 Franken; Mehrertrag Steuern 2’440'000 Franken; Buchgewinne Liegenschaften Finanzvermögen 1'131'000 Franken; Mehrertrag Abgaben Technische Betriebe 521'000 Franken.
Beim vergleichbaren Ertrag übertraf das Rechnungsergebnis 2004 mit rund 95,8 Mio. Franken den budgetierten Betrag um rund 5 Mio. Franken oder 5,61 Prozent (Rechnung 2003: +5,3 Mio. Franken oder 6,05 Prozent.
Minderaufwand
Als erfreulich wertet der Stadtrat die Ausgabenentwicklung. Die Gegenüberstellung des Voranschlages 2004 mit der Rechnung 2004 ergibt beim vergleichbaren Aufwand von total rund 87 Mio. Franken eine Reduktion von rund einer Million Franken oder 1,17 Prozent. Nachdem der vergleichbare Aufwand in den Jahren 2002 und 2003 praktisch unverändert blieb, konnte im Jahr 2004 sogar eine Reduktion erzielt werden.
Bei den ordentlichen Abschreibungen resultierte ein Minderaufwand von 817'000 Franken. Dieser Minderaufwand bei den Abschreibungen ist grösstenteils eine direkte Folge der positiven Rechnungsergebnisse in den letzten Jahren. In den Jahren 2001 bis 2003 wurden Zusatzabschreibungen von total 9,9 Mio. Franken vorgenommen, was zu einer namhaften finanziellen Entlastung führte.
Verwendung Rechnungsüberschuss
Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament an der Sitzung vom 28. April 2005, vom Ertragsüberschuss rund 3,5 Mio. Franken für zusätzliche Abschreibungen zu verwenden und rund 2 Mio. Franken dem Eigenkapital zuzuweisen. Das Eigenkapital erreicht damit den Betrag von Fr. 10'003'038.70. Der Stadtrat beantragt Fr. 3'546'393.85 als zusätzliche Abschreibungen (Landerwerbe Fr. 1'000'000.—, Gemeindestrassen Fr. 400'000. —; Spital Fr.196'494.45; Sonnenhofschulhaus, Gesamtsanierung, Fr.1'149'899.40; Stiftung Hof zu Wil, Stiftungskapital, Fr.800'000. —). Der Restbetrag von Fr.2'031'365.47 soll dem Eigenkapital zugewiesen werden.
Das Parlament hat sich im Rahmen der Genehmigung der Rechnung 2003 gegen Vorfinanzierungen und für zusätzliche Abschreibungen ausgesprochen. Der Stadtrat erachtet ein Eigenkapital in der Grössenordnung von 10 Mio. Franken auch im Vergleich mit anderen sankt-gallischen Gemeinden als angemessen. Mit der beantragten Verwendung des Rechnungsüberschusses wird den Anliegen von GPK und Stadtrat entsprochen. Zudem bringt sie eine namhafte Entlastung für die nächsten Jahre von jährlich rund 600'000 Franken.
Selbstfinanzierungsgrad
Die Investitionsrechnung 2004 weist bei Ausgaben von Fr. 12'857'900.20 und Einnahmen von Fr. 4'125'101.45 Nettoinvestitionen von Fr. 8'732'798.75 aus. Der Voranschlag 2004 rechnete mit Nettoinvestitionen von 10,15 Mio. Franken.
Die Nettoinvestitionen konnten wiederum vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Bruttoüberschuss erreichte Fr. 15'099'254.16. Budgetiert war ein solcher von Fr. 9'648'240.--. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt damit 172,9 % (Vorjahr 169,0 Prozent) und liegt damit deutlich über dem 10-jährigen Mittel von 100,2 Prozent.
Finanzkennzahlen
Zur Beurteilung der Finanzlage und -entwicklung hat der Stadtrat 2003 zu jeder der fünf Kennzahlen Verschuldung in Steuerprozenten, Selbstfinanzierungsgrad, Selbstfinanzierungsanteil, Zinsbelastungsanteil und Kapitaldienstanteil ein konkretes Ziel festgelegt. Bezogen auf das Rechnungsjahr 2004 wurden die finanzpolitischen Ziele zu allen Kennzahlen erreicht.
Finanzkennzahlen in Prozent
Verschuldung in Steuerprozent: 127.2 (Ziel max. 160.0)
Selbstfinanzierungrad: 172.9 (Ziel 100.0)
Selbstfinanzierungsanteil: 15.8 (Ziel min. 15.0)
Zinsbelastungsanteil: 3.1 (Ziel max. 4.0)
Kapitaldienstanteil: 11.1 (Ziel max. 14.0)
Verschuldung reduziert
Dank des sehr guten Rechnungsabschlusses konnte sich die Stadt Wil auch im Jahr 2004 weiter entschulden. Die Verschuldung reduzierte sich um rund 1,9 Mio. Franken auf Fr. 51'080'462.26 und beträgt jetzt 127,2 % der Einfachen Steuer von Fr. 40'147'711.74 (Vorjahr 136,9 % bei einer Einfachen Steuer von 38,7 Mio. Franken). Dieser relativ tiefe Wert wurde letztmals im Jahr 1991 erreicht.
Der Kanton hat seine Praxis geändert, indem die Grabunterhaltsreserve und die Reserve für die Schutzraum-Ersatzabgaben nicht mehr zu den Vorfinanzierungen, sondern zum Fremdkapital zählen. Ohne diesen Übertrag hätte die Verschuldung sogar um rund 6,4 Mio. Franken abgenommen.
Die Verschuldung nahm damit von 204 Prozent der Einfachen Steuer im Jahr 2000 auf 127,2 Prozent im Jahr 2004 oder nominell um 15 Mio. Franken ab. Die Entwicklung der städtischen Finanzen entspricht damit nicht nur dem in den Legislaturzielen vorgegeben Weg, sondern auch den Zielvorgaben des Stadtparlamentes.
Handlungsspielraum
Mit der in der Amtsdauer 2001 bis 2004 erreichten kontinuierlichen Reduktion der Verschuldung gewinnt die Stadt wieder einen grösseren finanzpolitischen Handlungsspielraum zurück. Dies ist umso wichtiger, als die Investitionsplanung für die kommenden Jahre grosse Investitionen vorsieht.
Der Finanzplan 2005 bis 2009 rechnet mit einem Investitionsvolumen von netto 72,4 Mio. Franken. Das Schwergewicht der Investitionstätigkeit in den nächsten fünf Jahren liegt in den gesellschaftspolitisch bedeutenden Bereichen Bildung, Sport und Alter. Die dafür in der Planungsperiode vorgesehenen Investitionen betragen 54 Mio. Franken oder 75 Prozent des Investitionsvolumens.
Erfolgreiche Technische Betriebe
Das Geschäftsjahr der Technischen Betriebe Wil kann wiederum als sehr erfolgreich gewertet werden. Die Technischen Betriebe weisen für die gegenüber der Stadt abgabepflichtigen Versorgungsbetriebe Elektrizität, Gas und Gemeinschaftsantenne einen betriebswirtschaftlichen Reingewinn von total rund 6,7 Mio. Franken aus (EV 2,8 Mio., GV 2,2 Mio., GA 1,7 Mio.).
Die Abgaben an die Stadt berechnen sich nach dem vom Parlament genehmigten Abgabemodell. Der Substanzwert wird mit 5 % verzinst und vom Reingewinn werden 15 % abgeliefert. Daraus ergibt sich eine Abgabe von 2'048'000.-- (EV 845'000, GV 688'000, GA 515'000). Für die Wasserversorgung ist keine Abgabe zu entrichten; der Reingewinn beträgt rund 465'000 Franken.
Dank dem guten Rechnungsergebnis sind die Technischen Betriebe in der Lage, total 1,5 Mio. Franken den Reserven zuzuweisen und zusätzliche Abschreibungen von total rund 3,15 Mio. Franken zu tätigen.
Abschreibungstabelle 2004
Abweichungen Rechnung-Voranschlag 2004
Finanzentwicklung 1995-2004
Gegenüberstellung Voranschlag und Rechnung 2004
Jahresergebnisse 2004
Kennzahlen 2004
Rechnungsabschlüsse 2000-2004
Rechnungsergebnisse 1995-2004
Steuerabrechnung 2004
Stadtrat Wil