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6. Juli 2005
Heizungssanierung im Doppelkindergarten Zelghalde
Nach über zwanzig Betriebsjahren muss die Heizungsanlage im Kindergarten Zelghalde dringend saniert werden. Der Stadtrat hat im Rahmen seiner Finanzkompetenz einen Kredit von 50'000 Franken bewilligt. Die Arbeiten werden grösstenteils während den Sommerferien durchgeführt.
Anfang der achtziger Jahre wurde das Kindergartengebäude an der Zelghalde 4 erstellt. Seiner Zeit damals weit voraus, setzte man bereits auf ein alternatives Energiekonzept zur Wärmeerzeugung. Dafür wurden im Garten des Kindergartens zwei Erdkollektoren mit einer Gesamtfläche von 542 m2 verlegt, welche dem Erdreich die Wärme entziehen und diese mittels zweier Wärmepumpen in die Heizung speisen. Die Wärmeabgabe erfolgt via Fussbodenheizung. An den Südfenstern sorgen zusätzliche Konvektoren für Wärme. Die Wassererwärmung erfolgt mit einem Elektrowasserwärmer.
Sanierungsbedarf
In den letzten zwanzig Jahren funktionierte das System zur Zufriedenheit aller. Im Dezember 2004 wurde festgestellt, dass ein Luftregister defekt ist. Umgehend durchgeführte Abklärungen ergaben, dass das Luftregister nicht mehr zu reparieren war und demzufolge sofort ausgebaut werden musste. Das Luftregister verwendet ab plus 5°C auch die Aussenluft zum Heizen und entlastet damit die Erdkollektoren.
Sanierungskonzept
Trotz dem Ausfall des Luftregisters konnte das Beheizen der Räume aufrechterhalten werden. Da nun aber die gesamte Wärmeerzeugung nur noch über die Erdregister getätigt werden konnte, stieg der Stromverbrauch in dieser Zeit um rund 25 Prozent an. Bei einer längeren Dauer nur mit Erdregister müsste, nebst dem erhöhten Stromverbrauch, auch mit Frostschäden an Geräten und dem Erdreich gerechnet werden. Deshalb wurde das Ingenieurbüro Calorex, Widmer + Partner AG, Wil, beauftragt ein Sanierungskonzept auszuarbeiten. Dabei sollten auch andere Wärmeerzeugungsanlagen in Betracht gezogen werden.
Kredit bewilligt
In ihrem Bericht hält das Ingenieurbüro fest, dass wegen des Alters die komplette Heizungsanlage sowie ihre Regel- und Steuereinrichtungen sanierungsbedürftig sind. Nach einer Abwägung der Vor- und Nachteile der möglichen Heizungsanlagen hat sich der Stadtrat für die Variante Wärmepumpe mit Erdkollektoren und Luftkühler entschieden. Aufgrund der baulichen Massnahmen müssen die Sanierungsarbeiten während den Sommerferien ausgeführt werden, wenn der Kindergarten nicht besucht wird. Der Stadtrat hat im Rahmen seiner Finanzkompetenz den dringlich notwendigen Kredit von 50'000 Franken bewilligt.