Stadt Wil

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3. August 2005

Verkehrssicherheit hat in Wil Priorität


Die Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs stehen weit oben auf der Prioritätenliste des Stadtrates. Im vierten Teil der Serie wird nicht nur der Kernpunkt „Umwelt und Verkehr“ näher beleuchtet, sondern es werden zugleich auch Massnahmen aufgezeigt, welche für die Zukunft geplant sind. Im Städteranking der Studie liegt Wil im ersten Drittel, im Vergleich mit dem Kanton St. Gallen sogar auf Platz zwei.


Massgebend für die Gesamtpunktzahl innerhalb des vierten Kernpunktes, Umwelt und Verkehr, waren unter anderem die gemessenen Regentage zwischen 2000 und 2004, die Luftverschmutzung, die Benützung des öffentlichen Verkehrs sowie die Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohner. Im Vergleich mit den anderen St. Galler Gemeinden rangiert die Stadt Wil in diesem Bereich auf dem dritten Platz.

Umwelt und Verkehr
In der Stadt Wil wird Verkehrssicherheit gross geschrieben. Dazu gehören der bedarfsgerechte Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Einführung von flächendeckenden Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. Bereits heute schon verfügt die Stadt Wil über ein ausgezeichnetes öV-Angebot mit Bahnlinien in fünf Richtungen, Regionalbusse in sieben Richtungen und eine Stadtbuslinie in acht verschiedene Richtungen. Mit der S35, welche ab Dezember 2005 Wil im Halbstundentakt mit Winterthur verbindet, kommt ein weiteres attraktives Angebot dazu. Diese Massnahme ergänzt die stadträtlichen Legislaturziele für die Amtsperiode 2005 bis 2008, welche vorsehen, das innerstädtische und regionale öV-Angebot bedürfnisgerecht auszubauen. Mit der auf Dezember 2005 geplanten Fahrplananpassung werden zudem die Stadtbusanschlüsse an die IC nach St. Gallen verbessert.

Risikofaktor Wetter
Kaum beeinflussbar ist demgegenüber das Kriterium der Anzahl Regentage. Derweil die gemessenen Regentage der letzten vier Jahre als Teilkriterium angerechnet wurden, lässt sich für die Zukunft dennoch keine Prognose stellen. Gesamthaft gesehen darf aber gesagt werden, dass die Stadt Wil in den letzten Jahrzehnten – mit Ausnahme von örtlich begrenzten Kanalisationsrückstauungen – von Überschwemmun-gen oder rutschenden Hängen glücklicherweise verschont geblieben ist. Wil ist weder eine vom Regen bevorzugte noch von der Sonne besonders begünstigte Region. Unbestritten ist allerdings, dass die drei Elemente, Boden, Wasser und Luft die Lebensqualität beeinflussen, weshalb der Stadtrat diesen Aspekten auch in der laufenden Legislaturperiode mit verschiedenen Massnahmen Rechnung tragen will.

Tanken mit Grünabfall
Die Erhaltung von natürlichen Lebensgrundlagen sowie die Überarbeitung und bedarfsgerechte Umset-zung des Aktionsprogrammes „Energiestadt Wil“ gehören deshalb ebenfalls zu den Legislaturzielen des Stadtrates. Relativ erfreulich gewertet werden darf die Ostschweizer Luft, welche 2004 weniger schad-stoffbelastet war als im Jahrhundertsommer 2003. Damit entspricht die Luftverschmutzung ungefähr den Werten der vorangegangenen Jahren. Allerdings leistet die Stadt Wil heute schon Pionierarbeit für eine sauberere Luft. Seit Anfang 2004 ist in Wil die erste Erdgas-Tankstelle der Ostschweiz in Betrieb, weitere wurden bereits in Betrieb genommen. Schon heute fahren in Wil 40 Gasfahrzeuge, davon zwei Taxis und neun Fahrzeuge der Technischen Betriebe mit dem aus Grünabfällen gewonnenen Kompogas, welches völlig CO2-neutral ist.

Ein Auto auf zwei Einwohner
Apropos Fahrzeuge. Gemäss einer kantonalen Statistik waren 2003 in Wil 8091 Personenwagen immatrikuliert. Bei einer Einwohnerzahl von damals 16'745 Personen entspricht dies zirka einem Auto auf zwei Einwohner. Zum Vergleich: Statistisch gesehen teilten sich zur gleichen Zeit in der Stadt St. Gallen 2,4 Einwohner ein Auto. Eine regional vernetzte Verkehrsinfrastruktur, welche gezielt ausgebaut wird, ist darum auf die städtische und regionale Siedlungsentwicklung abzustimmen. Dazu gehören ferner verkehrsberuhigende Massnahmen in den Wohnquartieren, was gleichzeitig eine Erhöhung der Verkehrssicherheit zur Folge hat. Diesem Grundsatz trägt der Stadtrat mit dem bereits initiierten Projekt "Tempo-30-Zonen" als wesentlichen Teil des Konzeptes „Langsamverkehr“ Rechnung.

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