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7. September 2005
Stadt Wil sichert langfristig Remise mit Baurechtsvertrag
Nachdem die Stadt Wil rund fünfzehn Jahre lang Mieterin der Remise auf dem SBB-Areal in Wil war, genehmigte der Stadtrat den Baurechtsvertrag zwischen der Stadt Wil und der SBB. Mit der Baurechtslösung erhält die Stadt Wil ein selbständiges und dauerndes Baurecht bis Ende 2056 und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherung des Kulturangebotes in der Remise.
Die Remise gehört bereits seit längerem zu den wichtigen Kulturangeboten der Stadt Wil. Im Januar 2005 hat nun der Stadtrat den Baurechtsvertrag zwischen den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Stadt Wil genehmigt. Mit der Einräumung eines selbständigen und dauernden Baurechtes bis 31. Dezember 2056 erhält die Stadt Wil Sicherheit für ihre bisher getätigten und künftig noch vorgesehenen Investitionen in die Remise und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Erhaltung dieses Kulturangebotes. Im Weiteren erhält die Stadt Wil mit der Baurechtslösung mehr Nutzungsmöglichkeiten für die umliegende Fläche.
Vorgeschichte
Seit 1989 ist die Stadt Wil Mieterin der ehemaligen Mittelthurgau-Bahn Remise auf dem SBB-Areal des Bahnhofs Wil. Grundlage bildet ein Mietvertrag, welcher ursprünglich für zehn Jahre fest abgeschlossen worden war. Seit Ablauf dieses ursprünglichen Mietvertrages hätte die SBB mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten die Remise auf das Ende eines jeden Kalendermonats künden können. Für die Stadt Wil hätte dies bedeutet, dass bei einer Auflösung des Mietverhältnisses sämtliche von ihr erstellten Bauten auf eigene Kosten abgebrochen und vom Bahnareal hätten entfernt werden müssen, sofern die SBB nicht ausdrücklich darauf verzichtet hätten. Eine Entschädigung für die geleisteten Arbeiten oder dem Abbruch wäre der Stadt Wil dabei nicht zugestanden. Damit diese Investitionen nicht verloren gehen, unterbreitete der Stadtrat der SBB ein Kaufangebot, welches die SBB in der Folge ablehnten. Statt eines Verkaufs bot die SBB aber Hand für eine Baurechtslösung. Eine Lösung, welche vom Stadtrat gut geheissen wurde.
Kulturförderung
Mit der Genehmigung des Baurechtsvertrages konnte der Stadtrat zugleich einem Wunsch des Kulturver-eins Remise erfüllen. Dieser hatte 2003 den Stadtrat um die Übernahme eines Kostenanteils für das Teeren des Remise-Vorplatzes sowie für die Erneuerung des Treppenaufganges vom Parkplatz zur Remise gebeten. Im Sinne der Kulturförderung stellte der Stadtrat daraufhin einen Betrag im Budgetvoranschlag 2004 bereit, welcher dank dem langfristigen Baurechtsvertrag nun eingesetzt werden konnte. Mit den in diesem Sommer abgeschlossenen Sanierungsarbeiten und den damit verbundenen Umgebungsarbeiten reduzieren sich zukünftig auch die Kosten für Aufräumarbeiten nach Anlässen.