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29. März 2006
A1-Anschluss wird im Sommer ausgebaut
Bald schon gehören die abendlichen, überaus gefährlichen Rückstaus bei der Autobahnausfahrt Wil der Vergangenheit an. Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat grünes Licht für den Ausbau des Knotens Wil gegeben. Es wird mit Kosten von knapp 2.4 Mio. Franken gerechnet.
„Massnahmen zur Optimierung des A1-Anschlusses unterstützen“, hat sich der Stadtrat im Rahmen seiner Legislaturplanung 2004-2008 vorgenommen. Entsprechend erfreut zeigt er sich denn über den jüngsten, positiven Bescheid aus dem Bundesamt für Strassen ASTRA, welches unlängst der dringend notwendigen Optimierung des Autobahnanschlusses Wil zugestimmt hat. Der Kanton St. Gallen hat das entsprechende Projekt im Juli 2005 beim Bund eingereicht und profitierte, zumal nur das bestehende Strassennetz ausgebaut wird, von einem abgekürzten Verfahren.
Gefährliche Rückstaus
Die Querverbindungsstrasse mit dem Autobahnanschluss und den beiden Knoten Wil Nord (Ausfahrt aus Richtung St. Gallen) und Süd (Ausfahrt aus Richtung Zürich) weist bei erhöhtem Verkehrsaufkommen eine ungenügende Leistungsfähigkeit aus. Namentlich zu Spitzenzeiten am Abend staut sich der von der Autobahn abfliessende Verkehr beim nördlichen Knotenpunkt regelmässig bis zur 500 m Tafel zurück. Dadurch ergeben sich auf der Nationalstrasse immer wieder äusserst gefährliche Verkehrssituationen. Nebst dem abfliessenden wird mitunter auch der auf die Autobahn zufahrende Verkehr behindert.
Im Einverständnis mit dem Wiler Stadtrat hat das kantonale Tiefbauamt ein Ingenieurbüro mit einer Lageanalyse beauftragt. Das Gutachten kommt nach Gegenüberstellung verschiedener Varianten zum Schluss, dass an den erwähnten Knoten eine Lösung mit Lichtsignalanlagen die besten Resultate liefert. Dies allerdings unter der Bedingung, dass in Fahrtrichtung Wattwil der Verkehr zweistreifig geführt werden kann und bei den Autobahnrampen ebenfalls eine Doppelspur gebaut wird.
Lichtsignalanlage auch am nördlichen Knoten
Angepasst werden müssen sodann die bestehenden Lichtsignalanlagen an den Knoten Anschluss Süd sowie Verzweigung zur Flawilerstrasse. Neu wird auch die nördliche Autobahnausfahrt aus Richtung St. Gallen mittels eines Lichtsignals gesteuert, was den Rückstau auf die Nationalstrasse verhindern und den Abfluss gewährleisten soll.
Gesamthaft, so hält das Tiefbauamt in seiner Projektbeurteilung fest, werde mit den zu treffenden Massnahmen der Verkehrsfluss auf dem fraglichen Strassenabschnitt markant verbessert und folglich der Autobahn-Rückstau verhindert, dies verbunden mit einer entscheidenden Steigerung der Verkehrssicherheit.
Kostenaufteilung zwischen Nachbarkantonen
Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag auf knapp 2,4 Mio. Franken. Davon entfallen 2,15 Mio. Franken auf den Kanton St. Gallen, den Rest übernimmt der Kanton Thurgau, der im südlichen Teil (Doppelspur bis zum "Waro-Kreisel") ebenfalls von den baulichen Massnahmen betroffen ist und sich entsprechend an den Aufwendungen zu beteiligen hat.
Der Baubeginn ist nach erfolgter Submission auf Sommer dieses Jahres vorgesehen. Über allfällige Verkehrsbehinderungen im Zusammenhang mit dem Knotenausbau Wil informiert der Kanton mittels separater Medienmitteilung zu gegebener Zeit.