Stadt Wil

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4. März 2008

Rechnung 2007: Verschuldung nimmt um 7,9 Mio. Franken ab

Die Rechnung 2007 der Stadt Wil schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 7,378 Mio. Franken ab. Dank einer ausserordentlichen Abgabe der Technischen Betrieb Wil von 2 Mio. Franken verzeichnet der städtische Haushalt einen Einnahmenüberschuss von insgesamt 9,378 Mio. Franken. Budgetiert war ein Defizit von 557'100 Franken, sodass sich eine Besserstellung von 9,935 Mio. Franken ergibt. Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament in Absprache mit der Geschäftsprüfungskommission, den gesamten Rechnungsüberschuss für zusätzliche Abschreibungen aufzuwenden. Die Verschuldung der Stadt Wil reduziert sich damit um 7,887 Mio. Franken auf neu 25,778 Mio. Franken oder Fr. 1'492.-- je EinwohnerIn.

Die äusserst positive Entwicklung der städtischen Finanzen hält weiter an: Sowohl die Stadt Wil als auch die Technischen Betriebe knüpfen nahtlos an die finanziellen Erfolge in den letzten Jahren an und präsentieren erneut sehr erfreuliche Ergebnisse. Der Stadtrat hat die Jahresrechnung 2007 genehmigt. Das Stadtparlament berät das Rechnungsergebnis an seiner Sitzung vom 24. April 2008.

Mehrerträge und Minderaufwand
Die Abweichungen gegenüber dem Voranschlag von rund 9,935 Mio. Franken sind im Wesentlichen auf Mehrerträge an Steuern (4,637 Mio.), Mehrabgaben der Technischen Betriebe (2 Mio.), einen Minderaufwand bei den ordentlichen Abschreibungen (983'000), Minderausgaben bei der Sozialen Wohlfahrt (528'000) und den Zinsen (376'000), Buchgewinne aus Liegenschaftsverkäufen (211'000) sowie diverse Positionen des allgemeinen Haushalts von total 1,2 Mio. zurückzuführen.

Als erfreulich wertet der Stadtrat im Besonderen die Ausgabendisziplin. Der vergleichbare Aufwand inkl. ordentliche Abschreibungen liegt 1,673 Mio. Franken oder 2,04 Prozent unter dem Voranschlag, resp. 336'800 Franken (0,42 Prozent) unter dem Rechnungsergebnis 2006. Auch wurde der budgetierte Sachaufwand um mehr als 500'000 Franken unterschritten.

Zusätzliche Abschreibungen
Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament nach Rücksprache mit der Geschäftsprüfungskommission, den gesamten Ertragsüberschuss von Fr. 9'378'109.47 für zusätzliche Abschreibungen auf folgenden Objekten des Verwaltungsvermögens zu verwenden:

  • Oberstufe und Nebengebäude Lindenhof Fr. 4'024'791.20
  • Fussgängerzone Obere Bahnhofstrasse Fr. 2'150'917.15
  • Dreifachsporthalle Kantonsschule Fr. 1'750'000.00
  • Hochbauten Altersheim Sonnenhof Fr. 868'709.80
  • diverse Restwertabschreibungen Fr. 583'691.32

Mit dieser Verwendung des Überschusses ist Gewähr geboten, dass ab dem Jahr 2011, in denen gemäss Finanzplan namhafte Investitionen – insbesondere Sportpark Bergholz mit einem Investitionsvolumen von rund 46,7 Mio. Franken – anstehen, eine Entlastung von über 1,4 Mio. Franken pro Jahr erzielt werden kann.

Investitionen mit eigenen Mitteln finanziert
Die Investitionsrechnung 2007 weist sodann bei Ausgaben von Fr. 9'608'724.50 und Einnahmen von Fr. 89'320.25 Nettoinvestitionen von Fr. 9'519'404.25 aus, was einem Realisierungsgrad von rund 49 Prozent entspricht. Der Voranschlag 2007 hatte mit Nettoinvestitionen von 19,6 Mio. Franken gerechnet. Der tiefe Realisierungsgrad ist auf die zeitliche Verschiebung diverser Bauvorhaben zurückzuführen.

Die Investitionen konnten wiederum vollständig aus eigenen Mitteln bezahlt werden. Der Bruttoüberschuss beträgt dank dem sehr guten Rechnungsergebnis 18,11 Mio. Franken; budgetiert war ein solcher von 8,75 Mio. Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt damit 190,3 Prozent (Vorjahr 316,5 Prozent).

Verschuldung nimmt weiter ab
Das äusserst erfreuliche Rechnungsergebnis führt zu einer weiteren Reduktion der Verschuldung von Fr. 33'664'899.31 auf 25'777'880.09. Konkret verringerte sich die Verschuldung um Fr. 7'887'019.22. Die Verschuldung pro Kopf der Bevölkerung betrug Ende 2007 somit noch Fr. 1'491.52 (Vorjahr Fr. 1'957.49).

Achter Überschuss in Folge
Die Finanzlage hat sich seit 2000 markant verbessert, konnte in dieser Zeitspanne nebst Steuerfussreduktionen von 4 % (2003: 2 % / 2006: 2 %) gleichzeitig die Verschuldung von 66,2 Mio. Franken auf 25,8 Mio. Franken reduziert werden. Die Stadt besitzt damit auch wieder über den notwendigen finanziellen Handlungsspielraum für die kommenden Jahre, was angesichts des hohen Investitionsbedarfs der nächsten Jahre eine nach Auffassung des Stadtrats überaus erfreuliche Entwicklung darstellt.

Überschuss auch bei den TBW
Als sehr erfolgreich gewertet werden darf einmal mehr auch das Geschäftsjahr 2007 der Technischen Betrieben Wil (TBW). Der Gesamterfolg der TBW von 7,318 Mio. Franken setzt sich aus den jeweiligen Betriebsergebnissen der Elektrizitätsversorgung (1,894 Mio.), des Kommunikationsnetz (2,891 Mio.), der Gasversorgung (1,861 Mio.) und Wasserversorgung 0,672 Mio.) zusammen.

Die diesjährigen Abgaben von total 4,694 Mio. Franken an die Stadt resultieren einerseits aus dem vom Parlament genehmigten Berechnungsmodell (Substanzwert wird mit 5 Prozent verzinst und vom Reingewinn werden 15 Prozent abgeliefert) und andererseits aus einer ausserordentlichen Gewinnausschüttung von 2 Mio. Franken. Gleichwohl sind die TBW in der Lage, nebst den ordentlichen Abschreibungen von 2,71 Mio. noch zusätzliche Abschreibungen von 2,62 Mio. Franken zu tätigen. Das Nettovermögen der TBW beläuft sich per Ende 2007 auf 3,675 Mio. Franken.

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