Stadt Wil

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31. März 2010

31. März 2010

Wiederaufforstung als artenreichen Niederwald

Der bisherige Wald-Pflanzenbestand auf der weierseitigen Hofhalde unterhalb des Hofes wird wiederaufgeforstet und in einen artenreichen Niederwald umgewandelt. Ziel ist die Förderung von Biodiversität, also des Artenreichtums und der biologischen Vielfalt.

Für die 2. Bauetappe Hof zu Wil erfolgte die Baustellenerschliessung über die Weierseite, wozu eine Teilfläche gerodet werden musste. Im Anschluss an die 2. Bauetappe wurde nun in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Revierförster Bruno Cozzio des Kantons St. Gallen ein Projekt für die Wiederaufforstung und Aufwertung des bisherigen Waldes auf der fraglichen Parzelle Nr. 815 in einen Niederwald geplant und vorbereitet.

Weierseitige Hangansicht unterhalb des Hofs zu Wil

Platz für einheimische Büsche
Derzeit wächst im östlichen Teil der Hofhalde unterhalb des Hofes auf einer Fläche von rund 1000 m2 ein Bestand aus Ahornbäumen, Eschen, Kastanien und Kirschbäumen, ergänzt um einen eher eintönigen Buschbestand aus hauptsächlich Haselnusssträuchern und einigen Holundern. Der westliche Teil – gut 800 m2 – ist bis auf einige Ahorne und wenige Büsche völlig gerodet. Künftig soll auf der Parzelle Nr. 815 ein artenreicher Niederwald entstehen, im oberen Bereich bestockt mit einheimischen Waldbüschen sowie im unteren Randbereich ergänzt mit einigen mittelgrossen einheimischen Bäumen.

Schnell- und hochwachsende Bäume entfernen
Hierfür werden in Absprache mit dem Revierförster nach Ostern 2010 in der östlichen Fläche die sehr schnell- und hochwachsenden Baumarten Ahorn und Esche entfernt. Im oberen Bereich dieses Abschnittes werden zudem auch Kastanien und Kirschbäume gefällt, während im unteren Bereich einzelne Bäume dieser Arten stehen bleiben. Der heute in diesem Abschnitt bestehende Buschbestand wird gepflegt. Die schnell wachsenden Ahorne müssen auch im westlichen Teil entfernt werden, so dass auf der Fläche Platz und Licht wird für einheimische Büsche der Arten Hartriegel, Weissdorn, Felsenbirne, Holzapfel, Johannisbeer, Liguster, Pfaffenhütchen und Berberitze. Im unteren Teil wird die Artenvielfalt zudem mit einigen Kleinbäumen wie Feldahorn und Vogelbeere bereichert. Die Arbeiten zur Wiederaufforstung und Aufwertung werden vom Forstteam der Staatswaldung ausgeführt.

Weitere Massnahmen im Frühling 2011 und ab 2016
Um die Artenvielfalt auch im östlichen Teil zu vergrössern, werden in einer 2. Phase im Frühling 2011 einige der dort wuchernden Haselnussbüsche entfernt und analog zum westlichen Teil durch einheimische Büsche ersetzt. Damit die langsam wachsenden Büsche nicht wieder durch die schnellwachsenden Ahorne und Haselbüsche überwuchert werden, müssen diese bis zum Zusammenwachsen der Büsche regelmässig geschnitten werden. Dies dürfte bis etwa 2016 der Fall sein.

Wertvoller Lebensraum
Mit den geschilderten Massnahmen wird gemäss Revierförster Bruno Cozzio auf der Parzelle Nr. 815 in wenigen Jahren ein artenreicher Niederwald entstehen, welcher vor allem für einheimische Vögel und Insekten einen schönen und wertvollen Lebensraum bietet. Durch seine Artenvielfalt ist er aber auch für das menschliche Auge ein gefälliger und erholsamer Anblick, welcher dem Hof zu Wil vom Weiher her einen würdigen Rahmen gibt.

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