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14. Juli 2010

14. Juli 2010

Sommerserie «Sportpark Bergholz» - Teil 1

Ein neuer Sportpark nach 47 Jahren

Eine zeitgemässe Sportanlage bietet Freizeitsportlerinnen und -sportlern sowie Vereinen die Möglichkeit für vielfältige Aktivitäten in einem attraktiven Umfeld. Das heutige Bergholz erfüllt diese Ansprüche nicht mehr: Die 1963 eröffnete Anlage ist in die Jahre gekommen, gewisse Analageteile sind betrieblich sowie technisch veraltet und teils in marodem Zustand – eine Erneuerung und Erweiterung mit einem Gesamtkonzept ist notwendig.

Wie vom Stadtparlament beauftragt, hat die Stadt die Sportanlagen Bergholz 2004 von der bisherigen Trägerschaft übernommen und dem Stadtparlament gleichzeitig ein erstes Konzept zur Sanierung der Anlage vorgelegt, welches anschliessend unter Prüfung verschiedener Varianten weiterentwickelt wurde. Im Juni 2007 legte der Stadtrat dem Stadtparlament sodann Bericht und Antrag zu einem Gesamtkonzept für einen neuen Sportpark Bergholz vor, bestehend aus einem Fussballstadion, einer Eishalle sowie einem Frei- und einem Hallenbad mit Wellness-Oase. Ein Hallenbad ist ein Bedürfnis weiter Bevölkerungskreise und gehört nach Beurteilung des Stadtrats zu einer angemessenen Infrastruktur einer Stadt mit der Grösse und Lage Wils. Ein Wellness-Angebot soll die Attraktivität des Hallenbades und damit die Auslastung steigern. Auch im Freibad sollen zusätzliche spielerische Elemente die Attraktivität für Kinder, Jugendliche und Familien erhöhen. Mit dem Erstellen einer Gesamtanlage wird die einmalige Chance geschaffen, Fussballstadion, Eishalle, Freibad und Hallenbad gleichzeitig betriebs- und kostenoptimiert zu erstellen.

Projektwettbewerb im November 2007 ausgeschrieben
Das Stadtparlament hiess das Gesamtkonzept für die Sanierung und Erweiterung des Sportparks Bergholz gut und sprach sich mit Blick auf einen Zeitgewinn für die Durchführung eines Wettbewerbs mit einem Total- statt einem Generalunternehmer aus. Dabei werden Planung und Ausführung nicht getrennt, sondern gleichzeitig ausgeschrieben. Eine 14-köpfige Jury unter der Leitung des damaligen Stadtrats Beda Sartory beurteilte die fünf eingereichten Projekte auf den vom Stadtrat ausgeschriebenen Projektwettbewerb. Das Gremium setzte sich aus 14 stimmberechtigten Mitgliedern (drei Stadträte, fünf Fraktionsvertreter, fünf Architekten und ein Fachberater) sowie weiteren beratenden Mitgliedern (insbesondere ein Projektkoordinator, zwei Fachexperten sowie vier Sportvereins- und Quartiervertreter) zusammen.

Optimales Kosten-Nutzenverhältnis
Das Projekt der Implenia AG als Totalunternehmerin mit dem Architekturbüro K + L Architekten AG ging als Wettbewerbssieger hervor. Es zeichnet sich gemäss Jury durch eine überzeugende architektonische und städtebauliche Lösung, ein optimales Kosten-Nutzenverhältnis sowie durch beste Grundlagen für eine kostengünstige Betriebsführung aus. Zudem erfüllt das Projekt die Auflagen für die umfangreiche Zulassungsprozedur von Sportstätten durch die Verbände. Im November 2008 vergab der Stadtrat den Zuschlag für das Projekt Sportpark Bergholz an die Implenia AG aus St. Gallen.

   

Spannendes Ensemble mit Begegnungsraum
Das Implenia-Projekt platziert das Fussballstadion mit gedeckter Haupttribüne und Kunstrasenspielfeld sowie die Eishalle mehr oder weniger am bisherigen Ort, im Bereich der heutigen Freibadkasse kommt das neue Hallenbad mit vielfältigem Wellness-Angebot zu stehen. Darin integriert sind der gemeinsame Eingangsbereich sowie ein Restaurant und ein kleiner Shop. Die Grösse der charakteristischen Einzelbauten wird dank der bewegten Formen der Dächer und Fassaden subjektiv minimiert. So entsteht laut Implenia ein spannendes Ensemble, das sich harmonisch in die Nachbarschaft einfügt. Zwischen den Bauten liegt eine zentrale Begegnungsebene. Sie verbindet die einzelnen Bereiche und Nutzungen des Sportparks und ist als urbaner Raum zugleich Zugangsraum für die Sportaktivitäten wie auch Aufenthaltsraum für das Publikum bei grossen Spielen und Anlässen. Die Infrastruktur West, bestehend aus Trainingsplätzen und Garderoben, bleibt unverändert bestehen.

Zeitgemäss und attraktiv
Das Siegerprojekt für den Sportpark Bergholz bietet verschiedenen Nutzendengruppen geeignete Infrastruktur, eingepackt in eine moderner Architektursprache. Damit erhält Wil eine zeitgemässe Sportanlage für Sport, Spass, Freizeit und Erholung, welche die Standortattraktivität der gesamten Region Wil erhöht.

Technisch und betrieblich veraltete Anlage in teils marodem Zustand
Seit der Eröffnung vor 47 Jahren wurden die Wiler Sportanlagen Bergholz sehr rege und intensiv genutzt – vielerorts zeigen sich deutliche Gebrauchs- und Abnützungsspuren. Zudem ist insbesondere die Gebäudetechnik teils in einem schlechten, ja gar maroden Zustand; die Anlagenteile sind betrieblich sowie technisch nicht mehr auf einem aktuellen Stand. Dies ist verbunden mit der Ungewissheit, zu welchem Zeitpunkt einzelne Komponenten ihren Dienst aufgeben. Eine generelle Sanierung respektive Erneuerung ist daher unbedingt notwendig. Das Freibad etwa verfügt über eine veraltete Badewassertechnik, welche vollständig zu ersetzen ist. Auch die Technik der heutigen Eishalle ist veraltet, die Gebäudehülle genügt heutigen energetischen Anforderungen bei weitem nicht. Und das Fussballstadion musste schon mehrfach gemäss Auflagen des nationalen Fussballverbands für einen Challenge-League-Betrieb nachgerüstet werden, da es seit längerer Zeit den Anforderungen nicht mehr entspricht.


Nächste Woche im Teil 2 der Sommerserie: Beschrieb der einzelnen Elemente des neuen Sportparks Bergholz und ihres Zusammenspiels als ineinandergreifendes System.

 








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