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8. September 2010
8. September 2010
Drei Massnahmen zur Busbevorzugung
Auf den Linien 701 und 706 des Wiler Stadtbus-Netzes kommt es immer wieder zu Verspätungen. Mit drei Massnahmen zur Busbevorzugung soll die Fahrplanstabilität verbessert werden.
In Wil haben acht Regionalbuslinien ihren Ausgangspunkt, zudem verkehren im Stadtgebiet sechs Stadtbuslinien. Das heutige Busangebot in Wil erschliesst das Siedlungsgebiet fast zu 100 Prozent. 2008 hat der Stadtrat mit dem Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen eine Überprüfung und Optimierung der Stadtbuslinien in Auftrag gegeben, das daraus resultierende neue Stadtbuskonzept wurde am 13. Dezember 2009 eingeführt. Die wichtigsten darin enthaltenen Änderungen waren der 15-Minuten-Takt an Wochentagen sowie die Verbindung von sechs Radial- zu drei Durchmesserlinien.
Verbesserungen anstreben
Rund vier Monate vor Einführung des neuen Stadtbussystems, sprich im August 2009, hatte das Stadtparlament den Stadtrat beauftragt, die Linien 701, 703, 704 und 705 nochmals zu überdenken und allenfalls in einem Jahr verbesserte Varianten anzustreben. Dafür wurden Rückmeldungen der Fahrgäste, Hinweise aus der Bevölkerung, betrieblichen Erfahrungen und weitere verkehrsplanerische und wirtschaftliche Kriterien beigezogen. Ein Auftrag zur Angebotsüberprüfung und Systemoptimierung Stadtbus wurde Ende März 2010 dem Planungsbüro asa AG erteilt. Hauptziele des Auftrages waren eine Überarbeitung beziehungsweise Verbesserung des heutigen Linienkonzepts, die Erarbeitung eines optimierten, möglichst systematischen Angebotskonzepts und die Abschätzung der Kostenfolgen.
Fahrplaninstabilität zweier Linien als Schwachpunkt
Die Überprüfung eruierte den Schwachpunkt des heutigen Stadtbussystems in der mangelnden Fahrplanstabilität der Linien 701 (Bahnhof–Neulanden) und 706 (Bahnhof–Wilerwald). Für die Behebung dieses Problems wurden zahlreiche Varianten erörtert, von denen zwei vertieft geprüft wurden.
Bei der ersten Variante werden die Linie 701 und Linie 706 mit der jetzigen Streckenführung im 20-Minuten-Takt gefahren. Sie weist aber einen erheblichen Nachteil auf: Die Äste Neulanden und Wilerwald werden nur noch im 20-Minuten-Takt bedient, was langfristig nachteilig für die Anbindung an das übergeordnete System wäre. Die Kosteneinsparungen sind zudem sehr gering. Bei der zweiten Variante würde die Linie 701 mit der grossen Schlaufe über die Kienbergerstrasse im 20-Minuten-Takt und die Linie 706 unverändert im 15-Minuten-Takt gefahren. Dabei entstünden sehr grosse Mehrkosten von jährlich rund 117‘000 Franken, ohne gegenüber heute einen adäquaten Nutzen zu generieren.
Heutiges System mit Busbevorzugung ergänzen
Der Stadtrat spricht sich angesichts der Nachteile der Varianten für die Beibehaltung des heutigen Systems aus, da der Ist-Zustand als grundsätzlich gut erachtet wird; auf allen Stadtbuslinien gilt das gleiche Angebot und Durchbindungen sind möglich. Drei zusätzliche Busbevorzugungsmassnahmen sollen allerdings für Verbesserungen hinsichtlich der Fahrplanstabilität auf den Linien 701 und 706 sorgen: Die erste Massnahme sieht eine Busbevorzugung am Knoten Tonhalle- und Konstanzerstrasse vor, die zweite Massnahme eine Busbevorzugung stadteinwärts an der Lichtsignalanlage Lerchenfeld- und Poststrasse. Die dritte Massnahme schliesslich beinhaltet eine direktere Linienführung St. Peter-Strasse. Für die Umsetzung der drei Massnahmen wird mit einmaligen Kosten von 120‘000 Franken gerechnet.
Haltestellen Rosenberg und Kienbergerstrasse Seit der Einführung des neuen Stadtbuskonzepts wird durch das Neulanden-Quartier eine kürzere Schlaufe gefahren. In der Folge wurden die Haltestellen Rosenberg und Kienbergerstrasse aufgehoben. Dies führte zu teils kritischen Reaktionen in der Quartierbevölkerung. Bezüglich der verkürzten Schlaufe im Neulanden-Quartier und der Aufhebung der Haltestellen Rosenberg und Kienbergerstrasse kommt das Gutachten des Planungsbüros asa AG zum Ergebnis, dass das Gebiet Neulanden (insbesondere in Relation zu den Passagierzahlen) genügend erschlossen ist. |