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4. März 2011
4. März 2011
Fragen und Antworten zum Projekt «gemeinsam voran»
Im Zusammenhang mit der Gemeindevereinigung stellen sich Wilerinnen und Wiler, Bronschhoferinnen und Bronschhofer Fragen, die ganz unmittelbar und konkret ihren Alltag in ihrer Stadt, in ihrem Dorf, in ihrem Weiler betreffen. Der Stadtrat Wil und der Gemeinderat Bronschhofen haben solche Fragen, die aus der Bürgerschaft an sie herangetragen wurden, aufgegriffen und werden sie in dieser Rubrik in regelmässigen Abständen beantworten. (GR / SR)
Rubrik «Fragen und Antworten» - Teil 4
Welche Auswirkungen hat die Vereinigung auf die Dorfkulturen?
Die Vereinigung betrifft vor allem Strukturen und organisatorische Fragen der politischen Gemeinden, nicht aber Aspekte des alltäglichen Zusammenlebens: Die jeweils unterschiedliche Stadt- respektive Dorfkultur von Wil, Bronschhofen und Rossrüti sowie der weiteren Weiler basiert auf dem gesellschaftlichen Engagement von Einwohnerinnen und Einwohnern, aber auch auf dem kulturellen und sportlichen Wirken von örtlichen Vereinen. Diese Vielfältigkeit ist erwünscht und fördert die lokale Identität. Die verschiedenen Kulturen können weiterhin gepflegt und gelebt werden; sie können dabei ihre Eigenständigkeit und ihre Traditionen behalten – gänzlich unabhängig von der Gemeindevereinigung.
Wieso gehören sowohl Bär als auch Ammonschnecke in das neue Wappen der vereinigten Gemeinde?
Kombinationen von bisherigen Wappenteilen sind heraldisch zulässig und machen auch für künftige Generationen die Vereinigung zweier vormals getrennter Gemeinden bildlich nachvollziehbar, indem aus beiden bisherigen Gemeindewappen einzelne Elemente zu einer neuen Einheit zusammengefügt werden. Damit bleibt im neuen Wappen die jeweilige Geschichte der ursprünglichen Gemeinden ersichtlich, welche sich in den bisherigen Wappen niedergeschlagen hat: Der Wiler Bär aus dem Wappen der Abtei St. Gallen ist seit dem 14. Jahrhundert belegt und hat im 16. Jahrhundert durch die Beifügung des V-doppio («W») seine heutige Gestalt erhalten. Der «Schneggenbund» wird 1525 erstmals urkundlich erwähnt. Kurze Zeit hiess sogar die Gemeinde Bronschhofen «Gemeinde Schneggenbund». An diesen alten Namen erinnert die goldene Ammonschnecke.
Die bisherigen Wappen gehen überdies nicht gänzlich verloren: Sie können als Orts- respektive Stadtwappen neben dem neuen Wappen der neuen, vereinigten Gemeinde Wil (SG) weiterverwendet werden.
Stadtrat Wil und Gemeinderat Bronschhofen
Bislang erschienen:
Teil 1, 11. Februar 2011:
- Warum macht die Vereinigung der Gemeinden Wil und Bronschhofen Sinn?
- Wer beschliesst über die Vereinigung von Bronschhofen und Wil?
- Was beinhaltet der Vereinigungsbeschluss?
Teil 2, 22. Februar 2011:
- Welche Auswirkungen hat die Vereinigung auf die Möglichkeit zur politischen Mitsprache in der «neuen» Stadt Wil?
- Welche Auswirkungen hat die Vereinigung auf die Korporationen in Bronschhofen?
Teil 3, 1. März 2011:
- Welche Auswirkungen hat die Vereinigung auf das Stadtbus-Angebot in Wil und Bronschhofen?
- Welche Auswirkungen hat die Vereinigung auf die Benützung der Saal- und Sportanlagen?