Stadt Wil

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30. März 2011

30. März 2011

Das Zeughausareal weiterentwickeln

Der Stadtrat hat das weitere Vorgehen zur Arealentwicklung des Zeughauses festgelegt.

Im Jahr 2005 erwarb die Stadt Wil vom VBS das Areal des ehemaligen Zeughauses, Gebäude und Land – 21‘245 m2 in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen – für 4 Millionen Franken. Ursprünglich sah die Planung für die langfristige Nutzung wie folgt aus: Wohnen oder öffentliche Nutzung im westlichen Teil, öffentliche Nutzung für den Sicherheitsverbund Region Wil (SVRW) in der Mitte sowie gewerbliche Nutzung mit einem kleinen Fachmarkt im östlichen Teil.

Wohn- und Mischnutzung beabsichtigt
Das Stadtentwicklungskonzept von 2008 regt für das Zeughausareal eine Mischzone mit Wohnen, öffentlichen Einrichtungen und Gewerbe an. Auch der vom Stadtparlament im August 2010 genehmigte kommunale Richtplan sieht eine Kombination vor: Im Sinne einer siedlungsinternen Erweiterung der Gebiete für Wohnen sollen mit der Zonenplan-Revision die westlichen zwei Drittel in die Wohn- und das östliche Drittel in die Mischzone umgezont werden.

Mittelständische Familienwohnungen...
Dabei ist die Förderung der sozioökonomischen Durchmischung bezüglich Wohnen wichtig: Zum einen schreitet die Überalterung der Wohnbevölkerung im Lindenhofquartier fort, zum anderen werden aus Renditeüberlegungen kaum zeitgemässe Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern erstellt – beim Zeughausareal hat es die Stadt Wil aber in der Hand, hier über einen Verkauf mit Auflagen den Bau von mehrheitlich grösseren Familienwohnungen zur Verbesserung des Wohnungsmix‘ zu fördern.

...und öffentliche Quartierangebote
Die Nutzung des Areals soll um öffentliche, auch in integrationspolitischer Hinsicht wertvolle Quartierangebote ergänzt werden. Dabei sind Orte der Begegnung für alle zu schaffen – Spielplätze, kleine Grünflächen oder Mehrzweckräume. Bereits heute werden im Zeughausareal Räume für eine Spielgruppe, einen Mittagstisch sowie für Sprachkurse genutzt. Für eine zukünftige öffentliche Quartiernutzung bietet sich das westlich gelegene Gebiet des Zeughauses Nr. 1 an, da es im Quartier am zentralsten ist und an den geplanten Langsamverkehrsachsen zwischen Schulanlage Lindenhof und der geplanten Überbauung Klosterwiese Süd liegt.

Nutzungsprogramm und Ideenwettbewerb
Für ein Nutzungsprogramm Zeughausareal ist zuerst der verkehrstechnische Bericht zur Erschliessung zu ergänzen, zudem sind Quartierbedürfnisse verwaltungsintern sowie bei der Bevölkerung im Lindenhofquartier zu erheben. Anschliessend soll ein Ideenwettbewerb durchgeführt werden, der Vorschläge zur Einbindung ins Quartier, zur Lage und Volumetrie von Bauten, zur Aussenraumgestaltung, zum Lärmschutz sowie zur Energie und zur internen Erschliessung liefert. Ebenso ist darin die Etappierbarkeit bezüglich Planung, Bau, Erschliessung und Verkauf aufzuzeigen. Die Ergebnisse fliessen sodann in einen Gestaltungs- und Teilzonenplan ein.

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