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1. Juni 2011

1. Juni 2011

Sicherheitskampagne in Wiler Freibädern

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu hat eine dreijährige Kampagne lanciert, welche Eltern, Betreuungspersonen und Kinder für die Gefahren beim Baden sensibilisieren will. Die Botschaft ist so einfach wie effektiv: «Kinder immer im Auge behalten. Kleine in Reichweite».

Die Wiler Freibäder Bergholz und Weierwise beteiligen sich mit Überzeugung an der nationalen bfu-Aktion. Mit Plakaten und Informationsmaterial wird auf die Gefahr des Ertrinkens aufmerksam gemacht. Jeweils eine Woche im Monat tragen die Badmeister ein leuchtend gelbes T-Shirt. Darauf ist der Leitsatz «Kinder immer im Auge behalten. Kleine in Reichweite» zu lesen. Zudem geben sie Informationen und kleine Geschenke zur Kampagne ab: Mit attraktiven Malbüchern und Stiften lernen Kinder das Maskottchen «Didi Dusche» kennen, Eltern erhalten Flyer und Sitzkissen mit dem Kampagnen-Slogan.



Kein einziges Kind soll mehr ertrinken
Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache; nur der Strassenverkehr fordert noch mehr Leben. Das Ziel der bfu-Kampagne ist ehrgeizig, aber realistisch: In der Schweiz soll künftig kein einziges Kind mehr ertrinken. Die Kampagne richtet sich in erster Linie an Eltern und Betreuungspersonen. Denn obwohl diese in der Regel überzeugt sind, ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen, unterschätzen sie doch häufig die Gefahren, welche auf die Kinder lauern.

Nicht nur fliessende Gewässer bergen Gefahren
Den wenigsten Eltern und Betreuungspersonen ist bewusst, dass ein Kind in nur 20 Sekunden ertrinken kann. Ist ein Kleinkind nicht in Reichweite der Aufsichtsperson, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit – oft zu wenig, um den Tod oder schwere Unfallfolgen zu verhindern. Zwar ist den Betreuungspersonen meist bewusst, dass fliessende Gewässer gefährlich sein können, die Risiken in privaten Pools und Teichen sowie in Hallen- und Freibädern dagegen schätzen sie völlig falsch ein. So kommt es vor, dass sie auch sehr kleine Kinder längere Zeit unbeaufsichtigt baden lassen oder sich in Hör- und Sichtweite, nicht aber in Reichweite aufhalten. Der bfu-Report «Unfälle im, am und auf dem Wasser» nennt denn als Risikofaktor nebst anderen auch ausdrücklich die «fehlende Überwachung von Kindern».

Badmeister sind keine Babysitter
Gemäss bfu-Report kann das Ertrinkungsrisiko für Null- bis Neunjährige durch altersgerechte Aufsicht reduziert werden. Deshalb lautet die zentrale Handlungsanweisung der Kampagne für sicheren Badespass «Kinder immer im Auge behalten. Kleine in Reichweite». Die Betreuungspersonen sollen auch daran erinnert werden, dass sie dafür verantwortlich sind, dass die Kinder beaufsichtigt werden, und nicht etwa die Badmeister. Die bfu stützt sich bei der Kampagnenarbeit stark auf ihre Partnerorganisationen, unter anderen die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG. Aus der Feder der SLRG stammen die sechs bekannten Baderegeln, die jedes Kind und vor allem auch Eltern und Betreuungspersonen kennen sollten. «Kleine Kinder nie unbeaufsichtigt am Wasser lassen! Sie kennen keine Gefahren» lautet auch hier das erste Gebot.

Weitere Informationen sind unter www.water-safetey.ch ersichtlich.


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