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15. Juni 2011
15. Juni 2011
Schülerinnen und Schüler aus Dobrzen Wielki zu Besuch in Wil
Die Stadt Wil unterhält seit 1992 eine Städtepartnerschaft mit Dobrzen Wielki in Polen. Dabei finden regelmässige gegenseitige Besuche statt. Auch die Schulen der Stadt Wil pflegen Partnerschaft und Austausch: In der vergangenen Woche weilte eine polnische Schulklasse mit vier Begleitpersonen in Wil.
Auf Anstoss des Schulrats Daniel Schönenberger kam vor rund sechs Jahren ein erster Kontakt zwischen den Oberstufen in Wil und Dobrzen Wielki zustande. Mittlerweile findet ein regelmässiger Austausch zwischen den beiden Schulen statt. Alternierend besucht jedes Jahr eine Gruppe aus Wiler Jugendlichen die Partnerstadt in Polen, im andern Jahr erfolgt dann der Gegenbesuch. Die Gast-Schülerinnen und -Schüler nehmen dabei einerseits am normalen Unterricht statt, andererseits werden Exkursionen durchgeführt. Bewusst werden die jugendlichen Gäste und ihre Betreuenden jeweils in Privatfamilien untergebracht. Ziel dieses regen Kontaktes ist es, den Schülerinnen und Schülern beider Städte einen Einblick ins jeweils andere Land mit seinen Unterschieden bezüglich Politik, Geschichte und Kultur sowie in seine Sitten und Gebräuche zu ermöglichen sowie persönliche Beziehungen aufzubauen. In Zukunft sollen auch schulische Themen wie beispielsweise das Thema Energie gemeinsam per Internet bearbeitet werden.
In der vergangenen Woche weilten zwölf Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren aus Dobrzen Wielki in Wil. Die Gruppe, zusammengesetzt aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassen, nahm an diversen Schullektionen teil und genoss daneben zusammen mit gleichaltrigen Wilerinnen und Wilern eine Führung durch das Wiler Stadtmuseum und die Altstadt sowie Ausflüge in die Stiftsbibliothek St. Gallen und ins Verkehrshaus in Luzern.
Neben den Einblicken in den Schweizer Alltag sei vor allem der persönliche Gewinn, der sich aus den Begegnungen zwischen den Jugendlichen beider Städte ergebe, sehr wertvoll, hielt Dorota Gajda-Szczegielniak, die Rektorin der Schulen in Dobrzen Wielki, fest. Nicht selten entstünden daraus lang anhaltende Kontakte, die nach Besuch und Gegenbesuch auch durch E-Mails oder Briefe aufrecht erhalten würden. Eine Sprachbarriere stellt sich dabei nur minimal – die Schülerinnen und Schüler aus Dobrzen Wielki sprechen allesamt neben Polnisch auch Deutsch.
Auch die Lehrkräfte profitieren vom Austausch mit den Wiler Kolleginnen und Kollegen, hält die Schulleiterin fest: Ihre Schulen, welche eine Oberstufe, eine Berufsschule und ein Gymnasium umfassen, werden von rund 700 Schülerinnen und Schülern besucht. Als Rektorin könne sie einiges vom Schweizer Schulsystem lernen, aus jedem Austausch könne man vielfältige Erfahrungen mitnehmen. Aus diesem Grund stand für die vier Begleitpersonen neben Exkursionen und gesellschaftlichen Anlässen wie etwa einem Treffen mit Stadtpräsident Bruno Gähwiler unter anderem auch ein Besuch in der Berufsschule Wil auf dem Programm.

Einführung ins Alpstein-Panorama: Stadtpräsident Bruno Gähwiler erklärt der Delegation aus Polen und den Wiler Gastgebern das Panorama vom Hofgarten aus. Von links nach rechts: Wils Stadtpräsident Bruno Gähwiler; Wanda Pietka (Vize-Rektorin Dobrzen Wielki); Maria Tkocz (Informatik-Lehrerin Dobrzen Wielki); Martyna Gonsior (Deutschlehrerin Dobrzen Wielki) sowie Guido Zurburg (Mathematiklehrer Wil); Lorenz Hanselmann (Sprachlehrer und Projektleiter Wil); Michael Hasler (Schulleiter Oberstufe Sonnenhof Wil); Dorota Gajda-Szczegielniak (Rektorin Dobrzen Wielki) und Daniel Schönenberger (Vize-Präsident Schulrat Wil). Auf dem Bild fehlt Marianne Mettler, die Gastgeberin der beiden Rektorinnen.