Stadt Wil

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16. November 2011

16. November 2011

Wil gewinnt den FLUX 2011

Zusammen mit Renens (VD) erhält die Stadt Wil den Preis «FLUX 2011 Goldener Verkehrsknoten». Ausgezeichnet werden insbesondere die schrittweise Entwicklung des Bahnhofs Wil und die Einbindung des Langsamverkehrs.

Die PostAuto Schweiz AG und der Verband öffentlicher Verkehr verleihen jährlich den «FLUX» als Auszeichnung für den «Goldenen Verkehrsknoten». Dieser Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen im öffentlichen Verkehr. Für den FLUX 2011 hat eine nationale Fachjury insgesamt 28 Verkehrsknoten geprüft. Neben dem eigentlichen Angebot – Anzahl sowie Art und Takt der am Knoten zusammenlaufenden Verbindungen – beurteilte die Jury in diesem Jahr vor allem die Verbesserung der Situation des Langsamverkehrs (siehe Kasten). Dazu zählen zum Beispiel das Wegnetz im Nahbereich sowie die Massnahmen zur Sicherheit von Fussgängern und Velofahrern.

Preisträger 2011
In die Schlussrunde schafften es die Bahnhöfe von Burgdorf (BE), Riazzino (TI), Solothurn (SO) sowie Renens (VD) und Wil (SG). Die Jury besuchte die fünf Orte und liess sich die Verkehrsknoten von den jeweiligen Behörden und Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltungen auf einem Rundgang zeigen, während Referate für Zusatzinformationen sorgten. Unter den fünf Finalisten konnten vor allem die letztgenannten zwei die Jury überzeugen: «Die beiden Verkehrsknoten zeichnen sich insbesondere durch den sichtbaren Willen der Standortgemeinden aus, die Entwicklung aktiv zu gestalten und voranzutreiben», so die Jury in ihrem Bericht. Wil und Renens werden daher beide mit dem FLUX 2011 ausgezeichnet; nach Visp (2007), Baden (2008), Frauenfeld (2009) und Horgen (2010) gibt es in diesem Jahr erstmals gleich zwei Preisträger.

Überzeugend bezüglich Verkehr, Raumentwicklung und Prozess
«Der Verkehrsknoten Wil SG überzeugt in allen untersuchten Themenfeldern Verkehr, Raumentwicklung und Prozess», hält die Jury in ihrem Bericht fest: «Insbesondere für den Langsamverkehr wurden über Jahre hinweg annähernd optimale Bedingungen geschaffen. Neben sehr kurzen Umsteigebeziehungen mit einfacher Wegführung besticht er durch ein grosszügiges, intensiv genutztes Bike+Rail-Angebot. Sichere und direkte Wege für den Langsamverkehr führen von wichtigen Orten in der Stadt zum Bahnhof.» Dadurch seien günstige Rahmenbedingungen geschaffen, dass sich der Verkehr in Wil auf das Velo verlagere. Das Vorgehen der Stadtbehörden zur Aufwertung der Situation am Bahnhof für alle Verkehrsteilnehmenden beurteilte die Jury in ihrem Bericht zur Preisvergabe als «beispielhaft».

Schrittweise und stetig
In den Wettbewerbsunterlagen, die von der Jury angefordert worden waren, hatte der Stadtrat Wil auf den kontinuierlichen Ausbau des ÖV- und Langsamverkehrsangebots am und um den Bahnhof Wil hingewiesen. Zur Optimierung des Verkehrsknotens und seiner Zugänge sind dabei mehrere Projekte wie beispielsweise der Fuss- und Radweg Bahnhof – Kantonsschule (2009/2010) oder das neue Parkiersystem für drei Veloparkieranlagen (Juli 2011) bereits realisiert worden. Andere Projekte befinden sich in Planung, etwa ein Betriebs- und Gestaltungskonzept Bushof unter Einbezug des Westquartiers oder das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt «Slow Motion» zur Umgestaltung des Wiler Bahnhofplatzes und der angrenzenden Allee (Realisierung für 2015/2016 vorgesehen).

Lohn und Ansporn
Gestern Dienstag konnte Stadtrat Marcus Zunzer als Vorsteher des Departements Bau, Umwelt und Verkehr in Bern den FLUX 2011 entgegen nehmen. «Optimieren bedeutet für uns, die einzelnen Verkehrsströme weiter zu vernetzen und Grenzen zu verwischen. Das heisst unter anderem, dass im Rahmen des Agglomerationsprogramm Wil der für die Region zentrale Verkehrsknoten Bahnhof Wil weiter gestärkt und verbessert werden soll, und zwar so, dass die verschiedenen innerstädtischen und regionalen Verkehrsträger optimal verknüpft werden», so Stadtrat Zunzer bei der Preisverleihung. Dass er heute für die Stadt Wil die FLUX-Auszeichnung entgegen nehmen dürfe, sei die Bestätigung dafür, dass die Strategie richtig sei, für eine kontinuierliche Weiterentwicklung am Bahnhof Wil verschiedene kleinere, stets aufeinander abgestimmte und ineinander greifende Projekte und Massnahmen umsetzen. «Der Flux 2011 ist einerseits eine Auszeichnung für das bereits Erreichte. Sie ist aber auch Verpflichtung für die Zukunft – nämlich so konstant und konsequent am Knoten Bahnhof Wil weiterzuarbeiten wie bisher. In diesem Sinne gibt uns die Auszeichnung zusätzliche Motivation, auch in Zukunft das Ziel eines optimalen Verkehrsknotens mit allen Beteiligten weiter zu verfolgen.»

  

Stadtrat Marcus Zunzer (rechts im Bild) nimmt in Bern den Preis «FLUX 2011» von Peter Vollmer, Direktor des nationalen Verbands öffentlicher Verkehr, entgegen. Bilder: Raffi P.N. Falchi

Langsamverkehr als FLUX-Schwerpunkt 2011
Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik ist es, die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse möglichst effizient und umweltgerecht zu bewältigen. Die Förderung des Langsamverkehrs, das heisst die gleichgewichtete Berücksichtigung des Fuss- und Veloverkehrs in einer optimierten Verkehrsplanung, leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Damit kann der kostenintensive motorisierte Individualverkehr eingedämmt, die Umwelt- und Lärmbelastung reduziert und die Lebensqualität im Siedlungsraum gesteigert werden. Daraus ergeben sich Einsparungen bei den öffentlichen und privaten Ausgaben für Mobilität und eine Entlastung des Gesundheitssystems infolge steigender Gesundheit und höherem individuellen Wohlbefinden. Seine grösste volkswirtschaftliche Effizienz entfaltet der Langsamverkehr bei der Vernetzung mit öffentlichem und motorisiertem Individualverkehr. Besondere Bedeutung kommt dabei den Verkehrsknoten zu. (Quelle: PostAuto Schweiz AG und Verband öffentlicher Verkehr)


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