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21. Dezember 2011
21. Dezember 2011
Zeughausareal Wil: Start des Ideenwettbewerbs
Der Stadtrat Wil hat das Programm für einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung und Nutzung des Wiler Zeughausareals genehmigt und das Beurteilungsgremium bestellt. Die Startsitzung mit den eingeladenen Architekturbüros hat bereits stattgefunden.
Die Stadt Wil hat 2005 das Zeughausareal in Wil mit einer Fläche von 21‘245 Quadratmetern von der armasuisse gekauft. Grundsätzlich wird für das Zeughausareal gemäss Stadtentwicklungskonzept eine gemischte Nutzung mit Wohnen sowie öffentlicher und gewerblicher Nutzung angestrebt. Der 2010 vom Stadtparlament genehmigte kommunale Richtplan sieht im östlichen Drittel eine Mischnutzung und in den westlichen zwei Dritteln eine Wohnnutzung vor.

Ideenwettbewerb als Basis
Im März 2011 entschied der Stadtrat, einen Ideenwettbewerb als Basis für die weitere Entwicklung des Areals durchzuführen. Das Wettbewerbsprogramm hierfür wurde vom Stadtrat genehmigt. Auf Basis dieses Programms sind durch Architekturbüros in einem Ideenwettbewerb überzeugende, verschiedenartige Lösungsansätze für eine in mehrerer Hinsicht modellhafte Bebauung aufzuzeigen.
Mit dem Ideenwettbewerb sollen insbesondere folgende Aspekte geklärt werden:
• Städtebauliches System (Baufelder, Freiflächen, Verbindungsräume)
• Verkehr und Parkierung
• Einbindung der Bauten ins Quartier (Volumetrie)
• Nutzungsverteilung Wohnen (Wohnqualität für zeitgemässes Wohnen und für Familien) / Arbeiten-Gewerbe / öffentliche Nutzung
• Mass der Nutzflächen (Dichte der Bebauung)
• Überlegungen zu Quartiernutzung und -bedürfnissen
• Nachhaltigkeit (Energie, Ökologie, Wirtschaftlichkeit)
• Etappierbarkeit (Erschliessung, Bau, Verkauf)
• Lärmschutz gegenüber Georg-Rennerstrasse
Drei Architekturbüros eingeladen
Um Lösungsvarianten zu erhalten sowie als Grundlage für ein Richtprojekt wird ein Studienauftrag durchgeführt: Drei Architekturbüros wurden eingeladen, in einem Workshop-Verfahren aufzuzeigen, wie die definierten Ziele erreicht werden können und welche weiteren Fragen allenfalls noch zu klären sind. Das Workshopverfahren wird durch Willi Egli, Architekt BSA SIA Zürich, als Mitglied Architektenkollegium der Stadt Wil geleitet.
Folgende Architekturbüros nehmen teil:
• Diethelm-Grauer Peter + Johanna, Teufenerstrasse 25, 9000 St. Gallen
• Dietrich / Untertrifaller / Stäheli Architekten, Höhenweg 33, 9000 St. Gallen
• Knapkiewicz & Fickert Architekten, Brauerstrasse 60, 8004 Zürich
Die teilnehmenden Büros können für einzelne Fachbereiche (Nachhaltigkeit, Städtebau, Quartieraufwertung) weitere Fachleute beiziehen.
Vertreter der Stadt und Fachleute
Für die Beurteilung der Arbeiten wurde ein Beurteilungsgremium eingesetzt. Diese setzt sich aus Vertretern der Stadt Wil sowie Fachexperten zusammen:
• Willi Egli, Architekt BSA SIA Zürich, Architektenkollegium der Stadt Wil (Vorsitz)
• Josef Leo Benz, Dipl. Architekt ETH BSA SIA, Wil
• Pierre Feddersen, Dipl. Architekt ETH SIA, Planer FSU, Zürich
• Albert Schweizer, Immobilienökonom, Quartiervertreter und Präsident HEV, Wil
• Bruno Gähwiler, Stadtpräsident Stadt Wil
• Barbara Gysi, Stadträtin, Departementsvorsteherin Soziales, Jugend und Alter, Stadt Wil
• Marcus Zunzer, Stadtrat, Departementsvorsteher Bau, Umwelt und Verkehr, Stadt Wil
Mit beratender Stimme gehören dem Beurteilungsgremium seitens der Stadt Wil zudem Ruth Schönenberger (Departementssekretärin Departement Bildung und Sport), Renato Tamburlini (Leiter Abteilung Hochbau) und René Haefeli (Stadtplaner), welcher den Studienauftrag vorbereitet hat und begleiten wird, an.
Zukunftsgerichtet und nachhaltig
Die Aufgabenstellung umfasst eine Nutzungs-, Bebauungs- und Erschliessungsstudie. Nebst den zentralen Fragen der Nutzungsaufteilung und Quartieraufwertung ist auch der Anbindung an das umliegende Siedlungsgebiet in städtebaulicher, funktionaler und verkehrstechnischer Hinsicht ein besonderes Augenmerk beizumessen. Es ist beabsichtigt, das Zeughausareal als ein zukunftsgerichtetes und nachhaltiges Quartier zu entwickeln als Impuls sowie mit Modellcharakter für die Siedlungserneuerung im Lindenhofquartier. Daher sind im Wettbewerb auch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit wichtige Themen.
Start Mitte Dezember erfolgt
Im Rahmen einer Startveranstaltung wurden Mitte Dezember 2011 Verfahren und Aufgabenstellung erläutert und das Bearbeitungsgebiet mit allen Beteiligten besichtigt. In einem ersten Workshop (Februar 2012) werden die Büros dem Beurteilungsgremium einzeln ihre Leitideen, städtebauliche Konzeption und grundsätzliche Überlegungen zur Quartieraufwertung präsentieren. In einem zweiten Workshop (März 2012) sind sodann die weiterentwickelten Konzepte vorzustellen, gleichzeitig müssen die Büros erläutern, wie sie die Erkenntnisse aus dem ersten Workshop umgesetzt haben. Diese Inhalte werden sodann in den Schlussbericht des Beurteilungsgremiums integriert, wobei das Gremium auf Basis dieser Beiträge Empfehlungen zuhanden des Stadtrates für das weitere Vorgehen abgibt. Die Schlussbesprechung des Beurteilungsgremiums ist für April 2012 vorgesehen, der Schlussbericht soll Mitte Mai 2012 vorliegen. Die Bevölkerung der Stadt Wil, insbesondere die Quartierbevölkerung im Lindenhof, wird im Juli 2012 über die Ergebnisse anlässlich einer Informationsveranstaltung orientiert werden. Anschliessend werden die von den drei Architekturbüros erstellten Projektstudien öffentlich ausgestellt.