Stadt Wil

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12. August 2009

Sommerserie «Gemeindevereinigung Wil-Bronschhofen»

Eine Serie von Texten während der Sommerferien - veröffentlicht vom Gemeinderat Bronschhofen und vom Stadtrat Wil - beleuchtet verschiedene Themenfelder der Vereinigung mit Blick auf die Grundsatzabstimmung im September. Dieser Beitrag schliesst die Serie ab. Bislang erschienen:

«Herausforderungen gemeinsam angehen» (
Teil 1, 1. Juli 2009)
«Gemeinsam für mehr Wohn- und Lebensqualität» (
Teil 2, 8. Juli 2009)
«Gemeinsam für die Stärkung des Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandortes» (
Teil 3, 15. Juli 2009)
«Gemeinsam für ein attraktives Bildungs- und Freizeitangebot» (
Teil 4, 22. Juli 2009)
«Gemeinsam für eine bürgernahe, effiziente Behörden- und Verwaltungstätigkeit» (
Teil 5, 29. Juli 2009)
«Gemeinsam für einen gesunden Finanzhaushalt mit tiefen Steuern» (Teil 6, 5. August 2009)

 

Teil 7: Gemeinsam für die Vielfalt in der Einheit

Bronschhofen und Wil haben gemeinsame Wurzeln, aber eine jeweils eigene Geschichte und einen eigenständigen Charakter. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Alltag zeigt aber bereits heute viel Gemeinsames zwischen Wil und Bronschhofen. Eine Vereinigung fördert dieses in vielen Lebensbereichen bestehende Zusammengehörigkeitsgefühl, wobei auch in der neuen Gemeinde der individuelle Charakter der Dörfer und Quartiere sichtbar bleiben wird.

Der Wiler Turm auf Bronschhofer Boden ist ein symbolträchtiger Ausdruck der Verbundenheit über die Gemeindegrenzen hinweg. Das zeigt sich auch im Alltag: In Vereinen und bei Festen wird zusammen gearbeitet und gefeiert. Verbindendes besteht auch durch Zugehörigkeit zu den gleichen Kirchgemeinden sowie durch gemeinsame Vereins- und Freizeittätigkeit oder den gemeinsamen Schulbesuch.

Engagement der Bevölkerung ist entscheidend
Durch diese Verbundenheit haben Wil und Bronschhofen in vielen Bereichen des Lebens heute schon so etwas wie eine gemeinsame Identität. Sicher: Wil und Bronschhofen werden sich zusammen anders entwickeln als wenn sie selbstständig bleiben. Doch auch in einer gemeinsamen Gemeinde bleiben die Identifikation und das Heimatgefühl mit dem Dorf, in dem man lebt und seinen Freundeskreis hat, erhalten – eine Vereinigung muss nicht zu einem Verlust der eigenen Identität führen. Die Qualität und Vielfalt des dörflichen Lebens bleibt erhalten, hängt sie doch weniger von Gemeindegrenzen als vielmehr vom Engagement der Bevölkerung ab, die dörfliche Kultur lebendig zu gestalten und Werte und Traditionen zu pflegen.

Verstärkte Beachtung
Eine Vereinigung der beiden Gemeinden führt nicht nur zu einem neuen Selbstbewusstsein, sondern auch zu einer neuen Aussenwahrnehmung als starkes Zentrum der Agglomeration Wil. Dies hat eine Ausstrahlung in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur und eröffnet damit auch die Chance, der Stadt verstärkt regionale und kantonale oder gar nationale Beachtung zu verschaffen.

Bestehende Elemente führen zu etwas Neuem
Vor diesem Hintergrund ist denn auch der Name der vereinigten Stadt zu sehen. Die neue Gemeinde soll im Standortmarketing vom Bekanntheitsgrad und Marketingwert des Namens Wil profitieren, diesen weitertragen und verstärken. Um gegen aussen zu zeigen, dass mit der Vereinigung etwas gemeinsam Neues entsteht, verschmelzen im vorgeschlagenen Wappen die wesentlichen Elemente beider heutiger Wappen, nämlich Ammonschnecke und Bär mit V-doppio.

 

Korporationen nehmen an Gesprächen teil

In der Stadt Wil stellen die Technischen Betriebe Wil TBW die Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Kommunikationssignalen sicher. In Bronschhofen hingegen bestehen zahlreiche Korporationen, welche einen wichtigen Versorgungsauftrag erfüllen. Diese Körperschaften – es sind dies die Dorfkorporationen Bronschhofen, Rossrüti, Maugwil, die Elektra Trungen, die Elektrakorporation Maugwil-Uerental-Boxloo-Weid und die Brunnengesellschaft Trungen – haben sich bereit erklärt, an den Gesprächen über die Vereinigung der politischen Gemeinden teilzunehmen. Letztlich liegt die Entscheidung, ob sie einen gemeinsamen Weg mit den politischen Gemeinden gehen wollen, allein in der Zuständigkeit der Korporationen.

Die Ortsgemeinde Wil wird durch eine Vereinigung zwischen den politischen Gemeinden Wil und Bronschhofen hingegen nicht in ihrem Bestand tangiert, in Bronschhofen gibt es keine Ortsgemeinde mehr. Und da Wil und Bronschhofen heute schon Teile der katholischen und evangelischen Kirchgemeinden sind, sind auch diese vom Vereinigungsprojekt nicht betroffen.

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