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21. Juli 2010
Sommerserie «Sportpark Bergholz» - Teil 2
Vielfalt für einen attraktiven Sportpark Bergholz
Das Gesamtprojekt Sportpark Bergholz bietet diversen Nutzendengruppen geeignete Infrastruktur für Sport und Freizeitvergnügen. Es umfasst ein Challenge-League-Fussballstadion, eine Eishalle, ein Hallenbad mit Wellness-Oase und ein Freibad sowie einen gemeinsamen Eingangs- und Kassenbereich mit Gastronomie und Shop, eingefasst in zeitgemässe Architektur.
Fussballstadion für einen Challenge League-Spielbetrieb: Das Fussballstadion, das die Auflagen der Swiss Football League für den Challenge-League-Spielbetrieb erfüllt, wird in etwa im Bereich des heutigen Stadions realisiert. Mit einer überdachten Tribüne und einer VIP-Lounge bietet es 700 gedeckte Sitz- und 5300 Stehplätze, eine gedeckte Gegentribüne ist als Option später möglich. Ein Kunstrasenbelag erlaubt einen Ganzjahresbetrieb – nicht nur für den FC Wil, sondern insbesondere auch als Spiel- und Trainingsfeld für den Jugendfussball.
Eishalle: Der anstelle der heutigen Eishalle geplante Neubau bietet Platz für 1000 Personen. Eisfeld, Publikumsanlagen und Garderobeninfrastruktur entsprechen den Vorgaben des Schweizerischen Eishockeyverbandes für die 1. Liga. Im Sommer dient die Anlage dem Inline-Skating. In der Halle stehen ein VIP-Bereich, Getränke- und Grillstände sowie rollstuhlgängige Toiletten zur Verfügung.
Hallenbad mit Warmwasser-Aussenbecken und Wellnessbereich: Die Schwimmhalle bietet ein 25-Meter-Schwimmbecken und ein Mehrzweck-Lernschwimmbecken mit Hubboden sowie ein Warmwasser-Aussenbecken. Für jüngere Besuchende hält der Kinderplanschbereich Wasserspiele und -attraktionen sowie eine 80 Meter-Rutschbahn bereit, welche über den Aussenraum zurück in die Schwimmhalle führt. Der Wellnessbereich, über eine Galerie mit dem Hallenbad verbunden, umfasst eine Finnische sowie eine Biosauna, ein Dampfbad, Erlebnisduschen, einen Kaltwasser- und einen Kneippbereich, dazu Massagebuchten, ein Solarium, Ruheräume und ein Aussenraum mit Whirlpool. Diese Vielfalt steigert die Attraktivität und damit die Auslastung und Wirtschaftlichkeit des Hallenbades.
Freibad: Das heutige Freibad wird ausgebaut und saniert, insbesondere die veraltete Badewassertechnik ist vollständig zu erneuern. Die Anlage umfasst ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Nichtschwimmer-, ein Kinderplansch und ein Strömungsbecken sowie eine Rutschbahn, einen Sprungturm und ein Spiel-Piratenschiff.
Ineinandergreifende Elemente, verbundene Systeme
Der neue Sportpark Bergholz ist mehr als nur eine Gruppe einzelner unabhängiger Elemente – in diversen Bereichen greifen die Anlagenteile ineinander wie Zahnräder.
Bauliche Zusammenhänge: Der Eingangs- und Kassenbereich, die Eishalle, das Hallenbad und die Fussball-Tribüne sind um einen gemeinsamen Platz gruppiert, der zugleich Zugangsraum für die Sportaktivitäten, Begegnungsstätte sowie Aufenthaltsraum für Anlässe ist. Unabhängig von den Betriebszeiten der einzelnen Anlagenteile ist der Platz als öffentlicher Raum Teil der Stadt– die freie Wegverbindung zwischen Wohnquartieren und Infrastruktur West unterstreicht dies.
Haustechnik und Energie: Die Gebäudetechnik ist zentral für das Funktionieren und die Wirtschaftlichkeit. Energiequellen und -bezüger sind über einen Wärmepool optimal miteinander verbunden, wobei zuerst alle Abwärmequellen genutzt werden, bevor zusätzliche Energiequellen zum Einsatz kommen. Hauptlieferant für Wärme-Energie ist die Abwärme der Eiskälteanlage, ergänzend wirken ein Biogas-Blockheizkraftwerk und eine Solaranlage sowie ein Erdgaskessel, der Spitzenlasten auffängt.
Zentraler Eingangs- und Kassenbereich: Der gemeinsame Eingang funktioniert als Anlaufstelle für alle Besuchenden: Vereins- wie auch Freizeitsportlerinnen und -sportler, Restaurantgäste und Mitarbeitende gewinnen rasch einen Gesamtüberblick und gelangen auf kurzen Wegen in die Anlagenteile. Übersichtlichkeit und Nähe, welche sich durch die gemeinsame Nutzung des Eingangs und der Kasse ergeben, erlauben einen schlanken, das heisst wenig personalintensiven Betrieb.
Durch- und Einblicke: Das Fussballstadion entwickelt sich mit Sitztreppen von der Eingangsebene aus nach unten zum Spielfeld, was einen freien Blick über die ganze Fussballanlage erlaubt. Grosszügige Fensterflächen in der Eishalle und im Hallenbad ermöglichen einen offenen Blick in andere Gebäude- und Anlageteile sowie ins Freibad. Der zentrale Platz beim Eingangsbereich schliesslich ermöglicht freie Aussicht in allen Richtungen und verstärkt die Wahrnehmung des Sportparks Bergholz als zusammenhängendes, zusammengehöriges Ganzes.
Bei zeitgleicher Gesamtrealisation können Bau, Betrieb und Energiehaushalt wirtschaftlich optimiert werden – da die einzelnen Elemente verzahnt sind und ineinander greifen, können so Kosten gespart werden. Eine etappierte Realisierung des Sportparks Bergholz hingegen ist nicht vorteilhaft. Bereits in der ersten Etappe müsste die komplette Haustechnik gebaut werden, ohne dass die wichtigen Synergien bezüglich Energie und Wärme zum tragen kämen. Zudem wäre die Baustellen-Installation für jede Etappe wieder neu zu erstellen, was Mehrkosten brächte – ganz abgesehen von den Beeinträchtigungen für den Betrieb sowie für Anwohnende und Nutzende.^
Nächste Woche im Teil 3 der Sommerserie: Finanzielle Aspekte des geplanten Projektes «Sportpark Bergholz».
Bislang erschienene Teile der Sommerserie: «Neuer Sportpark nach 47 Jahren» (14. Juli 2010)