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28. Juli 2010
Sommerserie «Sportpark Bergholz» - Teil 3
Investitionskosten für die Realisierung des Gesamtprojekts «Sportpark Bergholz»
Für den Bau des Sportparks Bergholz ist mit Investitionskosten von brutto rund 57,5 Millionen Franken zu rechnen. Das ist eine für die Stadt Wil einmalig hohe Summe, die aber gerechtfertigt ist: Die Stadt Wil erhält dafür eine wieder sehr attraktive, zeitgemässe Sportanlage. Und mit dem Umsetzen des Projektes für die Gesamtanlage wird die einmalige Chance geschaffen, Fussballstadion, Eishalle, Freibad und Hallenbad gleichzeitig betriebs- und kostenoptimiert zu erstellen.
Im Wettbewerbsverfahren, das der Stadtrat für das Gesamtprojekt «Sportpark Bergholz» ausgeschrieben hat (siehe Sommerserie Teil 1), wurden von den eingeladenen Totalunternehmern Projekte mit einer Kostenspanne von (bereinigt) 52 bis 81,5 Millionen Franken eingereicht. Da diese Beträge allesamt über der ursprünglichen Vorgabe von netto 46,7 Millionen lagen, wurde eine Verzichtsplanung durchgeführt.
Zustimmung des Stadtparlaments
In der Beurteilung überzeugte schliesslich das Projekt der Implenia AG die Jury, wobei in der Bewertung neben der architektonischen und städtebaulichen Lösung insbesondere auch das optimale Kosten-Nutzenverhältnis und die beste Grundlage für eine kostengünstige Betriebsführung zu überzeugen vermochte. Von der Jury wurden aber nicht nur die Kosten alleine, sondern zahlreiche weitere Faktoren berücksichtigt. Das Siegerprojekt der Implenia AG ging ursprünglich von Kosten von 62 Millionen Franken aus. Nach der Überarbeitung erhielt die Implenia AG den Zuschlag für einen Preis von 56,3 Millionen. Nach einer Optimierungs- und Komplettierungsphase, in der auch die Kosten für die Erstausstattung und übrige Projektkosten einbezogen wurden, ergaben sich Bruttokosten in der Höhe von 57,539 Millionen Franken für das Gesamtprojekt. Abzüglich der Beiträge Dritter geht der Stadtrat von Nettoinvestitionen in Höhe von 49,39 Millionen Franken aus.
Das Stadtparlament hat die Bauvorlage für den Sportpark Bergholz und damit auch den Baukredit im Mai und Juli 2010 in zwei Lesungen beraten. Schliesslich stimmte es dem Baukredit von brutto 57,539 Millionen Franken mit 29 Ja- zu 5 Nein-Stimmen zu.
Unterschiedliche Kosten der einzelnen Anlageteile
Von diesem Bruttokredit entfallen auf das Hallenbad mit Wellnessbereich 18,5 Millionen. Die Eishalle mit Platz für 1000 Personen schlägt mit 14,2 Millionen zu Buche, während das Fussballstadion mit 5300 Steh- und 700 Sitzplätzen 10,8 Millionen ausmacht. Der gemeinsame Eingang, das Restaurant sowie weitere zentrale Anlageteile sind zusammen mit 8,7 Millionen veranschlagt, die Sanierung und Erweiterung des Freibades kommt auf 3,2 Millionen Franken zu stehen. Die Erstausstattung – sämtliche mobilen Betriebseinrichtungen, Betriebsmittel und Kleininventar, welche für die Funktions- und Betriebsbereitschaft der Anlage erforderlich sind – macht 1,8 Millionen aus, während die übrigen Projektkosten wie externe Beratung oder Versicherungen auf 0,4 Millionen veranschlagt sind.
Beteiligungen an den Investitionskosten
Die heutige Sportanlage Bergholz wird von Wilerinnen und Wilern sowie von Vereinen aus Wil rege genutzt, aber auch von auswärtigen Besuchenden und Vereinen aus der ganzen Region. Zudem wurde beim Bau der Kanti Wil, welche von St. Galler und Thurgauer Schülerinnen und Schülern besucht wird, bewusst auf die Erstellung eigener Aussensportanlagen verzichtet, dafür wurde die Mitnutzung der Bergholz-Anlagen für den Sportunterricht vertraglich vereinbart.
Investitionsbeiträge der Kantone St. Gallen und Thurgau: Wil hat die Kantone St. Gallen und Thurgau um eine Beteiligung an den Investitionskosten ersucht. Beide Kantone haben die regionale Bedeutung des Sportparks Bergholz bestätigt und die Gesuche der Stadt Wil um Beiträge aus ihren Sport-Toto-Fonds an den Bau des Sportparks Bergholz grundsätzlich positiv beantwortet, auch wenn sie dabei unter den vorgesehenen Beteiligungen (St. Gallen: Hallen- und Freibad je vier Prozent, Eishalle und Fussballstadion je 20 Prozent; Thurgau: Eishalle, Hallen- und Freibad je ein Prozent) blieben. Bereits fix zugesichert hat die St. Galler Regierung 2 Millionen; der Thurgauer Regierungsrat hat einen Beitrag von 200‘000 Franken gesprochen.
Investitionsbeiträge der Vereine: Vorgesehen ist, dass die primär nutzenden Vereine der einzelnen Elemente einen Teil der Investitionskosten für ihre jeweiligen Anlagenteile beisteuern – für den Fussball zehn Prozent der Stadion-Kosten von 10,8 Millionen, für den Eissport fünf Prozent der Eishalle-Kosten von 14,1 Millionen. Dabei haben die Vereine die Wahl, wie sie ihren Anteil erbringen – als Geldleistungen, Sponsoring oder mit im Bauverlauf möglichen, mit dem Totalunternehmer vertraglich detailliert abzustimmenden Eigenleistungen. |
Nächste Woche im Teil 4 der Sommerserie: Betrieb des Sportparks Bergholz
Bislang erschienene Teile der Sommerserie: «Neuer Sportpark nach 47 Jahren» (14. Juli 2010); «Vielfalt für einen attraktiven Sportpark Bergholz» (21. Juli 2010)