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18. August 2010
Deckungsgrad auf 97.5 Prozent verbessert
Im vergangenen Jahr konnte der Deckungsgrad der Pensionskasse der Stadt Wil um 5.8 Prozentpunkte von 91.7 auf 97.5 Prozent deutlich verbessert werden. Die vom Stadtrat im Oktober 2009 beschlossenen Sanierungsmassnahmen werden weitergeführt.
Die Stadt Wil führt eine eigene Pensionskasse als unselbständige, öffentlich-rechtliche Anstalt. Das oberste Organ ist der Stadtrat, welcher dabei durch die paritätische Pensionskassen-Kommission unterstützt wird. Für die operative Verwaltung ist der Leiter Finanzverwaltung der Stadt Wil, Reto Stuppan, zuständig.
Insgesamt 356 Versicherte
In der Pensionskasse der Stadt Wil waren per 31. Dezember 2009 insgesamt 356 Personen (201 Personen Allgemeiner Haushalt, 55 Technische Betriebe und 70 Alterszentrum Sonnenhof; ebenfalls angeschlossen sind 9 Personen Sicherheitsverbund, 11 Ortsgemeinde Wil, 2 Wil Tourismus, 3 WIPA Wiler Parkhaus AG, 3 Fachstelle Ostschweiz und 2 freie Mitglieder) versichert, das sind 16 Personen mehr als per 31. Dezember 2008. Die Bilanzsumme belief sich am 31. Dezember 2009 auf 100‘556‘110 Franken, das sind 12‘550‘343 Franken oder 14.3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Unterdeckung reduziert
Hatte die Pensionskasse der Stadt Wil das Jahr 2008 noch mit einem Defizit von rund 7,84 Millionen Franken als Jahresergebnis abgeschlossen, konnte sie sich im vergangenen Jahr um rund 13,14 Millionen Franken verbessern, so dass sie am 31. Dezember 2009 ein positives Jahresergebnis von 5‘299‘846 Franken ausweisen konnte. Der Deckungsgrad belief sich auf 97.5 Prozent und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr von 91.7 um 5.8 Prozent verbessert. Die Unterdeckung konnte von rund 7,84 Millionen Ende 2008 auf 2‘543‘000 Franken per 31. Dezember 2009 reduziert werden.
Sanierungsmassnahmen geplant und umgesetzt
Bei einer Unterdeckung trifft der Stadtrat auf Antrag der städtischen Pensionskassenkommission Massnahmen zur Beseitigung dieser Differenz. Im Oktober 2009 hatte der Stadtrat entsprechend vier Massnahmen definiert, welche ab 1. Januar 2010 umgesetzt wurden. Einerseits wurden die Pensionskassenbeiträge um 2 Prozentpunkte erhöht, hälftig aufgeteilt auf Arbeitgeber- und Versichertenbeitrag. Andererseits wurden für Mitarbeitende, die nach der ordentlichen Pensionierung weiterbeschäftigt werden, ordentliche Beiträge vom Beitragslohn von 10 Prozent durch die Versicherten und von 11 Prozent durch die Arbeitgeber geleistet.
Zudem wurde per 1. Januar 2010 eine «Stop Loss»-Rückversicherung für die Risikominimierung bei Invaliditätsereignissen von über Fr. 1 Mio. abgeschlossen. Nicht die einzelnen Versicherten, sondern die Pensionskasse als Ganzes wird dabei rückversichert.
Aufgrund des unveränderten Indexstandes der Landesteuerung war im vergangenen Jahr für städtische Angestellte und Pensionierte kein Teuerungsausgleich vorgesehen. Eine vierte Massnahme – der Verzicht auf die Teuerungsanpassung der Altersrenten – musste nicht umgesetzt werden. Da keine Teuerung auszugleichen war, konnten die dafür vorgesehenen Mittel zur Reduktion der Unterdeckung beigezogen werden.
Massnahmen trotz Verbesserung weiter beibehalten
Mit den getroffenen Massnahmen konnte der Deckungsgrad per 31. Dezember 2009 deutlich von 91.7 Prozent auf 97.5 Prozent verbessert werden. Dennoch lag bei Jahresende noch eine Unterdeckung von 2.5 Prozent oder 2'543'000 Franken vor, das Defizit in der Wertschwankungsreserve betrug zusätzlich 11,5 Millionen Franken. Die unsicheren Wirtschaftsprognosen rechtfertigen, an den Sanierungsmassnahmen weiter festzuhalten, so der Stadtrat, welcher die Jahresrechnung 2009 genehmigt und zum Versand an die Pensionskassenmitglieder freigegeben hat.