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Kulturförderung

Eingabe von projektbezogenen Beitragsgesuchen

Die Stadt Wil kann einmalige Beiträge, Defizitgarantien und wiederkehrende Beiträge ausrichten. Für wiederkehrende Beiträge wird zwischen der Stadt und dem Kulturveranstaltenden eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen.

Die Beitragsgesuche sind der Fachstelle Kultur mittels Onlineformular einzureichen. Auf der Website des Kantons St. Gallen sind unter anderem auch Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten der Kulturförderung zu finden. Die Gesuche sind, wenn möglich, drei Monate vor dem Veranstaltungstermin einzureichen. An folgenden Daten berät die Kulturkommission über Gesuche: 23. Februar 2021, 17. Mai 2021, 30. August 2021 und 4. November 2021.

Die Kulturförderung der Stadt Wil beruht auf dem Subsidiaritätsprinzip. Angemessene Eigenleistungen der Kulturschaffenden werden in jedem Falle vorausgesetzt. Eine weitere, wichtige Förderplattform der Region ist ThurKultur. Der Verein ThurKultur bezweckt eine partnerschaftliche und entschlossene Kulturförderung der politischen Gemeinden der Regio Wil und der Ämter für Kultur des Kantons St.Gallen sowie des Kantons Thurgau im Verbund mit Kulturschaffenden und Kulturveranstaltenden sowie Dritten.

Kultur-, Anerkennungs- und Förderpreise

Die Stadt Wil fördert Kulturschaffende mit der Vergabe von verschiedenen Preisen. Diese werden vom Stadtrat auf Empfehlung der Kulturkommission vergeben. Die Verleihung der Auszeichnungen finden jährlich im Rahmen einer öffentlichen Feier in der Tonhalle statt.

Kulturpreisverleihung 2019
Die Stadt Wil vergab Ende November 2019 einen Anerkennungspreis an die Historikerin Dr. Magdalen Bless und an die Leiterin des Living Museum Dr. Rose Ehemann. Zudem erhielt der bildende Künstler Sebastian Stadler und die Altstadtvereinigung Wil je einen Förderpreis. Das Atelierstipendium Bick im Tessin ging an die schreibende Künstlerin Jeannette Loosli Gassama.

 

Atelierstipendium Bick

Dank des Wiler Künstlers Eduard Bick (1883-1947) gibt es seit 1959 Künstlerresidenzen im Tessin. Sein Wohn- und Atelierhaus in Sant‘Abbondio und ein Teil des Vermögens seiner Frau Angelika Bick bildeten die Basis der Stiftung Eduard Bick. Die Stadt Wil vergibt jährlich einen Aufenthalt von vier Wochen als Stipendium in einem der vier Bick-Häuser (ausgenommen Hauptsaison: Mitte Juni – Mitte September). Zum kostenlosen Aufenthalt kommen 1000 Franken Taschengeld hinzu.

Die Häuser bieten Platz zum künstlerischen Arbeiten in unterschiedlicher Ausstattung und sind auch für Familien geeignet. Es herrscht Residenzpflicht. Bewerbungsberechtigt sind Kunstschaffende (aller Sparten) mit Bezug zur Stadt Wil. Die Bewerbung kann formlos per Email erfolgen mit der Angabe von Gründen, die für einen Aufenthalt sprechen (kurzes Motivationsschreiben) und einem Link auf die Dokumentation des eigenen Werkes und der Biographie (bitte keine Dokumente mailen).

Zusätzlich zum Atelierstipendium kann ein Mentoring beantragt werden. Damit ist gemeint, dass ein Mentor eingeladen werden kann, der sein fachliches Wissen oder seine Erfahrungen weitergibt, bei einer Projektentwicklung unterstützten wirkt oder die künstlerische Tätigkeit kritisch beurteilt und mit dem Stipendiaten bespricht. Gewünschte Mentoren, Experten oder Projektpartner sind mit entsprechender Begründung anzugeben.

Anzugeben sind zudem die gewünschten Zeitfenster des Aufenthaltes und das gewünschte Haus. Zur Orientierung kann man sich auf der Webseite  informieren. Aufenthalte können auf eigene Kosten verlängert werden. Es gelten dann die Preise ab der 4. Woche. Diesbezügliche Wünsche sind bei der Bewerbung anzugeben und können bei Erhalt des Stipendiums individuell mit dem Büro der Stiftung vereinbart werden.

Die Kulturkommission der Stadt Wil bildet die Jury, ihre Entscheide sind nicht anfechtbar. Das Stipendium wird jeweils anlässlich der Verleihung der Förder-, Anerkennungs- und Kulturpreise der Stadt Wil übergeben.

Atelierstipendium Genua

Um entstehen und reifen zu können, braucht Kunst neben Inspiration und Ideen auch Zeit und Raum – und genau diese beiden Dinge stellt die Stadt Wil in Form eines Atelierstipendiums vom 1. September bis 30. November 2021 in Genua zur Verfügung.

Die SKK (Städtekonferenz Kultur) stellt ihren zwei Atelierplätze in Genua für jeweils drei Monate zur Verfügung. Ziel der Ateliervergabe ist es, professionelles Kunstschaffen und den Kulturaustausch zwischen der Schweiz und dem Gastland zu fördern. Die Ateliers können jeweils von zwei Personen aus verschiedenen Städten gleichzeitig genutzt werden.

Bewerbung bis 22. Februar 2021
Die Stadt Wil als Mitglieder der SKK lädt ein, sich für die Zeit vom 1. September bis 30. November 2021 für das Atelier in Genua zu bewerben. Das zweite Atelier wird durch Kulturschaffenden aus Chur belegt. Die Ausschreibung richtet sich an Kulturschaffende der Bereiche Kunst, Fotografie, Video, Film, Theater, Tanz, Literatur und Musik. Für verstärkte Musik eignet sich das Atelier nicht. Das Atelier darf ausschliesslich alleine genutzt werden. An den Lebenskosten vor Ort beteiligt sich die Stadt Wil mit 4'500 Franken.

Interessierte Kunstschaffende sollten flexibel, unkompliziert und offen sein sowie bereit, sich auf eine Wohngemeinschaft einzulassen. Weiter ist eine Bereitschaft erforderlich, sich während drei Monaten mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen und sich an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Es wird empfohlen, vor einer Bewerbung die Informationen zu den Ateliers auf der Website der SKK zu lesen.

Künstlerisch tätige Personen mit Wohnsitz, Wirkungsort oder starkem Bezug zur Stadt Wil können ihre Bewerbung bis 22. Februar 2021 schriftlich bei der Fachstelle Kultur der Stadt Wil einreichen. Sie müssen neben einem Motivationsschreiben Informationen zur Person, zum bisherigen Werk und zum während des Atelieraufenthalts geplanten Projekt enthalten. Die Kulturkommission der Stadt Wil bildet die Jury, ihr Entscheid ist nicht anfechtbar.

Atelierstipendium Belgrad

Das letztjährige Atelierstipendium Belgrad hatte Bettina Scheiflinger gewonnen. Sie arbeitete vom 1. September bis zum 31. Dezember an ihrem eingereichten Projekt. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation konnte die Künstlerin nicht nach Belgrad reisen. Sie hat sich dazu entschlossen das Projekt angepasst in Wil umzusetzen. Die SKK und die Stadt Wil haben entschieden das Projekt dennoch wie geplant mit einem Beitrag zu unterstützen.

Auch dieses Atelier wurde von der Städtekonferenz Kultur (SKK) in Zusammenarbeit mit dem Verein Atelier Belgrad für vier Monate zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu diesem Atelier sind auf der Webseite der SKK zu lesen.

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