Rückblick und Ausblick


Rückblick: Die Grundlagen für die Zukunft

Die Ortsplanungsrevision der Stadt Wil ist ein mehrjähriger Prozess, der Schritt für Schritt aufgebaut ist. In den Phasen 0–2 standen die inhaltlichen Grundlagen im Zentrum. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis dafür zu schaffen, wie sich Wil in Zukunft entwickeln soll – räumlich, verkehrlich und im Umgang mit Grün-/Freiräumen.

In dieser Phase wurden das Stadtentwicklungskonzept (STEK) sowie der Richtplan Siedlung und Grün-/Freiraum erarbeitet. Diese Dokumente bilden das strategische Fundament der gesamten Ortsplanung: Sie zeigen auf, wo sich die Stadt verdichten soll, wo Grün- und Freiräume gesichert werden, wie Wohnen, Arbeiten und Mobilität zusammenspielen und welche Quartiere und Areale eine besondere Rolle für die Entwicklung spielen.

Durch die gleichzeitige Bearbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes und des Richtplans Siedlung und Grün-/Freiraum konnten Arbeiten vorgezogen werden, die ursprünglich späteren Phasen zugeordnet waren. Dadurch wurden wichtige Ziele früher erreicht und ein grösserer Leistungsumfang – inklusive erster Verortungen und Konkretisierungen aus Phase 3 – erbracht. Diese parallele Vorgehensweise steigerte die Effizienz und verkürzte den ursprünglichen Zeitplan um ein bis zwei Jahre, verlangte jedoch auch eine engere, zeitintensivere und komplexere Koordination.

Ein zentrales Element war eine breit abgestützte Mitwirkung. In mehreren Strategiekonferenzen, Informationsveranstaltungen in den Wiler Quartieren sowie über eine elektronische, öffentliche Mitwirkung konnten sich Wilerinnen und Wiler, Vereine, Wirtschaft, Politik und Verwaltung einbringen. Die grosse Beteiligung zeigte, wie wichtig die zukünftige Entwicklung unserer Stadt vielen Menschen ist. Die eingegangenen Rückmeldungen werden derzeit ausgewertet und fliessen laufend in die Überarbeitung der Konzepte ein.

Der Prozess verlief effizient, die Arbeiten konnten teilweise parallel erfolgen und blieben innerhalb der bewilligten Kredite. Damit sind heute tragfähige und breit abgestützte Grundlagen vorhanden.


Ausblick: Von der Strategie zur verbindlichen Planung

Auf diesen Grundlagen bauen nun die Phasen 3–5 auf. Während die bisherigen Phasen vor allem strategisch waren, geht es jetzt um die konkrete und rechtlich verbindliche Umsetzung.

Ab 2026 werden:

  • der Zonenplan überarbeitet,
  • das Baureglement neu gefasst und
  • gezielte Teilzonen- und Schwerpunktplanungen für wichtige Entwicklungsgebiete erarbeitet.

Parallel dazu entsteht der Richtplan Verkehr, der sicherstellt, dass Siedlungsentwicklung und Mobilität gut aufeinander abgestimmt sind. Damit wird festgelegt, wie neue Quartiere erschlossen werden und wie Fuss-, Velo-, öffentlicher und motorisierter Verkehr zusammenspielen sollen.

Auch in der nächsten Phasen bleibt die Mitwirkung ein wichtiger Bestandteil. Die bewährten Formate werden weitergeführt. Ziel ist eine Ortsplanung, die fachlich fundiert, politisch mehrheitsfähig und langfristig tragfähig ist.

Der gesamte Prozess ist auf mehrere Jahre ausgelegt. Mit dem Übergang in die nächsten Phasen wird aus der gemeinsamen Vision Schritt für Schritt eine verbindliche Planung – als Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadt Wil bis weit über das Jahr 2028 hinaus.

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