Stadtraum Bahnhof / Allee - FAQ - Oft gestellte Fragen
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Wäre eine kleinere, günstigere Lösung nicht besser?
- Eine Minimalvariante würde die heutigen Probleme (Überlastung, Konflikte, Sicherheitsdefizite) nicht lösen und wäre in wenigen Jahren überholt. Mit einem Flickwerk würden wir langfristig mehr bezahlen.
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Warum braucht die Stadt Wil 9 Haltekanten mit 20 Halteplätzen? Das ist fast gleich viel wie in der Stadt St. Gallen.
- Die Systeme in St. Gallen und Wil sind unterschiedlich. In St. Gallen verkehren die Busse als Durchmesserlinien quer durch die Stadt und müssen am Bahnhof nicht wenden. Längere Standzeiten finden in St. Gallen an den Linienendpunkten statt. Der Busfahrplan ist eng getaktet (alle 6 bis 10 Minuten kommt ein Bus) und nicht auf die Abfahrzeiten der Züge abgestimmt. In Wil hingegen enden die meisten Linien am Bahnhof. Die Regionalbusse fahren im Halbstunden- oder Stundentakt, die Stadtbusse im Viertel- oder Halbstundentakt. Die Fahrpläne müssen auf die Zuganschlüsse nach Zürich und St. Gallen abgestimmt werden. Damit die Anschlüsse zwischen Bus und Bahn funktionieren, halten mehrere Linien gleichzeitig während 3 bis 8 Minuten am Bahnhof. Deshalb braucht es die neun Haltekanten. Ein System mit Durchmesserlinien würde in Wil zu schlechteren Anschlüssen und ungleich versorgten Quartieren führen.
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Warum braucht es das Projekt überhaupt? Es funktioniert doch alles am Bahnhof.
- Auf den ersten Blick funktioniert der Bahnhof – aber nur mit vielen Kompromissen. Heute kreuzen sich auf engem Raum Busse, Velos, Autos und Fussgänger/innen sowie Anlieferungen mit Lastwagen. Der Bushof ist unübersichtlich, teilweise gefährlich und stösst an seine Kapazitätsgrenze. Es fehlt an Barrierefreiheit, Bushaltekanten sind nicht hindernisfrei (gesetzlich vorgeschriebene Behindertengleichstellung). Das Vorhaben sieht eine grundlegende Umgestaltung vor. Wir bekommen einen Bahnhof und eine Allee, die zu Wil passen – ein starkes Tor zur Stadt, auf das wir stolz sein können.
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Was sind die nächsten Schritte? Wann wird das Vorhaben realisiert?
- 29. November 2026 -Volksabstimmung; 2027 - Auflage + Baubewilligungsverfahren; 2029 - Baustart; 2033 - Fertigstellung
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Was sind die Ziele dieses Projekts?
- Das Vorhaben sieht eine grundlegende Umgestaltung vor. Wir bekommen einen Bahnhof und eine Allee, die zu Wil passen – ein starkes Tor zur Stadt, auf das wir stolz sein können. Wir steigern die Erreichbarkeit und stärken Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung. Der Bahnhofplatz wird sicherer, barrierefrei, übersichtlich und witterungsgeschützt. In der Allee steigern wir die Aufenthaltsqualität und gestalten sie klimaresistent. Wenn wir jetzt handeln, sichern wir uns Bundesgelder. Verzögerungen kosten - finanziell und in der Attraktivität des Standorts. Kurz: Das Projekt löst heutige Probleme, macht den Bahnhof bereit für die nächsten 30 Jahre und bringt Vorteile für Bevölkerung, Verkehrsteilnehmende und Gewerbe.
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Welche Auswirkungen hatte die öffentliche Mitwirkung auf das Projekt?
- Die Rückmeldungen aus der Mitwirkung haben zu mehreren Anpassungen geführt. Beispiel Bushof: Die Anordnung der Haltekanten wurde verbessert, damit die Umsteigebeziehungen einfacher und sicherer werden. Beispiel Tiefgarage: Auf einen Ausbau verzichtet die Parkhaus-Betreiberin, da auch in Zukunft genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Zufahrten und die Organisation von Kiss & Ride und Taxis wurden überarbeitet. Beispiel Motorräder: Statt einer unterirdischen Anlage entstehen oberirdisch rund 30 Abstellplätze westlich der Velorampe. Beispiel Allee: Die Gestaltung wurde angepasst, um mehr Platz für Fuss- und Veloverkehr sowie klimaresistente Bäume zu schaffen. Beispiel Mobilitätshub: Der Hub wurde ins Projekt integriert, mit klarer Regelung von Betrieb und Öffnungszeiten.
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Welche Konsequenzen hätte ein Nein der Wiler Stimmbevölkerung?
- Mit einem Nein könnte das Projekt nicht umgesetzt werden. Eine weiterhin unzureichende Infrastruktur sowie die Nichterfüllung des Behindertengleichstellungsgesetzes wären direkte Folgen. Die Stadt Wil müsste weiterhin mit einem Bahnhofplatz und einer Allee leben, die den Anforderungen und Bedürfnissen der Bevölkerung nicht gerecht werden. Zudem hätte ein Nein auch Konsequenzen für die Realisierung weiterer Projekte. Rund um den Bahnhof sind verschiedene Vorhaben Dritter (SBB, Migros, Post) in der Grössenordnung von bis zu 200 Millionen Franken geplant. Das vorliegende Projekt schafft wichtige Voraussetzungen dafür: Damit die Areale rund um den Bahnhof weiterentwickelt werden können, muss zuerst ein funktionierender Bahnhofplatz mit Allee geschaffen werden. Die bereits investierten Planungskosten von 3,272 Mio. Franken (Planungskredit) wären verloren. Die Planung läuft seit rund 15 Jahren und wäre faktisch beendet. Für eine andere Lösung müsste die Planung weitgehend von vorne beginnen – wenn überhaupt ein neues Projekt möglich ist. Aktuell ist von einer Verzögerung von mehr als zehn Jahren auszugehen. Dazu drohen bei einer Neuprojektierung Mehrkosten. Dritte beteiligen sich am vorliegenden Projekt mit mehr als 30 Millionen Franken. Diese Beiträge müssten neu beantragt werden. Ob die Gelder nochmals gesprochen werden, ist offen.
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Bedarf / Notwendigkeit / Nutzen: Wieviele Passagier-Bewegungen verzeichnet der Bahnhof Wil?
- Wil ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe. Gemäss Statistik der SBB verzeichnet der Bahnhof Wil an Werktagen 20'000 Ein-/Ausstiege bei einer Bevölkerungszahl von rund 25'400 Einwohnenden. Im Vergleich: Frauenfeld 26'920 Einwohnende / 11'300 Ein-/Ausstiege - Stadt St. Gallen: 83'840 Einwohnende / 51'300 Ein-/Ausstiege.
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Kosten / Finanzierung / Abstimmung: Kann sich die Stadt Wil diese Investition leisten?
- Wil muss finanziell handlungsfähig bleiben. Deshalb überprüft der Stadtrat laufend mögliche Entlastungen. Trotzdem sind Investitionen in unsere Infrastruktur wichtig. Denn ein Bahnhof ist nicht nur eine Verkehrsdrehscheibe: Ein funktionierender und attraktiver Bahnhof ist die Grundlage dafür, dass Wil weiterhin attraktiv bleibt zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Deshalb ist das Projekt eine Investition in die Zukunft von Wil und es trägt unmittelbar zur Wertschöpfung bei. Die Finanzierung ist so aufgebaut, dass ein grosser Teil der Kosten durch Bundes- und Kantonsbeiträge gedeckt wird. Für die Stadt Wil bleibt ein Anteil von 33,429 Millionen Franken (+/- 15%). Dieser Beitrag ist finanziell machbar und durch die Investitionsplanung gesichert.
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Kosten / Finanzierung / Abstimmung: Wann steht fest, ob die Gelder aus dem Aggloprogramm fliessen?
- Der Zeitplan sieht vor, dass die Fördermittel aus dem Agglomerationsprogramm Ende 2027 für den Bahnhofplatz und Ende 2031 für die Obere Bahnhofstrasse & Allee gesprochen werden.
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Kosten / Finanzierung / Abstimmung: Warum kostet das Projekt so viel?
- Zum einen ist der Handlungsbedarf gross. Zum anderen werden an den Bahnhof und die Allee sehr viele Ansprüche gestellt. Um nur einige Beispiele zu nennen: Pendlerinnen und Pendler wollen schnell auf den Zug oder Bus umsteigen, Taxis müssen ihre Kundschaft befördern, Autofahrende möchten nicht im Stau stehen, das Gewerbe braucht einen Zugang zu Kundinnen und Kunden. Alle diese Bedürfnisse hat das Projekt bestmöglich zu erfüllen. Deshalb enthält das Projekt nicht nur eine bessere Gestaltung, sondern die komplette Erneuerung einer veralteten Infrastruktur. Damit fliessen die Investitionen in eine leistungsfähige Infrastruktur, von der die gesamte Bevölkerung profitiert.
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Kosten / Finanzierung / Abstimmung: Warum stimmen wir über Fr. 63.662 Millionen ab, wenn die Stadt nur Fr. 33.429 Millionen bezahlen muss?
- An den Kosten für das Vorhaben beteiligt sich auch der Bund via Agglomerationsprogramme. Der Agglomerationsbeitrag für die Verschiebung der Endhaltestelle der Appenzeller Bahnen (ehemals FWB) ist bereits bewilligt. Der Bund wird die Beiträge für den Bahnhofplatz und die Obere Bahnhofstrasse & Allee aber erst zu einem späteren Zeitpunkt definitiv sprechen. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament und Stimmvolk einen Baukredit über Fr. 63.662 Millionen – auch wenn die Stadt schlussendlich nur Fr. 33.429 Millionen bezahlen soll. Der Zeitplan sieht vor, dass die Fördermittel aus dem Agglomerationsprogramm Ende 2027 für den Bahnhofplatz und Ende 2031 für die Obere Bahnhofstrasse & Allee gesprochen werden.
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Kosten / Finanzierung / Abstimmung: Warum wartet die Stadt nicht, bis sie die Zusagen vom Bund hat? Aktuell fehlt noch sehr viel Geld.
- Das Bahnhofsprojekt ist für die Bevölkerung von Wil von grosser Bedeutung. Deshalb treibt der Stadtrat das Projekt voran. Gleichzeitig bestehen schon Zusagen für einen Teil der Fördermittel aus dem Agglomerationsprogramm. Die Verlegung der Endhaltestelle der Appenzeller Bahnen wurde im Agglomerationsprogramm der 4. Generation Ende 2023 genehmigt. Der Baustart für diese Massnahme muss zwischen 2024 und 2028 erfolgen. Wird das Projekt nicht innert dieser bestimmten Frist umgesetzt, verfallen diese Gelder.
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Kosten / Finanzierung / Abstimmung: Was passiert, wenn der Bund die Gelder nicht spricht? Kann sich die Stadt Wil das leisten?
- Damit ist aktuell nicht zu rechnen. Das Gesamtvorhaben «Aufwertung Stadtraum Bahnhof Wil» ist schon länger Bestandteil des Agglomerationsprogramms Wil. Mit der Genehmigung der Fördermittel für die Verschiebung Haltestellt der Linie Wil-Frauenfeld hat der Bund eine erste Tranche bereits bewilligt. Beim Modul «Bahnhofplatz mit Bushof» hat der Bund verlangt, dass die Kostengenauigkeit angepasst wird. Zudem stimmte die geplante Erweiterung des Bahnhofparkings nicht mit den Zielen der Verkehrsverlagerung des Bundes überein. Beide Kritikpunkte hat die Stadt ernst genommen und das Vorhaben entsprechend angepasst. Deshalb kann die Stadt Wil davon ausgehen, die Fördergelder durch den Bund gesprochen werden. Sollte es wider Erwarten keine Fördermittel vom Bund geben, dann müsste die Stadt die fehlenden Beträge übernehmen. Diese sind auch in der Investitionsplanung so eingeplant.
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Stadtklima / Allee: Müssen wirklich Bäume gefällt werden?
- Ja, ein Teil ist krank oder geschwächt, sie werden ersetzt. Am Ende gibt es doppelt so viele Bäume wie heute, klimaresistente Arten, die besser wachsen und wieder Schatten spenden.
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Stadtklima / Allee: Warum braucht es eine Neugestaltung der Allee?
- Die Allee prägt Wil – das sehen wir genauso. Aber sie ist heute in einem schlechten Zustand: Viele Bäume – vor allem entlang der Oberen Bahnhofstrasse – fehlen bereits heute bzw. mussten schon gefällt werden, wurden bisher nicht ersetzt und sind krank. Die Wurzeln haben zu wenig Platz, der Klimawandel setzt den Bäumen zusätzlich zu. Gleichzeitig sind die Trottoirs eng, die Querungen unsicher und der Verkehr staut sich. Die Neugestaltung ist eine Investition in die Zukunft: Der Verkehr wird besser geführt und die Fahrbahn breiter. Tempo 30 sorgt für mehr Sicherheit und es entstehen zwei Velospuren. Wir pflanzen doppelt so viele Bäume als heute, setzen klimaresistente Arten, schaffen breitere Geh- und Radwege, Sitzgelegenheiten und viel Grün. Damit bleibt der Charakter der Allee erhalten, wird aber gleichzeitig zu einem Ort, an dem man sich auch in Zukunft gerne aufhält. Eine Allee, die der Stadt Wil auch wirklich gerecht wird.
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Stadtklima / Allee: Wird die Allee zur Betonfläche?
- Nein. Es entstehen neue Baumreihen, breite Kies- und Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Begrünungen. Die Allee bleibt ein Erholungsraum, wird aber klimaangepasst und aufgewertet.
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Tiefgarage / Parkierung: Warum verschwinden oberirdische Parkplätze?
- An den Bahnhof werden viele Anforderungen gestellt: Hier kommen Velofahrende, Fussgängerinnen, Autofahrende, Reisende etc. zusammen. Jeder von ihnen benötigt Platz. Doch über der Erde ist der Platz beschränkt. Deshalb werden die Kurzzeitparkplätze ins Parkhaus verlegt – dort sind sie wettergeschützt und gleichzeitig direkt am Bahnhof.
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Tiefgarage / Parkierung: Warum wird die Tiefgarage der WIPA nicht vergrössert?
- Eine Erweiterung wurde geprüft. Heute ist die Auslastung in Spitzenstunden im Durchschnitt bei rund 50%, vereinzelt auch bei 80%. Eine Auslastung von über 80% kommt nur ein- bis zweimal im Monat vor. Das bedeutet, es besteht noch genügend Kapazität für zusätzliche Autos. Deshalb verzichtet die WIPA aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Erweiterung.
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Tiefgarage / Parkierung: Was passiert mit den Taxis?
- Die Taxistände bleiben oberirdisch im Bereich der Unterführung im Westen und sind gut zugänglich.
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Tiefgarage / Parkierung: Wie profitieren Autofahrende vom Projekt?
- Mit der Verbreiterung der Oberen Bahnhofstrasse gibt es mehr Platz für Autos, Busse und auch Velos. Der Autoverkehr bleibt möglich, wird aber besser geführt: Zufahrten werden klar geregelt, Kurzzeitparkplätze ins Parkhaus verlegt, der Liefer- und Taxi-Verkehr wird anders organisiert. Ziel ist ein funktionierender Platz für alle. Von einer besseren Neuorganisation haben auch die Autofahrerinnen und Autofahrer etwas, weil das Fahren übersichtlicher und sicherer wird.
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Tiefgarage / Parkierung: Wieso bleibt die Einfahrt zur Tiefgarage mitten im Bushof?
- Andere Varianten für die Einfahrt in die Tiefgarage wurden geprüft und verworfen - zum Beispiel über das Westquartier. Keine Alternative erfüllte die Anforderungen in einer Kosten-Nutzen Abwägung besser als der heutige Standort. Die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr wird im Detailprojekt weiter verbessert. Bei anderen Lösungen würde der Verkehr stärker durch die Quartiere geführt. Der Weg über die Obere Bahnhofstrasse ist die direkteste Verbindung, wovon auch die Autofahrenden profitieren.
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Tiefgarage / Parkierung: Wo wird es Plätze für Motorräder geben?
- Im Norden des Bahnhofes der Appenzeller Bahnen (ehemals FWB) entstehen 30 ungedeckte Motorrad-Parkplätze, die von der Weststrasse her erschlossen sind. Aus betrieblichen und finanziellen Gründen sowie mit dem Verzicht auf die Erweiterung des Bahnhofsparkings entfallen die im Vorprojekt vorgesehenen unterirdischen Motorradabstellplätze. Die WIPA AG hat die Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf im Parkhaus eine gewisse Anzahl Autoparkplätze zu Gunsten von Motorrad-Abstellplätzen zur Verfügung zu stellen.
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Velostation / Mobilitätshub: Gibt es nach dem Bau der Velostation noch oberirdische, kostenlose Veloabstellplätze?
- Ja. Es stehen weiterhin oberirdische Abstellplätze an verschiedenen Stellen für die kurzfristige Abstellung zur Verfügung. Wer sein Velo länger, über Nacht oder besonders sicher abstellen möchte, kann die Velostation nutzen. So haben alle die Wahl: kostenlos und schnell draussen oder sicher und komfortabel drinnen.
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Velostation / Mobilitätshub: Ist die Rampe nicht zu steil und unpraktisch?
- Die Rampe wurde gemäss den Normvorgaben geplant. Sie entspricht damit dem Standard. Wir haben in der Planung verschiedene Rampen und Varianten geprüft.
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Velostation / Mobilitätshub: Konkurrenziert die Stadt Private mit dem Mobilitätshub?
- Der Mobilitätshub ist Teil der öffentlichen Infrastruktur am Bahnhof – vergleichbar mit Bushaltekanten oder der Personenunterführung. Es geht um die Grundversorgung der Bevölkerung mit moderner Mobilität. Darum übernimmt die Stadt Verantwortung für den Betrieb, voraussichtlich über die städtische Arbeitsintegration und in Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen oder Sozialfirmen. Der Hub ergänzt das Angebot privater Anbieter, er ersetzt es nicht.
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Velostation / Mobilitätshub: Warum braucht es eine so grosse Velostation?
- Der Bedarf ist nachgewiesen. Weiter sollen auch – wegen der knappen Platzverhältnisse – ca. 480 oberirdische Velo-Abstellflächen in den Untergrund verschoben werden. Mit E-Bikes, Cargovelos und E-Trottinetts steigt der Bedarf. Eine kleine Lösung wäre bald überlastet und teuer bzw. kaum mehr nachzurüsten. Mit der geplanten Velostation schaffen wir 500-600 Plätze mehr. Somit sollte der Bedarf für die nächsten 40 Jahre gedeckt sein.. Die Velofahrenden gelangen direkt aus der Velo-Station in die Personenunterführung West und so zu den Zügen.
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Velostation / Mobilitätshub: Was ist ein Mobilitätshub und was bringt er mir?
- Mit dem Projekt "Stadtraum Bahnhof Wil / Allee" werden die Räumlichkeiten (Grundausbau) für die Velostation gebaut. In dieser Infrastruktur könnte ausserdem ein Mobilitätshub betrieben werden. Der Mobilitätshub ist ein Servicezentrum und bietet Raum für bis zu 20 Arbeitsintegrationsplätze. Diese können die Velostation und die Velovermietung (für Herzroute und Kurzzeitnutzung) bewirtschaften, eine Veloservicestelle (Velo-Upcycling und -Recycling, Ersatzteilverkauf, Reinigungen) und einen Hauslieferdienst betreiben und im Raum Bahnhof für die Ordnung bei den Velos sorgen.
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Velostation / Mobilitätshub: Wie wurde der Bedarf an Veloabstellplätzen berechnet? Will die Bevölkerung überhaupt ihre Velos unterirdisch parkieren und dafür bezahlen?
- Mit mehr E-Bikes und dem Wachstum der Stadt steigt die Nachfrage. Zudem fehlt oberirdisch der Platz, um die Velos unterzubringen. Es wird möglich sein, sein Velo kostenlos unterirdisch abzustellen. Wer sein Velo zusätzlich vor Diebstahl schützen will, stellt das Velo gegen Bezahlung in den gesicherten Teil der Velostation. Der künftige Bedarf wurde 2023 gemäss den Richtlinien des Verbands Schweizerischen Strassen- und Verkehrsfachleuten ermittelt und mit den Schätzungen der SBB und der Stadtverwaltung Wil plausibilisiert. Am Standort Bahnhof Nordwest hat sich dabei ein langfristiger Bedarf von ca. 1'300 Veloabstellplätzen ergeben. Im aktuellen Vorhaben sind 1’122 Veloabstellplätze vorgesehen. Damit wird die Prognose knapp erfüllt. Wir bauen mit Augenmass und nicht auf Vorrat.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Warum braucht es Tempo 30 auf der Allee?
- Die Allee ist eine Strasse mit Bussen, Velos, Autos und Fussgängern. Durch Tempo 30 erhöht sich die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, besonders beim Queren und an den Kiss&Ride-Haltestellen. Velofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger sind besser geschützt. Langsamer, aber gleichmässiger Verkehr verhindert Staus. Geringere Geschwindigkeit bedeutet weniger Lärm und mehr Aufenthaltsqualität entlang der Allee.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Warum wird die "Kurzzeitparkierung" in die Tiefgarage verlegt? Gibt es einen Kiss&Ride-Bereich?
- Die Kurzzeitparkierung bis 15 Minuten bleibt erhalten, wird aber künftig in der Tiefgarage organisiert – für mehr Sicherheit auf dem Platz und wettergeschützte Ein- und Ausstiege. Autofahrende erreichen die Plätze weiterhin direkt, nur etwas tiefergelegt. Dank der Verschiebung in die Tiefgarage wird an der Oberfläche mehr Raum frei für andere Nutzungen. Für das kurze Anhalten zum Ein- und Aussteigen (Kiss & Ride) sind entlang der Unteren Bahnhofstrasse Haltezonen vorgesehen.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Was passiert mit dem Park&Ride-Bereich?
- Der Park&Ride-Bereich bleibt im bisherigen Rahmen bestehen. Die Zufahrt erfolgt über die Winkelriedstrasse am neuen Bahnhof der Appenzeller-Bahnen (ehemals FWB) vorbei.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Was verändert sich im Bereich Freiverlad?
- Der Freiverlad bleibt im bisherigen Rahmen bestehen. Die Zufahrt erfolgt über die Winkelriedstrasse am neuen Bahnhof der Appenzeller-Bahnen (ehemals FWB) vorbei.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Werden Autofahrende nicht benachteiligt?
- Nein. Die Erreichbarkeit des Bahnhofs ist für Berechtigte (Freiverlad, Park & Ride) weiterhin gewährleistet. Mit der neuen Verkehrsführung am Bahnhof und der Sperrung der Weststrasse kann das Westquartier vor Schleichverkehr geschützt werden. Mit der Verbreiterung der Oberen Bahnhofstrasse gibt es mehr Platz für Autos, Busse und auch Velos. Der Autoverkehr bleibt möglich, wird aber besser/anders geführt: Zufahrten werden klar geregelt, Kurzzeitparkplätze ins Parkhaus verlegt, der Liefer- und Taxi-Verkehr wird anders organisiert. Ziel ist ein funktionierender Platz für alle. Von einer besseren Neuorganisation haben auch die Autofahrer etwas, weil das Fahren übersichtlicher und sicherer wird.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Wieder ein Projekt, von dem nur die Velofahrer/innen und öV-Nutzenden profitieren?
- Das Projekt ist Teil der Gesamt-Verkehrsplanung und Stadtentwicklung. Neben der Aufwertung des Bahnhofs sind in Zukunft grosse Infrastrukturprojekte wie die Netzergänzung Nord und Ost zur Entlastung des Zentrums in Planung. Der Bund plant zudem einen Autobahnanschluss Wil West für eine bessere Erreichbarkeit. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmenden – Autofahrende, Velofahrende, öV-Nutzende, Anwohnende und das Gewerbe. Wichtig ist: Die Verkehrsmittel werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern sinnvoll aufeinander abgestimmt. Alle haben ihre Berechtigung.
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Verkehrsführung / Autoverkehr: Wird das Westquartier nicht noch stärker mit Verkehr belastet?
- Nein. Mit der Sperrung der Weststrasse wird der Verkehr zur Tiefgarage künftig nur über die Obere Bahnhofstrasse erfolgen. Einzig der Zubringerdienst oder SBB-Park&Ride sind möglich. Deshalb reduziert sich der Verkehr durch das Quartier.