26. Februar 2026
Finanz- und Investitionsplan 2026–2030 Stadt Wil → Unterlagen
- Darum geht es: Der Stadtrat unterbreitet dem Stadtparlament den Finanz- und Investitionsplan 2026–2030 der Stadt Wil zur Kenntnisnahme. Der Plan zeigt die voraussichtliche Entwicklung des städtischen Finanzhaushalts in den kommenden fünf Jahren auf und berücksichtigt insbesondere die geplante Investitionstätigkeit, die Entwicklung der Steuereinnahmen sowie die finanziellen Auswirkungen laufender und geplanter Projekte.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt vom Finanz- und Investitionsplan 2026–2030 der Stadt Wil Kenntnis.
Übersicht über die Investitionen 2025–2035 Stadt Wil → Unterlagen
- Darum geht es: Der Stadtrat unterbreitet dem Stadtparlament die Übersicht über die Investitionen 2025–2035 der Stadt Wil zur Kenntnisnahme. Die Übersicht zeigt sämtliche grösseren Investitionsvorhaben der Stadt Wil über den Planungshorizont hinweg und dient der langfristigen Priorisierung. Insgesamt sind Investitionen von rund 330 Millionen Franken vorgesehen; unter Berücksichtigung einer Realisierungsquote von 70 Prozent ergibt sich ein effektives Investitionsvolumen von rund 219 Millionen Franken.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt von der Übersicht über die Investitionen 2025–2035 der Stadt Wil Kenntnis.
Gasversorgung der Technischen Betriebe Wil (Ersatz Innenverrohrung Druck-Regler- und Messstation Busswil) → Unterlagen
- Darum geht es: Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament einen Bruttokredit von 730’000 Franken (exkl. MWST) für die Projektierung und den Ersatz der Innenverrohrung des Gasnetzes, um die Versorgungssicherheit bis 2050 zu gewährleisten. Die Technischen Betriebe Wil (TBW) betreiben ein rund 560 Kilometer langes Gasnetz und versorgen Wil sowie umliegende Gemeinden mit jährlich rund 400 GWh Erdgas. Die Einspeisung erfolgt über drei Druckreduzier- und Messstationen (DRM), unter anderem in Busswil. Die 1987 erstellte DRM Busswil weist gemäss Überprüfung im Jahr 2024 mehrere Undichtigkeiten und sicherheitstechnische Mängel auf. Das Eidgenössische Rohrleitungsinspektorat (ERI) erlaubt den Weiterbetrieb nur noch bis Sommer 2027.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament genehmigt einstimmig den beantragten Bruttokredit für die Projektierung und den Ersatz der Innenverrohrung der DRM Busswil. Es stellt gemäss Antrag 2 des Stadtrats – im Sinne der Feststellung der Werk- und Energiekommission (WEKo) – fest, dass es gemäss Art. 7 lit. d der Gemeindeordnung vom 28. Februar 2016 für diesen Beschluss abschliessend zuständig ist.
Eignerstrategie und Leistungsvereinbarung der Stadt Wil für die Wiler Sportanlagen AG (WISPAG) → Unterlagen
- Darum geht es: Der jährliche Betriebsbeitrag soll neu um 100’000 Franken auf 1,6 Millionen Franken erhöht und künftig periodisch an den Landesindex der Konsumentenpreise angepasst werden. Das Parlamentspräsidium beantragte die Rückweisung des Geschäfts mit dem Auftrag, in Nachachtung des Budgetbeschlusses den Beitrag an die WISPAG auf 1,5 Millionen Franken zu reduzieren und dem Stadtparlament eine genehmigungsfähige Leistungsvereinbarung zu unterbreiten. Die Stadt Wil ist Mehrheitsaktionärin der Wiler Sportanlagen AG (WISPAG), welche den Sportpark Bergholz und das Freibad Weierwiese betreibt. Für Beteiligungen mit strategischer Bedeutung definiert der Stadtrat eine Eignerstrategie als Führungs- und Steuerungsinstrument. Die bestehende Eignerstrategie in der Fassung vom 18. November 2025 wurde mit Indikatoren ergänzt und dem Parlament zur Kenntnisnahme unterbreitet. Zudem wurde die seit 2018 bestehende Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt Wil und der WISPAG überarbeitet. Sie regelt die Führung der Sportanlagen sowie die Abgeltung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen durch die Stadt.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament stimmt dem Rückweisungsantrag des Parlamentspräsidiums zu (39 Ja, 1 Nein). Das Geschäft wird an den Stadtrat zurückgewiesen mit dem Auftrag, den Beitrag auf 1,5 Millionen Franken zu reduzieren und eine genehmigungsfähige Leistungsvereinbarung vorzulegen.
Motion 164 Dora Luginbühl (SP) im Namen der Bildungskommission – Wil braucht eine attraktive Musikschule → Unterlagen
- Darum geht es: Die Erstunterzeichnerin wandelt die Motion in ein Postulat um mit folgendem Wortlaut: Der Stadtrat wird eingeladen zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie im Rahmen der Schulraumplanung ein zeitgemässes und attraktives Raumangebot für die Musikschule geschaffen werden kann. Dabei sind Synergien mit bestehenden oder geplanten Schul- bzw. Sportanlagen sowie Mitnutzungsmöglichkeiten für Vereine und weitere Anspruchsgruppen aufzuzeigen.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament behandelt das Geschäft in der Form des umgewandelten Postulats und wurde als erheblich erklärt.
Interpellation 346 Roger Edelmann (FDP) und Ronja Stahl (SP) – Häusliche Gewalt ist keine Privatsache → Unterlagen
- Darum geht es: Die Interpellation thematisiert häusliche Gewalt als gesellschaftliches Problem und fordert vom Stadtrat Auskunft über Sensibilisierungs- und Präventionsmassnahmen auf kommunaler Ebene. Der Stadtrat legt dar, welche Massnahmen in Wil bereits umgesetzt werden, insbesondere in Zusammenarbeit mit Schulen, Schulsozialarbeit, Sozialen Diensten und spezialisierten Fachstellen. Er verweist auf Präventionsprojekte, interdisziplinäre Fallbesprechungen und die Zusammenarbeit mit kantonalen Stellen.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt die Antwort des Stadtrats zur Kenntnis. Die Interpellation ist damit erledigt.
Interpellation 344 Roger Edelmann (FDP) – Förderung von urbaner Attraktivität durch Freigabe einer Wandseite Unterführung Hubstrasse → Unterlagen
- Darum geht es: Roger Edelmann regt an, im Rahmen des Neubaus der Unterführung Hubstrasse eine Wandseite für professionelle, regelmässig erneuerte Murals freizugeben. Ziel ist es, statt einer schlichten Betonwand ein identitätsstiftendes Kunstobjekt im öffentlichen Raum zu schaffen. Organisation, Finanzierung und Umsetzung sollen primär durch ein unabhängiges, privat getragenes Gremium erfolgen. Der Stadtrat steht dem Anliegen grundsätzlich offen gegenüber, weist jedoch auf die verbindlichen Auflagen der SBB als Grundeigentümerin hin. So ist unter anderem ein separates Baugesuch erforderlich, die Bemalung ist auf maximal fünf Jahre befristet, brandschutzrechtliche Vorgaben sind einzuhalten und sämtliche Kosten gehen zulasten des Trägergremiums.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt die Antwort des Stadtrats zur Kenntnis. Die Interpellation ist damit erledigt.
Interpellation 347 Michael Sarbach (GRÜNE prowil) – Wil soll leben – nicht nur wohnen → Unterlagen
- Darum geht es: Die Interpellation thematisiert die veränderte Nutzungsstruktur in der Innenstadt, insbesondere in der Altstadt und an der Oberen Bahnhofstrasse. Gastronomiebetriebe und traditionelles Gewerbe stünden unter Druck; die Gefahr bestehe, dass die Innenstadt an funktionaler und sozialer Vielfalt verliere. Der Stadtrat beurteilt die Entwicklung differenziert. Er verweist auf die laufende Ortsplanungsrevision, mit der publikumsorientierte Erdgeschossnutzungen planerisch gesichert werden sollen (Zonenplan, Baureglement, Schwerpunktgebiete Zentrum). Zudem nennt er Instrumente wie das Altstadt-Leitbild, das Betriebs- und Gestaltungskonzept Altstadt sowie das städtische Lichtkonzept als Beiträge zur Belebung des öffentlichen Raums. Die Innenstadt werde weiterhin als gemischt genutzter Zentrumsraum verstanden, in dem auch eine erhöhte Nutzungstoleranz gegenüber Veranstaltungen gelte.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt die Antwort des Stadtrats zur Kenntnis. Die Interpellation ist damit erledigt.
Interpellation 348 Benjamin Büsser (SVP) – Mitgliedschaft der Stadt Wil beim Verein «Die schönsten Schweizer Dörfer» → Unterlagen
- Darum geht es: Benjamin Büsser ersuchte den Stadtrat um Prüfung einer möglichen Mitgliedschaft Wils beim Verein «Die schönsten Schweizer Dörfer». Eine Mitgliedschaft könnte touristische Vorteile bringen, etwa erhöhte Sichtbarkeit und Einbindung in internationale Netzwerke. Der Stadtrat hält fest, dass bislang keine Kontakte oder Abklärungen erfolgt sind. Er sieht keine Notwendigkeit für eine Mitgliedschaft, da der Fokus auf der Zusammenarbeit mit St.Gallen-Bodensee-Tourismus liegt. Zudem erfüllt Wil eine zentrale Voraussetzung nicht, da die Stadt mehr als 25’000 Einwohnende zählt. Die jährlichen Mitgliederbeiträge lägen gemäss Verein zwischen 600 und 2’500 Franken; hinzu kämen mögliche Folgekosten.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt die Antwort des Stadtrats zur Kenntnis. Die Interpellation ist damit erledigt.
Interpellation 350 Urs Bollinger (SVP) – Prüfung von gemischter Nutzung (Wohnen/Retail) bei städtischen Bauprojekten zur Verbesserung der finanziellen Tragbarkeit → Unterlagen
- Darum geht es: Urs Bollinger regt an, bei laufenden und geplanten Bauprojekten systematisch gemischte Nutzungen – etwa Wohnen oder Retail in öffentlichen Gebäuden – zu prüfen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren und die Pro-Kopf-Verschuldung zu dämpfen. Der Stadtrat begrüsst die Anregung grundsätzlich, lehnt jedoch eine systematische Prüfung bei sämtlichen öffentlichen Gebäuden ab. Insbesondere bei Schulbauten sieht er keine Synergien. Bei zentralen Verwaltungsstandorten oder geeigneten Arealen – etwa künftig auf dem Zeughaus-Areal – könne eine gemischte Nutzung geprüft werden. Als Hürden nennt der Stadtrat baurechtliche Einschränkungen in Zonen für öffentliche Bauten, betriebliche Sicherheitsfragen sowie fehlende Strukturen für eine aktive Immobilienentwicklung. Konkrete Wirtschaftlichkeitsrechnungen liegen derzeit nicht vor.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt die Antwort des Stadtrats zur Kenntnis. Die Interpellation ist damit erledigt.
Interpellation Sebastian Koller (GRÜNE prowil) – Ein Jahr nach dem Werkhof-Debakel – wie geht es weiter? → Unterlagen
- Darum geht es: Sebastian Koller (GRÜNE prowil) erkundigt sich ein Jahr nach der Ablehnung des Baukredits für den Neubau des Werkhofs nach dem weiteren Vorgehen des Stadtrats. Er stellt Fragen zu den Lehren aus der Volksabstimmung, zum Stand der Projektabklärungen sowie zu möglichen Kooperationen und Standorten.
- Das wurde entschieden: Das Stadtparlament nimmt die Antwort des Stadtrats zur Kenntnis. Die Interpellation ist damit erledigt.
Anwesend: 40 von 40 Parlamentsmitgliedern.
Parlamentspräsident Dominik Egli beendete die Sitzung um 20.13 Uhr.