Ja zu WILWEST – Stadt Wil und Kanton sagen Ja zur gemeinsa-men Zukunft

Am heutigen Abstimmungssonntag hat die Stimmbevölkerung des Kantons St.Gallen dem Grundstückgeschäft WILWEST zugestimmt. Auch in der Stadt Wil fand die Vorlage eine Mehrheit. Der Stadtrat freut sich über dieses Signal für eine koordinierte und nachhaltige Entwicklung der Region und der Stadt Wil.

08. März 2026

In der Stadt Wil sind insgesamt 7'964 Stimmen eingegangen, davon 72 leer. Die Stimmbeteiligung beträgt 55,85 Prozent. 5'173 Stimmberechtigte (65,55 Prozent) haben der Vorlage zugestimmt, 2'719 Stimmberechtigte (34,45 Prozent) haben sie abgelehnt.

Im gesamten Kanton St.Gallen sind 161'876 Stimmen eingegangen. Die kantonale Stimmbeteiligung liegt bei 50,13 Prozent. Mit 85'420 Ja-Stimmen (54,68 Prozent) gegenüber 70'794 Nein-Stimmen (45,32 Prozent) wurde die Vorlage angenommen.

Für eine koordinierte, nachhaltige Entwicklung
Mit diesem Entscheid schafft die Stimmbevölkerung die Voraussetzung für die Realisierung des regionalen Entwicklungsschwerpunkts WILWEST in Münchwilen (TG). Die betroffenen Grundstücke können vom Kanton St.Gallen an den Kanton Thurgau verkauft werden.

Der Wiler Stadtrat dankt der Stimmbevölkerung für die aktive Teilnahme an der Abstimmung und begrüsst das Ergebnis: Das heutige Ja zu WILWEST ist ein Ja zu einer koordinierten, nachhaltigen Entwicklung der Stadt und Region. WILWEST bietet die Chance, bestehende Betriebe gezielt zu bündeln. Gleichzeitig wird auf Neueinzonungen verzichtet. Das schützt wertvolles Kulturland und wirkt der Zersiedelung entgegen.

Der Stadtrat ist sich bewusst, dass das Projekt auch kritische Stimmen ausgelöst hat. Anliegen etwa zum Schutz des Bodens oder zur landschaftlichen Qualität wurden in der öffentlichen Diskussion deutlich geäussert. Der Stadtrat nimmt diese Anliegen ernst und setzt sich dafür ein, dass sie im weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess berücksichtigt werden.

Verkehrsentlastung als zentraler Aspekt
Von zentraler Bedeutung ist für die Stadt Wil die geplante Verkehrsentlastung. Seit Jahren leidet Wil unter hohem Verkehrsaufkommen, Staus und Ausweichverkehr. Der neue Autobahnanschluss Wil-West, flankierende Massnahmen sowie Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr und den Velo- und Fussverkehr sollen die Innenstadt und die Wohnquartiere spürbar entlasten. Mit dem Ja der St.Galler Stimmbevölkerung zu WILWEST ist eine weitere wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Entlastung der Stadt Wil erfüllt.

Als Bestandteil der geplanten Stadtumfahrung in U-Form mit Autobahnanschluss Wil-West und Netzergänzung Nord wird die Netzergänzung Ost nun weiter vorangetrieben, damit das Zentrum künftig wirkungsvoll umfahren werden kann. Die Zweckmässigkeitsbeurteilung, in der verschiedene mögliche Linienführungsvarianten für die Netzergänzung Ost geprüft werden, steht kurz vor dem Abschluss. Eine öffentliche Informationsveranstaltung findet am 19. Mai 2026 statt. Details zur Einladung erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die Mitwirkung zur Netzergänzung Ost findet im Rahmen der Mitwirkung zum Richtplan der Stadt Wil statt, welche im Herbst 2026 geplant ist. Der Richtplan bildet die Grundlage für die zukünftige räumliche und verkehrliche Entwicklung der Stadt, wobei die Netzergänzung Ost eine wichtige Grundlage darstellt.