Das Stadtentwicklungskonzept (STEK) wurde vom Stadtrat am 31. März 2026 verabschiedet, und dient ab sofort als offizieller Orientierungsrahmen für die (Innen-) Entwicklung der Stadt. Der Richtplan Siedlung und Grün-/Freiraum wurde vom Stadtrat zur Vorprüfung an den Kanton eingereicht. Innerhalb von sechs Monaten wird der Kanton Rückmeldungen geben. Diese werden anschliessend mit den zuständigen Stellen besprochen, bevor dem Parlament eine zur Genehmigung bereite Version vorgelegt wird. In diesem Newsletter möchte ich meine persönliche Sicht auf diesen bedeutenden Prozess mit Ihnen teilen.
Wenn ich meine Erfahrungen rund um die Erarbeitung des STEKs und des Richtplans in drei Worten zusammenfassen müsste, wären es:
Intensiv, Austausch, Verantwortung
Auf das Wort "intensiv" zu verzichten, wäre schwierig – gemeint ist jedoch keine negative Intensität. Vielmehr beschreibt es eine hohe Dynamik und eine agile Energie, die Offenheit erfordert sowie die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, in Varianten zu denken und konsequent lösungsorientiert zu handeln. Stets mit dem Ziel, ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erreichen und dabei die unterschiedlichen Interessen sorgfältig abzuwägen. Es erforderte auch, sich rasch in die Geschichte der Stadt einzuarbeiten, Projekte und Menschen kennenzulernen und sich die Stadt in kurzer Zeit so vertraut zu machen, als würde man sie seit Jahren kennen.
Wil ist "e chlini hübschi Stadt" mit vielen Qualitäten. Man muss sie nur mit der richtigen Perspektive wahrnehmen. Dieser Prozess bedeutet vor allem eines: Zuhören. Zuhören erfordert die Bereitschaft, sich dem Austausch zu stellen und Kritik anzunehmen. Ohne das externe Expertengremium und das Team der Abteilung Stadtplanung wäre es nicht möglich gewesen, all die eigenen und eingebrachten Ideen in den unterschiedlichen Gefässen zu strukturieren, zu dokumentieren und fundiert zu diskutieren. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!
Das führt mich zur Verantwortung. Einerseits gilt es die Verantwortung, die verschiedenen Standpunkte zu würdigen und ernst zu nehmen. Andererseits darf nicht vergessen werden, dass diese Aufgabe zwar für die Gegenwart gedacht ist, ihre Wirkung jedoch vor allem in der nahen und mittleren Zukunft entfaltet. Je weiter der Blick in die Zukunft reicht, desto abstrakter und ungewisser wird es, das Machbare klar zu definieren.
Die im Prozess beteiligten Personen haben durch ihre unterschiedlichen Hintergründe – wie Geschlecht, Herkunft und Alter – eine grosse Vielfalt an Perspektiven eingebracht. Damit meine ich auch all jene, die sich aktiv bei der Mitwirkung eingebracht haben: Personen, die uns Briefe oder E-Mails geschrieben, Veranstaltungen besucht oder an den Strategiekonferenzen mitgewirkt haben – ebenso wie die Mitarbeitenden der Stadt sowie die Planungsfachleute, die die Abteilung Stadtplanung in ihrer Arbeit unterstützen.
Wie ist der Richtplan zu interpretieren?
Für ein besseres Verständnis erläutern wir Ihnen in den folgenden Videos, wie der Richtplan zu lesen ist, sowie in einem weiteren Video, wie das STEK zu verstehen ist.