Der Stadtrat hat am 31. März ein Dossier zur Vorprüfung an den Kanton eingereicht und gleichzeitig die Unterlagen für die Mitwirkung freigegeben, die im Juni dieses Jahres stattfinden wird.
Solche Arealentwicklungen zeigen exemplarisch, wie das "Abstrakte" des STEKs und des Richtplans konkret und greifbar wird. Sie sind Beispiele für Transformation und städtebauliche Verbesserungen im grossen Massstab.
Die Möglichkeit, einen Teil einer Stadt grundlegend neu zu gestalten, ist selten: Es müssen besondere Voraussetzungen zusammentreffen wie die brache Nutzung, die Lage, die aktuellen Wohnraum-Bedürfnisse, die Dynamik des Marktes und natürlich die richtige Konstellation der beteiligten Planungsfachleute. Beim Kindlimann-Areal hätten diese Voraussetzungen kaum besser sein können.
Aus dieser Perspektive befinden sich mittelgrosse Städte mit einem gewissen industriellen Charakter derzeit in diesem transformativen Entwicklungs- und Umstrukturierungsmoment. Das bedeutet: Sobald die aktuellen Transformationsgebiete realisiert sind, wird unsere Arbeit in der Stadtplanung einen anderen Charakter annehmen, denn die Stadt wird dann in einer gewissen Weise "vollständig" sein.
Die Annahme von Wil West hat wesentliche Auswirkungen auf die Ortsplanungsrevision und auch auf dieses Projekt im Südquartier. Das Kindlimann-Areal bietet neben Wohnungen, Mischnutzungen und Grünflächen einen wichtigen Schwerpunkt bei der Bereitstellung von Arbeitsplätzen. Gemäss den kantonalen Vorgaben soll dort weiterhin Gewerbe bestehen bleiben. Daher werden mindestens 10’000 m² für die Schaffung von mindestens 200 Arbeitsplätzen vorgesehen.
Und was geschieht ausserhalb des Perimeters?
Es entstehen Fragen wie: Was wird aus der Allmend? Was geschieht mit den heutigen Parkplätzen? Was wird aus der Unterführung Buchenstrasse – Lindengut? Welche Auswirkungen wird es auf Verkehrswege und Mobilität geben?
Allmend: Auch die Allmend wird zu gegebener Zeit überbaut. Vorerst werden jedoch Potenzial und der Rahmen in Abstimmung mit den östlichen Nachbarn an der Glärnischstrasse definiert. Ein konkretes Projekt wird später ausgearbeitet. Was bereits im Raum steht: Es wird nach Genossenschaften und autoarmem Wohnen gesucht.
Unterführung: Die Unterführung wird zu gegebener Zeit verbessert, um den Fuss- und Veloverkehr zwischen dem Südquartier und dem Lindenhof sicherer und komfortabler zu gestalten.
Verkehr: Die Verkehrsplanenden gehen davon aus, dass mit der geplanten Reduktion an Parkplätzen sowie der vorhandenen Kapazität der umliegenden Strassen und Knoten ein guter Verkehrsfluss gewährleistet ist. Zudem wird nach Fertigstellung des Projekts die Tempo-30-Zone auf der Glärnischstrasse ausgedehnt.
Wir haben bereits in einem früheren Newsletter über das Kindlimann-Areal berichtet (Link) und auch die Projektwebsite www.kindlimann-areal.ch gibt Auskunft.
Weitere Details zum Projekt können Sie vom 4. Juni bis 4. Juli 2026 anlässlich der Mitwirkung unter mitwirken.stadtwil.ch einsehen!