Die ersten Arbeiten dazu konnten inzwischen in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro SNZ Ingenieure und Planer AG abgeschlossen werden. Dabei wurde zunächst der aktuelle Zustand der Verkehrsachsen und -knoten im Zentrum während der höchsten Verkehrsbelastung (Abendspitzenstunde) analysiert und erfasst. Anschliessend wurde die Verkehrssituation simuliert, um die Verkehrsdynamik zu verifizieren. Ziel war es, Rückstaus sowie deren mögliche Auswirkungen auf weitere Verkehrsachsen und Knoten im Netz fundiert zu überprüfen.
Abbildung 1: Verkehrsströme und Knotenbelastungen innerhalb des Zentrums (inkl. Fussgänger)
Abbildung 2: Darstellung der beauftragten Verkehrssimulation im Bereich des Bahnhofs
Im Rahmen der Auswertung wurden die drei leistungsbestimmenden Verkehrsknoten auf den zentralen Verkehrsachsen identifiziert: Der Schwanenkreisel, der Ilgekreisel sowie die Kreuzung Rudenzburg. Diese Knoten bestimmen massgeblich den Durchfluss des motorisierten Verkehrs im Zentrum. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und liegen beispielsweise in der räumlichen Ausgestaltung der Knoten oder in der Verflechtung von Fuss- und Strassenverkehr, etwa durch Fussgängerstreifen. Dieser "verengte Durchfluss" sorgt jeweils dafür, dass das Verkehrssystem im Zentrum zu den Hauptverkehrszeiten zwar ins Stocken gerät, sich der Rückstau jedoch kontinuierlich abbauen kann und es dadurch zu keiner andauernden Verkehrsblockade kommt.
In einem nächsten Schritt wird untersucht, wie das Verkehrssystem im Zentrum unter einem modellierten Referenzzustand 2040 unter Berücksichtigung der prognostizierten Bevölkerungs- und Arealentwicklungen funktionieren wird. Aufgrund des positiven Abstimmungsergebnisses zu Wil West werden der neue Entwicklungsschwerpunkt inklusive Autobahnanschlusses und Netzergänzung Nord in die Betrachtung einbezogen. Ebenfalls berücksichtigt wird – aufgrund des veränderten Verkehrsregimes – der projektierte neue Bahnhofsplatz, für den der Volksentscheid noch aussteht. Darauf aufbauend werden verschiedene weitere infrastrukturelle Massnahmen (z.B. die Netzergänzung Ost) simuliert und modelliert, um deren Auswirkungen auf das Verkehrsnetz zu prüfen. So lassen sich Möglichkeiten ermitteln, um das Wiler Verkehrsnetz fit für die Zukunft zu machen.
Weitere Details zum Verkehrssystem Zentrum werden an der kommenden Ortsplanungskonferenz vom 29. Mai 2026 präsentiert sowie Anregungen und Rückmeldungen entgegengenommen.