Bauprojekte für Glärnisch- und Hubstrasse verabschiedet

Der Stadtrat Wil hat die Bauprojekte für die Umgestaltung der Glärnischstrasse und der Hubstrasse genehmigt. Die entsprechenden Berichte und Anträge für die beiden Baukredite wurden zuhanden des Stadtparlaments freigegeben. Dem Stadtparlament werden darin für die Glärnischstrasse ein Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken und für die Hubstrasse ein Bruttokredit von 3,0 Millionen Franken beantragt. Dazu werden Beiträge des Bundes aus dem Agglomerationsprogramm erwartet.

09. Juni 2026

Glärnischstrasse

Die Glärnischstrasse ist eine wichtige Verbindung für alle Verkehrsteilnehmenden. Sie weist heute Defizite bei Verkehrs- und Schulwegsicherheit, Hindernisfreiheit und Lärmschutz auf. Mit dem Bauprojekt wird sie erneuert, betrieblich angepasst und gestalterisch aufgewertet. Im südlichen Abschnitt bleibt Tempo 50 bestehen; es wird eine Kernfahrbahn mit beidseitigen Velostreifen erstellt. Im nördlichen Abschnitt ist eine Schmalfahrbahn mit Tempo 30 vorgesehen. Entlang der gesamten Strecke werden durchgehend beidseitige Trottoirs sowie gesicherte Querungsmöglichkeiten geschaffen. Dadurch werden insbesondere die Schulwegsicherheit und die Hindernisfreiheit verbessert. Gleichzeitig wird die Lärmbelastung im nördlichen Abschnitt reduziert.

Das Vorprojekt zur Umgestaltung der Glärnischstrasse wurde im Jahr 2022 vom Stadtrat genehmigt und anschliessend der öffentlichen Mitwirkung unterstellt. Die eingegangenen Rückmeldungen wurden ausgewertet und führten zu punktuellen Anpassungen am Projekt. Zudem fanden vertiefte Abklärungen zum Erhalt der Baumallee auf der Höhe des Schulhauses Matt sowie zum Schleichverkehr in den angrenzenden Quartieren statt. Das Bauprojekt wurde daraufhin weiterentwickelt und mit den angrenzenden Drittprojekten Areal Kindlimann, Areal Allmend und Unterführung Hubstrasse abgestimmt.

Diverse Anpassungen gegenüber dem Vorprojekt

Gegenüber dem Vorprojekt wurden verschiedene Optimierungen vorgenommen. So wurde die ursprünglich vorgesehene Kap-Bushaltestelle (Haltestelle mit Fahrbahnverengung für einen gesicherten Warte- und Einstiegsbereich für Busnutzende) im Bereich Matt aufgehoben und durch eine Fahrbahnhaltestelle im Bereich der Allmend ersetzt. Entlang des Entwicklungsareals Kindlimann wird das Trottoir durchgehend ausgebildet. Zudem wurde die Schnittstelle zur Allmend überprüft und die Lage der geplanten Baumstandorte so festgelegt, dass die heutige Nutzung der Allmend durch den Zirkus Knie weiterhin möglich bleibt.

Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken

Für die Umgestaltung der Glärnischstrasse beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament einen Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken. Der Bund leistet im Rahmen des Agglomerationsprogramms der 4. Generation voraussichtlich einen Beitrag von rund 1,46 Millionen Franken. Die Nettokosten für die Stadt Wil betragen damit rund 3,44 Millionen Franken. Da die Bundesbeiträge finanzrechtlich nicht rechtsverbindlich zugesichert sind, wird dem Stadtparlament ein Bruttokredit beantragt.

Nächste Schritte

Ziel ist die Beratung des Baukredits durch das Stadtparlament im Herbst 2026. Das Departement Bau, Umwelt und Verkehr ist mit den betroffenen Grundeigentümern in Kontakt und wird die entsprechenden Landverhandlungen führen, das Auflageprojekt erarbeiten und das Bauprojekt zur kantonalen Vorprüfung einreichen.



Hubstrasse

Die Hubstrasse verbindet das Stadtzentrum mit Busswil respektive dem Kanton Thurgau. Sie weist heute Defizite bei Verkehrssicherheit, Fuss- und Veloverkehr, Hindernisfreiheit und Lärmschutz auf. Mit dem Bauprojekt wird der Abschnitt zwischen Knoten Wilen-/Hubstrasse und Kantonsschule erneuert. Vorgesehen sind eine Kernfahrbahn mit beidseitigen Velostreifen, die hindernisfreie Ausgestaltung der Bushaltestelle Kantonsschule sowie Verbesserungen bei den Querungsstellen. Im Abschnitt Gaswerkstrasse bis Kreisel Hub-/Glärnischstrasse ist Tempo 30 vorgesehen.

Das Vorprojekt zur Umgestaltung der Hubstrasse wurde im Jahr 2022 vom Stadtrat genehmigt und anschliessend ebenfalls der öffentlichen Mitwirkung unterstellt. Während der Mitwirkung gingen 86 inhaltliche Rückmeldungen ein. Diese wurden ausgewertet und führten zu punktuellen Anpassungen am Projekt. Unter anderem wurde die Signalisation der Tempo-30-Zone räumlich erweitert und neu bis zur Veloverbindung Wil West geführt, um eine durchgängige und verständliche Verkehrsführung sicherzustellen. Zudem wurden vertiefte Abklärungen zum Schleichverkehr in den angrenzenden Quartieren vorgenommen.

Anpassungen gegenüber dem Vorprojekt

Gegenüber dem Vorprojekt wurden verschiedene Optimierungen vorgenommen. Diese betreffen insbesondere die Überarbeitung des Knotens Wilenstrasse/Hubstrasse, die Ausgestaltung der Knotenbereiche Kamorstrasse und Feldstrasse sowie die Führung des Fuss- und Veloverkehrs im Bereich der Bushaltestelle «Kantonsschule».

Bruttokredit von 3,0 Millionen Franken

Für die Umgestaltung der Hubstrasse beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament einen Bruttokredit von 3,0 Millionen Franken. Der Bund leistet im Rahmen des Agglomerationsprogramms der 5. Generation voraussichtlich einen Beitrag von rund 880'000 Franken. Die Nettokosten für die Stadt Wil betragen damit rund 2,12 Millionen Franken. Da die Bundesbeiträge finanzrechtlich nicht rechtsverbindlich zugesichert sind, wird dem Stadtparlament ein Bruttokredit beantragt.

Nächste Schritte

Auch bezüglich Hubstrasse ist das Ziel die Beratung des Baukredits durch das Stadtparlament im Herbst 2026. Das Departement Bau, Umwelt und Verkehr ist mit den betroffenen Grundeigentümern in Kontakt und wird die entsprechenden Landverhandlungen führen, das Auflageprojekt erarbeiten und das Bauprojekt zur kantonalen Vorprüfung einreichen.