24. September 2026
Ersatzwahl in die Bildungskommission für den Rest der Amtsdauer 2025-2028 → Unterlagen
Darum geht es: Anja Bernet (SP) ist aus der Bildungskommission zurückgetreten. Für den frei gewordenen Sitz schlägt die SP-Fraktion Milena Keller vor.
Das wurde entschieden: Das Stadtparlament wählt Milena Keller (SP) als Mitglied in die Bildungskommission.
Ersatzwahl der Delegierten für die Amtsdauer 2025-2028 → Unterlagen
Darum geht es: In zwei Delegationen sind Ersatzwahlen vorzunehmen. Für den Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid wird Stadtrat Lukas Reimann neu als einer von zwei Delegierten des Stadtrats vorgeschlagen. Beim Verein Regio Wil soll Lukas Reimann ebenfalls neu einen der beiden Sitze des Stadtrats übernehmen. Die bisherigen Delegierten aus den Fraktionen sowie Julia Stauffacher und Stadtrat Manuel Nick bleiben gewählt.
Das wurde entschieden: Das Stadtparlament wählt die vorgeschlagenen Delegierten für den Rest der Amtsdauer 2025-2028.
Verselbstständigung Thurcom → Unterlagen
Darum geht es: Der Stadtrat will den Telekommunikationsbereich Thurcom aus den Technischen Betrieben Wil (TBW) herauslösen und als Aktiengesellschaft verselbstständigen. Beantragt werden die Bargründung der «Thurcom AG» mit 100'000 Franken Kapital, eine Kapitalerhöhung mit den Thurcom-Anlagen im Fortführungswert von 3,7 Millionen Franken sowie ein verzinsliches Darlehen der Stadt über 1 Million Franken. Die nichtständige Kommission unterstützt die Anträge mehrheitlich. Sie empfiehlt dem Stadtrat zusätzlich, die Empfehlungen einer unabhängigen Überprüfung durch Polynomics umzusetzen, nicht für Stadt oder TBW vorgesehene Verwaltungsratssitze öffentlich auszuschreiben und dem Parlament die Eignerstrategie innert sechs Monaten vorzulegen.
Das wurde entschieden: Das Stadtparlament hat der Verselbstständigung von Thurcom zugestimmt (34 Ja / 5 Nein).
Es bewilligt die Gründung der Thurcom AG mit einem Aktienkapital von 100'000 Franken sowie die anschliessende Kapitalerhöhung durch die Übertragung der Thurcom-Vermögenswerte. Diese werden mit einem Fortführungswert von 3,7 Millionen Franken eingebracht. Zudem kann der Stadtrat der Thurcom AG ein verzinsliches Darlehen von einer Million Franken gewähren. Der Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum.
Baukredit für die Umgestaltung der Hubstrasse → Unterlagen
Darum geht es: Die Hubstrasse soll zwischen dem Knoten Wilen-/Hubstrasse und der Kantonsschule erneuert und an heutige Anforderungen angepasst werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Kernfahrbahn mit beidseitigen Velostreifen, eine hindernisfreie Bushaltestelle Kantonsschule, verbesserte Querungsstellen und Tempo 30 ab der Gaswerkstrasse bis zum Kreisel Hub-/Glärnischstrasse. Der Stadtrat beantragt einen Bruttokredit von 3 Millionen Franken. Die Bau- und Verkehrskommission unterstützt den Kredit und empfiehlt, zusätzliche Entsiegelungsmöglichkeiten zu prüfen. Die Mitte-EVP- und GRÜNE-prowil-Fraktion beantragt die Rückweisung, damit insbesondere die Auswirkungen des hängigen Rekursverfahrens zur Unterführung Hubstrasse, die Koordination mit der Fernwärme, verschiedene Strassenbeläge sowie eine Asphalt- oder Betonbauweise beim Kreisel vertieft abgeklärt werden.
Das wurde entschieden: Dem Rückweisungsantrag wird zugestimmt (36 Ja / 1 Nein / 2 Enthaltungen)
Das wurde entschieden: Das Stadtparlament hat dem Rückweisungsantrag der Mitte-EVP- und GRÜNE-prowil-Fraktion zugestimmt. Das Geschäft geht damit zurück an die vorberatende Kommission. Dieser soll insbesondere die Auswirkungen des hängigen Rechtsmittelverfahrens zur Unterführung Hubstrasse und die Koordination mit dem Fernwärmeprojekt vertieft prüfen. Zudem sollen die Vor- und Nachteile eines lärmarmen gegenüber einem konventionellen Strassenbelag sowie die Ausführung des Kreisels Hub-/Glärnischstrasse in Asphalt oder Beton genauer untersucht werden. Über den beantragten Baukredit von 3 Millionen Franken wurde deshalb nicht abschliessend entschieden.
Baukredit für die Umgestaltung der Glärnischstrasse → Unterlagen
Darum geht es: Die Glärnischstrasse soll erneuert und abschnittsweise neu gestaltet werden. Im südlichen Abschnitt «Gewerbe Matt» bleibt Tempo 50 bestehen und es ist eine Kernfahrbahn mit beidseitigen Velostreifen vorgesehen. Im nördlichen Abschnitt «Matt» ist eine Schmalfahrbahn mit Tempo 30 geplant. Durchgehende beidseitige Trottoirs und gesicherte Querungsmöglichkeiten sollen insbesondere die Schulwegsicherheit und Hindernisfreiheit verbessern. Der Stadtrat beantragt einen Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken. Die Bau- und Verkehrskommission unterstützt den Kredit und empfiehlt zusätzliche Entsiegelungen. Auch dieses Geschäft wwollenill Die Mitte-EVP- und GRÜNE-prowil-Fraktion für vertiefte Abklärungen zu den Schnittstellen mit Unterführung und Fernwärme, zu den Belägen sowie zur Bauweise des Kreisels zurückweisen.
Das wurde entschieden: Dem Rückweisungsantrag wird zugestimmt (37 Ja / 1 Nein / 1 Enthaltung).
Das Geschäft geht damit zurück an die vorberatende Kommission. Diese soll insbesondere die Koordination mit dem Projekt Unterführung Hubstrasse und dem Fernwärmeprojekt vertieft prüfen. Zudem sollen die Vor- und Nachteile eines lärmarmen gegenüber einem konventionellen Strassenbelag sowie die Ausführung des Kreisels Hub-/Glärnischstrasse in Asphalt oder Beton genauer untersucht werden. Über den beantragten Baukredit von 4,9 Millionen Franken wurde deshalb nicht abschliessend entschieden.
Interpellation Ronja Stahl (SP) – PFAS – was unternimmt die Stadt Wil? → Unterlagen
Darum geht es: Ronja Stahl (SP) und zehn Mitunterzeichnende stellen dem Stadtrat Fragen zu möglichen PFAS-Belastungen im Trink- und Grundwasser sowie in Böden auf dem Stadtgebiet. Gemäss Antwort des Stadtrats führen die TBW jährlich PFAS-Analysen im Trinkwasser durch; die bisherigen Messungen zeigten keine erhöhten Konzentrationen und damit keine Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung durch das abgegebene Trinkwasser. Als einzige bekannte Verdachtsfläche nennt der Stadtrat die ARA Freudenau, wo derzeit technische Untersuchungen laufen. Ausgewertete Resultate liegen noch nicht vor.
Das wurde entschieden: Die Interpellation wurde beantwortet.
Interpellation Olav Baumann (FDP) – E-Voting in Wil: Vorreiterrolle oder ungenutzte Möglichkeit? → Unterlagen
Darum geht es: Olav Baumann (FDP) und 15 Mitunterzeichnende erkundigen sich nach Nutzung, Kosten und Potenzial des E-Votings in Wil. Seit September 2025 ist E-Voting in der Stadt möglich. Für den Urnengang vom 16. August 2026 waren 386 Personen registriert, 218 stimmten elektronisch ab. Der Stadtrat sieht Potenzial für eine stärkere Nutzung und will die Kommunikation mit Blick auf die Gesamterneuerungswahlen 2027/2028 intensivieren. Eine verlässliche Bezifferung möglicher Einsparungen im Stimmbüro sei derzeit noch nicht möglich.
Das wurde entschieden: Die Interpellation wurde beantwortet.
Interpellation Benjamin Büsser (SVP) – Fürstenlandstrasse – Sanierung statt Tempo-30-Symbolpolitik? → Unterlagen
Darum geht es: Benjamin Büsser (SVP) und acht Mitunterzeichnende fragen nach dem Zustand der Fürstenlandstrasse, den Kosten von Tempo 30 und einer Sanierung mit lärmminderndem Belag sowie nach Auswirkungen auf Verkehr und öffentlichen Verkehr. Der Stadtrat erachtet die Strasse als sanierungsbedürftig; die Sanierung ist frühestens 2028 vorgesehen. Die Einführung von Tempo 30 kostet gemäss Stadtrat rund 35'000 Franken. Ein lärmmindernder Deckbelag würde rund 350'000 Franken kosten und die Lärmgrenzwerte allein nicht überall einhalten. Der Stadtrat begründet Tempo 30 mit der bundesrechtlichen Lärmsanierungspflicht und den verkehrlichen und sicherheitsrelevanten Verhältnissen.
Das wurde entschieden: Die Interpellation wurde beantwortet.
Interpellation Andreas Hüssy (SVP) – Kosten, Wirkung und Priorisierung des Programms «Kommunaler Klimaschutz Wil» → Unterlagen
Darum geht es: Andreas Hüssy (SVP) und sechs Mitunterzeichnende verlangen Auskunft zu Kosten, Wirkung, Kosten-Nutzen-Verhältnis und Priorisierung des kommunalen Klimaprogramms. Der Stadtrat weist auf messbare Fortschritte bei Treibhausgasemissionen und erneuerbaren Energien hin. Flächendeckende Berechnungen der eingesparten Tonnen CO2 pro eingesetztem Franken bestehen nicht; für alle Massnahmen liegen jedoch grobe Einschätzungen zu Kosten und Klimawirkung vor. 2025 wurden die noch nicht fertig umgesetzten Massnahmen priorisiert: 12 Kernmassnahmen erhielten die höchste Priorität, 29 gelten als jährliche Standardaufgaben mit Klimafokus und 37 als tiefer priorisiert. Welche Massnahmen im Rahmen des städtischen Sparprogramms reduziert oder sistiert werden könnten, soll dort nach einheitlichen Kriterien geprüft werden.
Das wurde entschieden: Die Interpellation wurde beantwortet.
Interpellation Meret Grob (GRÜNE prowil) – Umgang mit Smart Glasses in sensiblen Bereichen des öffentlichen Raums → Unterlagen
Darum geht es: Meret Grob (GRÜNE prowil) und elf Mitunterzeichnende fragen nach dem Schutz der Privatsphäre vor unbemerkten Aufnahmen mit Smart-Glasses, insbesondere in Freibädern. Stadt und WISPAG sind derzeit keine konkreten Fälle unzulässiger Aufnahmen in den Wiler Bädern bekannt. Die WISPAG überarbeitet ihre Hausordnung bis Ende 2026 und sieht dabei ein Verbot von Smart-Glasses vor; zusätzlich wird ein allgemeines Film- und Fotografierverbot geprüft. Der Stadtrat unterstützt das vorgesehene Smart-Glasses-Verbot.
Das wurde entschieden: Die Interpellation wurde beantwortet.
Der Parlamentspräsident beendet die Sitzung um 19.01 Uhr.