TBW senken Strompreise erneut

Die TBW senken wie bereits im Vorjahr auch per 1. Januar 2027 die Preise in der Grundversorgung. TBW-Kundinnen und -Kunden profitieren von gesunkenen Energie- und Netznutzungskosten. Zudem werden die Abgaben in den städtischen Energiefonds reduziert.

25. August 2026

Die TBW-Stromrechnung der grundversorgten Kundinnen und Kunden setzt sich aus dem Energietarif, dem Netznutzungstarif, dem Messtarif sowie den Abgaben an Bund und die Stadt Wil zusammen.

Sinkende Energiekosten

Die TBW beschaffen ihre Energie zusammen mit mehreren Ostschweizer Energieversorgungsunternehmen. Dank einer effizienten und langfristigen Beschaffungsstrategie sowie rückläufigen Energiepreisen am Strommarkt sinken die Energietarife für alle TBW-Kundinnen und -Kunden im Jahr 2027 um durchschnittlich 8 Prozent.

Ein Durchschnittshaushalt (Verbraucherkategorie H4) spart 2027 gegenüber dem Vorjahr rund 8 Prozent. Je nach individuellem Verbrauchsverhalten können die tatsächlichen Gesamtkosten bzw. Durchschnittspreise jedoch tiefer oder höher ausfallen.

HKN werden deutlich teurer

Der Einkauf von Ökostrom-Zertifikaten aus der Schweiz (Wasserkraft mit Herkunftsnachweis, HKN-CH) erhöht sich gegenüber den Vorjahren um 29 Prozent massiv (von 0.56 auf 0.80 Rappen pro Kilowattstunde). Hauptgrund für die deutliche Erhöhung sind neue Vorgaben des Bundes, nach denen die HKN ab 2027 neu quartalsweise abgerechnet werden.

Sinkende Netzpreise

Die Netzpreise der TBW sinken gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Prozent. Die Netznutzungspreise der Vorlieferantin der TBW steigen zwar um 1 Prozent, der Tarif kann aufgrund des Abbaus von sogenannten Deckungsdifferenzen (Guthaben der Kundschaft aus früheren Tarifjahren) sowie der Senkung des sogenannten WACC (vom Bund vorgegebener Satz, mit dem das in der Netzinfrastruktur gebundene Kapital verzinst wird) aber insgesamt reduziert werden.

Ausserdem sinken die Preise der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid. Swissgrid hat per 1. Januar 2027 eine Tarifreduktion bei den allgemeinen Systemdienstleistungen um 0.08 Rappen pro Kilowattstunde bekanntgegeben. Auch die Kosten für die Stromreserve des Bundes sinken um 0.24 Rappen pro Kilowattstunde. Im Gegenzug steigen Zuschläge der solidarisierten Kosten um 0.14 Rappen pro Kilowattstunde. Insgesamt werden die Gesamtkosten der Systemdienstleistungen, die von Swissgrid umgesetzt werden, gegenüber dem Vorjahr somit leicht gesenkt (von 0.73 auf 0.55 Rappen pro Kilowattstunde).

Der gesetzliche Netzzuschlag sowie der Messtarif, der seit letztem Jahr separat ausgewiesen wird, bleiben derweil unverändert.

Geringere Einlagen in den städtischen Energiefonds

Dank der ausgeglichenen finanziellen Situation des Energiefonds der Stadt Wil und der stabilen Anzahl neuer Fördergesuche können die Einlagen in den Fonds für das Jahr 2027 von 1.3 auf 1.0 Rappen pro Kilowattstunde gesenkt werden. Insgesamt reduzieren sich die Abgaben an die Stadt Wil dadurch von 2.3 auf 2.0 Rappen pro Kilowattstunde.

Rückspeisetarif für PV-Anlagen neu nach Spotmarktpreis

Die TBW passen ihre Rückliefervergütung für in Wil produzierten Solarstrom ab 2027 an die aktuellen Entwicklungen im Strommarkt an. Neu richtet sich die Vergütung nach dem stündlichen Spotmarktpreis und berücksichtigt dadurch die tatsächliche Marktsituation zum Zeitpunkt der Einspeisung. Damit werden Anreize geschaffen, Solarstrom dann ins Netz einzuspeisen, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht. Das Bundesamt für Energie (BFE) berechnet aus den stündlichen Spotmarktpreisen einen vierteljährlichen Referenzmarktpreis, der für die Vergütung des eingespeisten Stroms bei den TBW künftig massgebend ist. Für kleine Anlagen bis 150 Kilowatt bleibt eine Mindestvergütung bestehen. Für das Jahr 2027 beträgt diese 6.0 Rappen pro Kilowattstunde.

Detaillierte und ausführlichere Informationen

Detaillierte Angaben zu den neuen Preisen für die Kundinnen und Kunden folgen Ende Oktober 2026 per Rechnungsbeilage. Alle Informationen sind ab sofort auch online verfügbar unter: www.tb-wil.ch/strom